Studie: Finanzielle Resilienz in Österreich steigt leicht, aber regional unterschiedlich

Wien (OTS) – Wien (ots)

– 30- bis 49-Jährige sind finanziell die resilienteste Altersgruppe

– Knapp jeder vierte junge Erwachsene kennt die Höhe seiner Rücklagen
nicht

Die finanzielle Widerstandskraft der Österreicherinnen und
Österreicher hat sich leicht verbessert. Der TeamBank-Finanz-
Resilienz-Index liegt aktuell bei 8,0 Punkten – im September 2025
waren es noch 7,0 Punkte. Dieser Index kann auf einer Skala zwischen
+ 200 und – 200 schwanken und zeigt, wie gut die Menschen Rücklagen
bilden können im Verhältnis zu ihrer Einkommensentwicklung. Diese
Fähigkeit unterscheidet sich jedoch deutlich nach Region und Alter.

Den größten Sprung macht Tirol: Dort steigt der Index um 11
Punkte auf 13,5 Punkte. Nur das Burgenland erreicht mit 15,0 Punkten
einen noch höheren Wert. In Niederösterreich zeigt sich hingegen ein
gegenteiliger Trend: Der Index fällt um 7,5 auf 4,0 Punkte.
Schlusslicht ist Salzburg mit 2,0 Punkten. Das sind Ergebnisse des
repräsentativen TeamBank-Liquiditätsbarometers, für das 1.403
Personen in Österreich ab 18 Jahren befragt wurden.

Tirolerinnen und Tiroler bauen finanzielles Polster aus

Der Aufwärtstrend in Tirol zeigt sich vor allem dadurch, dass sie
auch bei schwankendem Einkommen Rücklagen bilden: 32 Prozent der
Tirolerinnen und Tiroler verfügen heute über mehr Geld für
unvorhergesehene Ausgaben als noch im September 2025. Bei 22 Prozent
ist der Betrag hingegen gesunken. Bei den weniger resilienten
Menschen in Niederösterreich ist es umgekehrt: lediglich 22 Prozent
konnten ihr Polster ausbauen, während es bei 31 Prozent geschrumpft
ist.

„Die unterschiedliche Entwicklung der finanziellen Resilienz
zeigt, dass wirtschaftliche Unsicherheit nicht zwangsläufig mit einer
geringeren finanziellen Stabilität einhergehen muss. Viele Menschen
reagieren auf die anhaltende Unsicherheit, indem sie ihre Ausgaben
bewusster tätigen und verstärkt Rücklagen bilden“, sagt Christian
Polenz, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG.

Die größten Sparfüchse sind zwischen 30 und 49 Jahre alt

Nicht nur regional, auch generationenübergreifend entwickelt sich
die finanzielle Vorsorge unterschiedlich. Bei den Österreicherinnen
und Österreichern im mittleren Alter ist die Sparneigung seit
September 2025 deutlich gestiegen. Ihre finanzielle Resilienz
verbesserte sich von 3,0 auf 11,0 Punkte. Damit liegen die 30- bis 49
-Jährigen klar vor den anderen Altersgruppen. Dagegen sank der Wert
bei den 18- bis 29-Jährigen von 6,0 auf 4,5 Punkte, während er bei
den 50- bis 79-Jährigen nur leicht von 8,5 auf 8,0 Punkte zurückging.

Jüngere wissen seltener, wie groß ihr finanzielles Polster ist

Die Studie zeigt: 22 Prozent der Österreicherinnen und
Österreicher verfügen über einen Betrag von mindestens 5.000 Euro für
unerwartete Ausgaben. Dagegen haben 18 Prozent weniger als 500 Euro
oder gar kein Geld auf der hohen Kante. Insgesamt haben sich die
Rücklagen ausgewogen entwickelt: Bei jeweils 28 Prozent ist dieser
Betrag in den vergangenen zwölf Monaten gewachsen oder geschrumpft.
Bei 40 Prozent blieb er etwa gleich.

Allerdings haben mehr Menschen als im Vorjahr keinen genauen
Überblick über ihr finanzielles Polster. Nur noch 45 Prozent wissen
genau, wie viel Geld ihnen für unvorhergesehene Ausgaben zur
Verfügung steht. Im September 2025 waren es noch 50 Prozent. Zudem
ist der Anteil derjenigen, die den Betrag überhaupt nicht beziffern
können, von neun auf 13 Prozent gestiegen. Besonders ausgeprägt ist
diese Unkenntnis bei den 18- bis 29-Jährigen: 23 Prozent wissen
nicht, wie viel Geld ihnen für ungeplante Kosten zur Verfügung steht.
Zum Vergleich: Bei den 50- bis 79-Jährigen sind es lediglich acht
Prozent.

Eine Infografik zur Studie steht unter
https://www.TeamBank.at/medien/presse/ zur Verfügung.

Hintergrundinformationen:

Für die repräsentative Online-Umfrage „TeamBank
Liquiditätsbarometer“ befragte das Marktforschungsinstitut YouGov im
Auftrag der TeamBank AG im April und Mai 2026 1.403 Personen in
Österreich im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Mit dem Finanz-
Resilienz-Index lässt sich das Finanzverhalten der Bevölkerung im
Zeitverlauf analysieren. Er zeigt auf einer Skala von -200 (nicht
resilientes Verhalten) bis +200 (sehr resilientes Verhalten) die
Fähigkeit bzw. Neigung zur Rücklagenbildung trotz Veränderungen im
verfügbaren Einkommen. Resilientes Verhalten bedeutet, dass die
Menschen mehr Rücklagen bilden im Verhältnis zur
Einkommensentwicklung. Bei nicht resilientem Verhalten werden die
Rücklagen aufgezehrt und zusätzlicher Konsum geht auf Kosten der
Sicherheit.

TeamBank AG – Ein Unternehmen der DZ BANK Gruppe

Die TeamBank AG ist mit dem fairen Credit in Österreich das
Kompetenzzentrum für Liquiditätsmanagement der Genossenschaftsbanken.
Mit dem Anspruch, ihr Angebot gemeinsam mit dem Kunden zu entwickeln,
hat die TeamBank Kundenzentrierung als Prämisse, nicht nur für ihre
Produkte und Services, sondern auch für ihre Aufbau- und
Ablauforganisation definiert.