Wien (OTS) – Auch heuer setzt die Stadt Wien auf ihre bewährte
Anti-Hitze-Formel:
Mehr Wasser + mehr Schatten + mehr Räume zum Abkühlen. Dank dieser
einfachen, aber wirkungsvollen Kombination bietet Wien Schutz vor
Hitze im öffentlichen Raum.
„Hitze kann zur echten Gefahr für manche Menschen werden,
speziell wenn es über einen längeren Zeitraum zu heiß ist, deshalb
braucht es für alle Menschen Möglichkeiten, sich abkühlen zu können.
Das kann Wasser sein, schattige Plätze oder auch kühle Räume in
Gebäuden. In Wien gibt es sehr viele Schutzräume für alle Menschen
und das Angebot wurde auch für diese Saison wieder kräftig
ausgebaut“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
„Mit unserer Raus aus dem Asphalt-Offensive haben wir in den letzten
Jahren bereits mehr als 340 Projekte in ganz Wien umgesetzt. Dabei
wurden allein im Straßenraum und auf Plätzen rund 3.300 Bäume
gepflanzt und zigtausende Quadratmeter entsiegelt. Gerade bei den
Bahnhofsvorplätzen – wie am Praterstern oder beim Franz Josefs
Bahnhof haben wir bereits sicht- und fühlbare Schritte zur
Entsiegelung, Begrünung, Kühlung und genereller Aufwertung gesetzt.“,
sagt Planungsstadträtin Ulli Sima.
Zwtl.: Hitzeschutz im Freien im Überblick:
– 34 Coole Zonen
– Rund 1.800 Trinkbrunnen
– Über 1.000 Parks
– 500.000 Stadtbäume, 4.500 Baumpflanzungen pro Jahr
– 15 Wiener Wäldchen, 1 Wiener Straucherl
– Renaturierungsmaßnahmen in Breitenlee, Liesingbach
– 123 Nebelduschen und Nebelstelen in öffentlichen Parks
– 100 Sommerspritzer
– 75 mobile Brunnen mit Sprühfunktion („Brunnhilde“)
– 10 Coole Stelen
– 7 Coole Schiffe
– 12 Wasserspielplätze
– 132 Spielplätze mit Wasserspielmöglichkeit
– Freie Badeplätze an Ufern (63 Kilometer)
– 9 Kombinationsbäder (Hallen- und Sommerbad)
– 10 Sommerbäder
– 11 Familienbäder
– 60 km frei zugängliche Badestrände
Zwtl.: Ausbau-Rekord: Schon 34 „Coole Zonen“ seit 1. Juni
Besonders bewährt haben sich in den letzten Jahren die „Coolen
Zonen“, also freizugängliche und betreute Räume, in denen man sich
ohne Konsumzwang abkühlen und auch länger verweilen kann. Im Jahr
2023 hat Wien mit zwei Pilot-Standorten begonnen, seither ist mit
Hochdruck am Ausbau der Standorte gearbeitet worden, sodass heuer
bereits 34 Standorte in 19 Bezirken ihre Pforten geöffnet haben.
„Künftig soll es in jedem Bezirk zumindest eine Coole Zone geben und
wir sind auf einem sehr guten Weg, dieses Ziel zu erreichen“, so
Czernohorszky.
Die Coolen Zonen sind mittlerweile auch im wien.gv.at-Stadtplan
zu finden: https://www.wien.gv.at/stadtplan/
Alle Infos zu den Coolen Zonen:
https://www.wien.gv.at/umwelt/coole-zonen
Zwtl.: Mehr Trinkbrunnen als ganz Deutschland: 1.800 Brunnen liefern
bestes Hochquellwasser
Wenn es heiß ist, lautet die Devise: Trinken, trinken, trinken!
In Wien ist das auch im Sommer kein Problem. Die Hochquellleitungen
liefern das ganze Jahr über bestes Alpinwasser direkt in die
Wohnzimmer der Wienerinnen und Wiener. Dass das auch in den nächsten
Jahren trotz längerer Trockenperioden so bleibt, stellt Wien mit der
Strategie Wiener Wasser 2050 und mit Investitionen von bis zu 130
Mio. Euro pro Jahr sicher. Schon jetzt werden laufend Wasserleitungen
ausgebaut, saniert und Trinkwasserbehälter errichtet.
