Ein Festival der besonderen Art
Am 10. Oktober 2026 verwandelte sich Schladming in einen Hotspot für Gesundheitsbewusste. Beim allseits beliebten Burning-Hen-Festival präsentierte der Gesundheitspark eine Aktion, die für Aufsehen sorgte: die „Pickerl-Überprüfung“ für den menschlichen Körper. Mit einem Augenzwinkern und viel Humor wurden die Besucher auf ihre Gesundheitskompetenz getestet.
Was genau ist die „Pickerl-Überprüfung“?
Inspiriert von der jährlichen Fahrzeugüberprüfung – dem sogenannten Pickerl – entwickelte der Gesundheitspark ein ähnliches Konzept für Menschen. An mehreren Stationen konnten die Teilnehmer ihre Griffkraft, Mobilität, Körperzusammensetzung und ihren Blutdruck testen lassen. Diese Tests, liebevoll „Hydraulik und Zupack-Test“ sowie „Druckprüfung und Leerlauf“ genannt, gaben Aufschluss über den körperlichen Zustand der Teilnehmer.
Die Idee dahinter
„Bei Fahrzeugen ist eine regelmäßige Überprüfung selbstverständlich, warum nicht auch bei uns Menschen?“, erklärt Sigrid Miksch, MSc., Geschäftsführerin des Gesundheitsparks. Mit dieser Aktion soll das Bewusstsein für die eigene Gesundheit gestärkt werden. „Wir wollen Gesundheit zu den Menschen bringen und sie dort abholen, wo sie im Alltag stehen“, fügt sie hinzu.
Gesundheitskompetenz im Fokus
Der Gesundheitspark hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitskompetenz der Österreicher zu steigern. Laut einer Studie der Europäischen Kommission haben fast die Hälfte der Erwachsenen in Europa Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen zu verstehen und anzuwenden. Hier setzt der Gesundheitspark an: Durch spielerische und interaktive Formate sollen Menschen motiviert werden, sich aktiv mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen.
- Griffkraft: Ein Indikator für die allgemeine Muskelkraft.
- Mobilität: Wichtiger Faktor für die Lebensqualität im Alter.
- Körperzusammensetzung: Verhältnis von Fett- zu Muskelmasse.
- Blutdruck: Wesentlicher Indikator für Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Ein Erfolgsmodell mit Zukunft
Die „Pickerl-Überprüfung“ war ein voller Erfolg. Daniela Razenberger, Leiterin Customer Relations des Gesundheitsparks, zieht eine positive Bilanz: „Die Resonanz war überwältigend. Viele Teilnehmer waren überrascht, wie einfach es ist, mehr über die eigene Gesundheit zu erfahren.“
Die Aktion soll nun auf weitere Events ausgeweitet werden. „Wir planen, das Konzept auch in anderen Bundesländern zu etablieren“, so Razenberger. „Besonders in städtischen Gebieten wie Wien oder Graz sehen wir großes Potenzial.“
Gesundheitsbewusstsein in Österreich
Österreich hat in den letzten Jahren große Fortschritte im Bereich der Gesundheitsvorsorge gemacht. Dennoch gibt es regionale Unterschiede. Während in urbanen Gebieten der Zugang zu Gesundheitsangeboten meist gut ist, sind ländliche Regionen oft unterversorgt. Der Gesundheitspark möchte hier ansetzen und mit mobilen Angeboten die Lücken schließen.
Expertenmeinungen zur „Pickerl-Überprüfung“
Dr. Johannes Berger, ein renommierter Gesundheitswissenschaftler, sieht in der Aktion einen wichtigen Schritt: „Solche Initiativen sind essenziell, um das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken. Besonders die spielerische Herangehensweise kann Hemmschwellen abbauen.“
Auch die Politik zeigt sich interessiert. Gesundheitsministerin Karin Schmidt lobt das Engagement des Gesundheitsparks: „Solche Projekte sind wichtig, um die Gesundheitsziele Österreichs zu erreichen. Wir müssen innovative Wege gehen, um die Bevölkerung zu erreichen.“
Ein Blick in die Zukunft
Die „Pickerl-Überprüfung“ ist nur der Anfang. Der Gesundheitspark plant, das Konzept weiterzuentwickeln und um digitale Elemente zu erweitern. Eine App könnte beispielsweise personalisierte Gesundheitsberichte liefern und den Nutzern helfen, ihre Fortschritte zu verfolgen.
„Wir sind überzeugt, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen enorme Chancen bietet“, erklärt Miksch. „Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu führen.“
Die „Pickerl-Überprüfung“ am Burning-Hen-Festival zeigt eindrucksvoll, wie Gesundheitsförderung innovativ und unterhaltsam gestaltet werden kann. Ein Modell, das Schule machen könnte – nicht nur in Österreich, sondern weltweit.