Wien (OTS) – Vom 31. Oktober bis 2. November 2026 wird der Garten
rund um den
Löwenzwinger des Belvederes in Wien zu einem besonderen Ort des
Erinnerns. Mit der Initiative „Licht der Erinnerung“ laden das
Blumenbüro Österreich, die Landesinnung Wien der Gärtner und
Floristen, die HBLFA Schönbrunn für Gartenbau und Österreichische
Bundesgärten sowie die Berufsschule für Gartenbau und Floristik in
Kagran dazu ein, innezuhalten, sich zu erinnern und gemeinsam ein
sichtbares Zeichen der Verbundenheit zu setzen.
Ein Licht für die Erinnerung
„Licht der Erinnerung“ versteht sich nicht als klassische
Veranstaltung, sondern als Einladung, sich Zeit zu nehmen. Im
Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Kerzen, Blumen und persönliche
Worte. BesucherInnen können vor Ort eine Kerze entzünden und auf
einer Karte eine persönliche Botschaft hinterlassen – einen Gedanken,
eine Erinnerung oder ein paar Worte für einen geliebten Menschen. So
entsteht aus vielen individuellen Momenten ein gemeinsames Zeichen
des Gedenkens.
Gerade rund um Allerheiligen und Allerseelen erhält die Aktion
eine besondere Bedeutung. Das Licht der Kerzen steht für Hoffnung,
Verbundenheit und das Weitertragen von Erinnerungen. Gleichzeitig
möchte die Initiative dazu beitragen, Trauer und Abschied stärker ins
öffentliche Bewusstsein zu rücken und einen offenen, persönlichen
Zugang zu diesem sensiblen Thema zu schaffen.
Blumen als Ausdruck von Liebe und Verbundenheit
Eine Ausstellung im Pavillon widmet sich der Trauerfloristik und
zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, mit Blumen Gefühle auszudrücken
und Erinnerungen sichtbar zu machen. Kränze, florale Arrangements und
weitere Arbeiten der Berufsschule der Gärtner und Floristen geben
Einblicke in ein Handwerk, das seit jeher eng mit Abschied und
Gedenken verbunden ist. Zudem werden die SchülerInnen ein Denkmal für
Anton Bruckner floristisch gestalten.
Auch FriedhofsgärtnerInnen sind vor Ort vertreten und geben
Einblicke in ihre Arbeit. Damit rückt die Veranstaltung jene Menschen
in den Mittelpunkt, die mit ihrer täglichen Arbeit wesentlich dazu
beitragen, Orte des Gedenkens zu gestalten und Erinnerung lebendig zu
halten. Ergänzt wird das Angebot durch die Möglichkeit, sich bei
Fachleuten rund um Trauer und Abschied zu informieren.
Floristik live erleben
Wie aus Blumen persönliche Zeichen des Abschieds entstehen, können
BesucherInnen am 1. November bei zwei Live-Floristik-Terminen
erleben. Um 11 und 15 Uhr werden vor Ort florale Arbeiten aus dem
Bereich der Trauerfloristik gestaltet. Damit wird nicht nur das
handwerkliche Können der FloristInnen sichtbar, sondern auch die
besondere Symbolkraft von Blumen im Zusammenhang mit Erinnerung und
Abschied. Für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgt bei der Eröffnung
am 31. Oktober außerdem das Ensemble „Festklang“, bestehend aus
MusikerInnen der Wiener Volks- und Staatsoper.
Drei Tage im Zeichen des Gedenkens
Eröffnet wird „Licht der Erinnerung“ am Samstag, 31. Oktober, um 14
Uhr. Die Ausstellung und der Erinnerungsbereich sind an diesem Tag
von 14 bis 17 Uhr zugänglich. Am Sonntag, 1. November, können
BesucherInnen von 10 bis 17 Uhr kommen; am Montag, 2. November,
besteht von 9 bis 13 Uhr nochmals die Möglichkeit, Kerzen zu
entzünden und die Ausstellung zu besuchen.
So verbindet „Licht der Erinnerung“ Floristik, Gartenbau, Musik
und persönliche Rituale zu einem gemeinsamen Zeichen: für die
Menschen, die uns fehlen, für die Erinnerungen, die bleiben, und für
die Bedeutung von Abschied und Gedenken in unserer Gesellschaft.
Das „Licht der Erinnerung“ im Belvedere-Garten bildet, nach dem
„Ort der Erinnerung“ in Graz sowie dem „Herz der Erinnerung“ in Linz,
den Abschluss der dreiteiligen Kampagne, deren Ziel es ist, die
Bedeutung von Erinnerungskultur und Trauerritualen stärker ins
öffentliche Bewusstsein zu rücken und gleichzeitig die Rolle von
FriedhofsgärtnerInnen, FloristInnen und GärtnerInnen als TrägerInnen
dieser Kultur sichtbar zu machen.
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