Doch auch im öffentlichen Raum muss die Wasserversorgung für alle
gesichert sein. Seit heuer gibt es in Wien sage und schreibe 1.800
öffentliche Trinkbrunnen, das sind mehr als ganz Deutschland hat.
Seit 2021 sind mehr als 700 Trinkbrunnen-Standorte dazugekommen,
allein im letzten Jahr waren es 200 neue. Ein Großteil der
Trinkbrunnen wird von den Wiener Stadtgärten (MA 42) betrieben. Sie
befinden sich in Parks und auf Spielplätzen. Auch auf Märkten und auf
belebten Plätzen sind Trinkbrunnen verfügbar.
Es gibt keinen Anlass zu Wassersparmaßnahmen, auch wenn ein
sorgsamer Umgang mit der wertvollen Ressource immer wichtig ist. Als
Wasserversorger ist es unsere vorrangige Aufgabe zwei Dinge zu
gewährleisten: hohe Wasserqualität und eine ausreichend verfügbare
Wassermenge. Das stellt die Stadt mit der „Strategie Wiener Wasser
2050“ sicher.
Alles zu den Trinkbrunnen:
https://www.wien.gv.at/umwelt/trinkbrunnen
Zwtl.: Bäder als wichtige Hitzeschutz-Partnerinnen
Seit 2. Mai haben alle 38 Wiener Bäderstandorte geöffnet. Für
viele Menschen sind sie mehr als nur Freizeitorte, Millionen von
Gästen finden Jahr für Jahr während Hitzephasen Abkühlung im Wasser
und Erholung auf schattigen Wiesen. Auch heuer hat Wien trotz
angespannter Budgetlage den Betrieb sämtlicher Standorte garantiert
und dabei auch einige Goodies für die Wienerinnen und Wiener
bereitgestellt, darunter die neue Ein-Monatskarte, Fast-Lane im
Gänsehäufel, verlängerte Öffnungszeiten im Strandbad Alte Donau, neue
Rutschen und Schwimmhallen.
Aufgrund der Hitzewelle sperren die Familienbäder bereits am
kommenden Samstag, 27. Juni, um 10 Uhr auf. Diese Regelung gilt für
den gesamten restlichen Juni, ab 3. Juli gelten die regulären Sommer-
Öffnungszeiten (ebenfalls ab 10 Uhr).
Alle Infos dazu: https://www.wien.gv.at/freizeit/wiener-baeder-
neuerungen-2026
Übersicht der Familienbäder:
https://www.wien.gv.at/freizeit/familienbaeder
Zwtl.: Grünraum, Wasserspielplätze und Entsiegelung gegen
Hitzebildung
Grünflächen und Bäume sind das bewährteste Mittel, um die Stadt
kühler zu halten. Wien pflanzt jährlich im Schnitt bis zu 4.500 Bäume
und schafft – zusätzlich zu den bereits bestehenden mehr als 1.000
Parks – weitere Grünräume, um Hitzeinseln abzukühlen. Von 2021 bis
2025 entstanden bereits rund 576.767 Quadratmeter neue bzw. (naturnah
) neugestaltete Park- und Grünanlagen. Für die laufende Periode sind
wieder ca. 400.000 Quadratmeter neue und neugestaltete Park- und
Grünanlagen geplant. Parks und Grünflächen sind wichtige
Hitzeschutzorte, da sie dank des vorhandenen Baumbestands über viele
Schattenplätze verfügen. Zusätzlich gibt es in den Parks Trinkbrunnen
und vermehrt Wasserspiele bzw. eigene Wasserspielplätze.
Wiener Parks: https://www.wien.gv.at/freizeit/parks
Wasserspielplätze:
https://www.wien.gv.at/freizeit/wasserspielplaetze
Allein die Wiener Stadtgärten pflegen mehr als 500.000
Stadtbäume. Bäume gehören zu den wichtigsten Schattenquellen, deshalb
schützt Wien den Baumbestand seit der Novelle des Wiener
Baumschutzgesetzes noch stärker: Für das Fällen von Bäumen ist das
Pflanzen von mindestens einem neuen Baum vorgesehen. Die
Ausgleichsabgabe für gefällte Bäume ist mittlerweile außerdem um ein
Vielfaches höher als zuvor.
