PVÖ zu Impfungen in Apotheken: „Patientensicherheit muss oberste Priorität haben!“

Wien (OTS) – Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) begrüßt
grundsätzlich die
geplante Möglichkeit, künftig auch in Apotheken Impfungen anzubieten.
Gerade für ältere Menschen können wohnortnahe Impfangebote eine
wichtige Erleichterung darstellen und dazu beitragen, die Impfquote
zu erhöhen. Für PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer steht jedoch fest:
„Einfacherer Zugang zu Impfungen ist wichtig. Aber bei der
Patientensicherheit darf es keinerlei Kompromisse geben!“ ****

Patientensicherheit: Klare Regeln für medizinische Notfälle
notwendig

Der PVÖ fordert verbindliche Sicherheitsstandards und eindeutig
geregelte Verantwortlichkeiten bei möglichen Impfreaktionen. „Was
passiert, wenn jemand nach einer Impfung einen allergischen Schock
erleidet? Wer leistet sofort medizinische Hilfe? Diese Fragen müssen
vor der Einführung eindeutig geklärt sein“, betont Gerstorfer.

Notwendig seien verpflichtende Notfallschulungen, eine
entsprechende medizinische Ausrüstung sowie eine gesicherte
Nachbeobachtung nach der Impfung. Für den PVÖ ist klar: Die
Sicherheit der Patientinnen und Patienten muss unabhängig vom Ort der
Impfung jederzeit gewährleistet sein.

Kostenlose Gürtelrose- und Pneumokokken-Impfung: Großer Erfolg,
weitere müssen folgen

Besonders erfreulich ist für den Pensionistenverband, dass mit
der kostenlosen Gürtelrose- und Pneumokokken-Impfung für Menschen ab
60 Jahren eine langjährige zentrale Forderung des PVÖ umgesetzt
wurde.

„Wir haben jahrelang dafür gekämpft, dass sich ältere Menschen
wichtige Schutzimpfungen auch leisten können. Die kostenlose
Gürtelrose-Impfung ist ein großer Erfolg unserer beharrlichen
Interessenvertretung. Das zeigt, dass sich unser Einsatz auszahlt!“,
so Gerstorfer.

Impfen schützt Menschen, entlastet das Gesundheitssystem und
spart Kosten

Für den Pensionistenverband ist dieser Erfolg jedoch nur ein
weiterer Schritt. Der PVÖ fordert, dass alle im österreichischen
Impfplan öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen – mit Ausnahme von
Reiseimpfungen – entsprechend den medizinischen Empfehlungen
kostenlos und flächendeckend zugänglich sein müssen. Gleichzeitig
muss die ausreichende Verfügbarkeit der Impfstoffe sichergestellt
werden.

„Schutzimpfungen sind nicht nur eine Investition in die
Gesundheit jedes Einzelnen, sondern entlasten langfristig auch das
Gesundheitssystem. Sie können schwere Erkrankungen,
Krankenhausaufenthalte und mögliche Spätfolgen verhindern oder
reduzieren und dadurch erhebliche Behandlungskosten vermeiden”,
betont die PVÖ-Präsidentin.

„Vorsorge ist besser und auf lange Sicht auch günstiger als die
Behandlung schwerer Erkrankungen. Jeder verhinderte
Krankenhausaufenthalt ist wichtig – für die betroffenen Menschen und
für unser Gesundheitssystem“, unterstreicht Gerstorfer.

Gesundheit darf keine Frage der Geldbörse sein!

„Gerade Menschen mit kleinen Pensionen oder Einkommen dürfen
nicht aus finanziellen Gründen auf wichtige Schutzimpfungen
verzichten müssen. Wir werden uns daher auch weiterhin mit Nachdruck
für die Ausweitung des kostenlosen Impfprogramms einsetzen“, stellt
die PVÖ-Präsidentin klar.

Abschließend betont Gerstorfer: „Ob in der Arztpraxis oder
künftig auch in der Apotheke: Entscheidend sind höchste Sicherheit,
ein einfacher Zugang und keine finanziellen Hürden. Impfen schützt
Leben, verhindert Leid und spart langfristig Kosten. Dafür treten wir
als Pensionistenverband mit aller Kraft ein!“