Darüber hinaus schafft die Stadt Wien mit dem intensiven Ausbau
der Grünräume mit Parks, Wäldern und weiteren Miniwäldern („Wiener
Wäldchen“ und „Wiener Straucherl“) wertvolle neue Lebensräume für
Pflanzen und Tiere.
Zu den Wiener Wäldchen: https://www.wien.gv.at/umwelt/wiener-
waeldchen
Auch die Renaturierungsmaßnahmen der Stadt Wien tragen
langfristig gegen Hitzebildung bei: Viele Projekte wurden und werden
derzeit realisiert, wie zum Beispiel die Renaturierung des
Liesingbaches und das Naturschutz-Areal Breitenlee.
Zwtl.: „Raus aus dem Asphalt“ in allen 23 Bezirken!
Unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ hat die Stadt Wien vor
rund fünf Jahren die bisher größte Begrünungs-, Entsiegelungs- und
Kühlungsoffensive im öffentlichen Straßenraum gestartet. Bislang
wurden 344 Projekte in allen 23 Bezirken umgesetzt, 3.316 Bäume
wurden allein im Straßenraum gepflanzt, über 2.740 Sitzmöglichkeiten
errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiele geschaffen. Mit
der historischen Begrünungsoffensive erfahren die Grätzl eine massive
Verbesserung des Mikroklimas und damit dringend benötigte Kühlung.
Neuer Markt, Petersplatz, Michaelerplatz, Praterstern, Praterstraße,
Argentinierstraße, Barbara-Prammer-Park, Reinprechtsdorfer Straße,
Christian-Broda-Platz, Zollergasse, Bernardgasse, Pfeilgasse,
Servitengasse, Universitätsstraße, Favoritenstraße, Supergrätzl
Favoriten, Enkplatz, Altgasse, Hütteldorfer Straße, Thaliastraße,
Kutschkergasse und Schulgasse, Leopold-Ungar-Platz, Treustraße,
Schleifgasse, Wagramer Straße oder Wohnparkstraße sind nur einige
Beispiele von Orten in der ganzen Stadt, an denen bereits für
umfangreiche Begrünung, Kühlung und Entsiegelung gesorgt wurde.
Die Begrünungs und -Entsiegelungsoffensive sowie der Ausbau der
Radweg-Infrastruktur läuft weiter, zahlreiche Projekte sind in
Umsetzung, wie etwa der Simmeringer Vorplatz in Simmering oder der
Volkertplatz im 2. Bezirk sowie der erste Abschnitt der Landstraßer
Hauptstraße. Vor Kurzem erfolgte der Spatenstich für die Umgestaltung
der Simmeringer Hauptstrasse.
Ein Highlight-Projekt dieser Legislaturperiode wird im 1. Bezirk
die Umgestaltung der Nebenfahrbahnen und seitlichen Alleen der
Ringstraße. Der Rad- und Fußverkehr auf dem Prachtboulevard wird
etappenweise entflochten, natürlich wird dabei auch für mehr
Begrünung, Entsiegelung, neue Sitzgelegenheiten und
Aufenthaltsbereiche gesorgt. In der Landstraßer Hauptstraße, wo
zusätzliche Grünflächen und 28 neue Bäume gepflanzt werden, laufen
bereits die Bauarbeiten genauso wie in der äußeren Mariahilfer
Straße, wo in den beiden ersten Bauabschnitten insgesamt 63 neue
Bäume und 100 Grünbeete für Kühlung und Schatten sorgen werden. Auch
in der Wiedner Hauptstraße, am Frankhplatz, am Volkertplatz, am
Simmeringer Platz oder in der Brünner Straße – um nur einige zu
nennen – laufen Bauarbeiten, um mehr Begrünung und Entsiegelung in
die Grätzl zu bringen.
Darüber hinaus werden – in enger Zusammenarbeit mit den ÖBB –
Wiens Bahnhofsvorplätze klimafit gestaltet. Den Anfang hat der
Praterstern gemacht, mit einer Verdoppelung der Bäume auf über 100
und einer Verdoppelung der Grünflächen auf rund 8.000 Quadratmeter.
Im vergangenen Jahr wurde der Julius-Tandler-Platz – der Vorplatz des
Franz-Josefs-Bahnhofs – mit 46 neuen Bäumen und großzügigen
Grünflächen sowie Wasserelementen zur schattigen Aufenthaltsoase
gestaltet. In Bau befindet sich aktuell das Umfeld des neuen Öffi-
Großknotenpunktes Aspern Nord inklusive des Nelson-Mandela-Platzes,
der mit 75 neuen Bäumen und viel Grünraum künftig ein klimafittes
Entree in die Seestadt Aspern sein wird. Auch am Vorplatz der S-Bahn-
Station Handelskai sind die Bauarbeiten schon weit fortgeschritten:
Über 6.000 Quadratmeter entsiegelte Fläche, 13 neue Bäume und ein
Wasserspiel verwandeln den ehemals schmucklosen Platz in einen
begrünten Grätzltreffpunkt, Eröffnung ist für Juni geplant.
Mehr Infos dazu unter: https://wienwirdwow.at/
Zwtl.: Entsiegelungen gegen Hitzestau
An Plätzen, an denen keine Bäume gepflanzt werden können, sind
kühlende Grünfassaden eine ideale Lösung. Die Stadt Wien unterstützt
die Errichtung von Vertikalbegrünungen als wesentliche
Abkühlungsmaßnahme.
Im Mai 2024 wurde im Gemeinderat eine Aufstockung der Förderung
für Gebäudebegrünung beschlossen. Die Fördersummen wurden angehoben
und als neues Förderpaket wurden Entsiegelungs- und
Begrünungsmaßnahmen aufgenommen.
– Die seither gültigen Förder-Obergrenzen sind:
– Fassadenbegrünungen im Straßenraum 10.000 Euro
– Fassadenbegrünung am Privatgrundstück 5.000 Euro
– Entsiegelungsmaßnahmen inkl. Begrünung (insbesondere in Innenhöfen)
10.000 Euro
– Dachbegrünung 30.000 Euro
In den nächsten Jahren sollen weiterhin viele private Häuser,
aber auch Schulen, Amtsgebäude und Gemeindebauten begrünt werden.
Geeignete Flächen werden gesucht.
Auf entsiegelten Flächen kann Regenwasser direkt vor Ort
versickern. Dadurch wird der Boden und die Pflanzen mit Wasser
versorgt. Das Kanalsystem wird bei Starkregen entlastet und
Überschwemmungen reduziert.
Die Grünflächen kühlen die Luft um 3-6 Grad Celsius, Bäume
verstärken diesen Effekt bei Hitzewellen.
Entsiegelungen & Begrünungen sind besonders wichtig für die
Bewohner*innen der Stadt, denn sie bieten vielfältige
Aufenthaltsqualität: Grüne Flächen laden zum Verweilen ein, schaffen
Bewegungsräume für Gärtnerei und Freizeit, fördern soziale
Interaktionen und mindern Stress für mehr Wohlbefinden.
Zwtl.: Hitzewarndienst zum Schutz der Bevölkerung
Die Wiener Landessanitätsdirektion hat einen präventiven
Hitzewarndienst für die Wiener Bevölkerung implementiert, der in
Kooperation mit der GeoSphere Austria auf bevorstehende
gesundheitsbelastende Hitzewellen über (stadteigene) Medien und die
Homepage der Wiener Landessanitätsdirektion hinweist:
https://www.wien.gv.at/gesundheit/sandirektion/hitzebericht.html
Die Stadt Wien-App bietet außerdem Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze
– und anderen Wetterwarnungen: https://www.wien.gv.at/live/app/
Informationen zu aktuellen Luftgüteberichte beziehungsweise die
Tagesberichte über die Wiener Luftqualität gibt es hier:
https://www.wien.gv.at/ma22-lgb/luftgi.htm
Der Wiener Hitzeratgeber gibt wertvolle Hitzetipps und ist eine
wertvolle Informationsquelle über Auswirkungen von Hitze auf den
menschlichen Körper, hitzebedingt Erkrankungen und Notfälle:
https://www.wien.gv.at/spezial/hitzeratgeber/