Wien (OTS) – Mit einer Auftakt-Konferenz zum Thema „Hitze in der
Stadt“ haben die
Arbeiterkammer Wien (AK Wien), die Landwirtschaftskammer Wien (LK
Wien), die Gewerkschaften, die Wirtschaftskammer Wien (WK Wien) sowie
die Wiener Industriellenvereinigung (IV Wien) den „Wiener
Sozialpartnerdialog“ gestartet. Diskutiert wurden die Themen „Hitze
in der Stadt und ihre Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen,
öffentlichen Raum und Unternehmen.“ Ziel ist eine Stärkung des
Wirtschafts- und Arbeits-Standorts Wien, eine innovative
Infrastruktur für die Menschen in Wien sowie gute Rahmenbedingungen
für Unternehmen und Beschäftigte während der Heißperiode im Sommer.
Der „Wiener Sozialpartnerdialog“ setzt für dieses Miteinander
unterschiedlicher Interessensvertretungen auf regionaler Wiener Ebene
einen neuen Rahmen. In jährlichen Konferenzen wird ein wichtiger
Themenbereich diskutiert und ausgelotet, welche gemeinsamen Projekte
2027 entwickelt und zusammen vorangetrieben werden können.
Das sagen die Sozialpartner zum Thema „Hitze in der Stadt“:
Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Wien: „ Die
Klimakrise und all ihre Folgen wie Hitze und Trockenheit sind auch
für unsere Stadt eine große Herausforderung. Um Wien klima- und
zukunftsfit zu machen, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte in
klimarelevanten Zukunftsberufen. Es ist wichtig, dass wir als
Sozialpartner gemeinsam Verantwortung übernehmen und in Aus- und
Weiterbildung investieren sowie nachhaltige Maßnahmen setzen. Nur so
können wir sicherstellen, dass die Menschen in Wien auch in Zukunft
gesund und sicher arbeiten können. “
Norbert Walter, Präsident der Landwirtschaftskammer Wien: „
Gerade Themen wie Klimawandelanpassung, Wassermanagement,
Fachkräftesicherung und attraktive Zukunftschancen für junge Menschen
erfordern einen engen Zusammenschluss aller Sozialpartner. Wir freuen
uns, als Landwirtschaftskammer Wien unsere Expertise aus
Landwirtschaft, Umwelt und regionaler Versorgung in diesen Dialog
einzubringen. “
Sandra Steiner, designierte ÖGB-Vizepräsidentin : „ Der
vergangene Sommer war für viele Arbeitnehmer:innen eine enorme
Belastung. Denn wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die
Belastung am Arbeitsplatz – besonders für jene, die im Freien, im
Pflege- und Gesundheitsbereich, in Kinderbildungseinrichtungen, im
Dienstleistungsbereich und in nicht-klimatisierten Büros und
Arbeitsstätten arbeiten. Viele dieser Arbeitnehmer:innen sind Frauen,
die ohnehin stärker durch Hitze belastet sind. Wer unsere
Gesellschaft am Laufen hält, muss auch Anspruch auf sichere und
gesunde Arbeitsbedingungen haben. Es braucht daher klarere Regeln und
einen Schulterschluss aller Sozialpartner, damit wirklich alle
Beschäftigten in heißen Sommern sicher und gesund arbeiten können.
Als Sozialpartner arbeiten wir gemeinsam an Lösungen, um das Leben
der Menschen in unserer Stadt zu verbessern, die Beschäftigten zu
schützen und die Betriebe bestmöglich zu unterstützen. “
Margarete Kriz-Zwittkovits, Präsidentin der Wirtschaftskammer
Wien: „ Wenn Wien im Sommer 40 Grad erreicht, ist das auch eine
konkrete Herausforderung für die Wirtschaft: auf der Baustelle, in
der Produktion, im Geschäft und in der Gastronomie. Betriebe müssen
ihre Arbeit organisieren und ihre Leistungen anbieten können;
zugleich müssen Menschen gesund arbeiten können. Dafür braucht es
praktikable Regeln, mehr Schatten und gute Kühlung. Auch die
Digitalisierung verändert ganze Berufsbilder. Unternehmen brauchen
passende Fachkräfte, und Menschen brauchen Weiterbildung über ihr
gesamtes Berufsleben. Seit dem Auftakt des Wiener
Sozialpartnerdialogs arbeiten wir an diesen Fragen. Jetzt wollen wir
daraus gemeinsame nächste Schritte für 2027 machen. “
Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung
Wien: „ Der heurige Ausnahme-Sommer hat eines symptomatisch gezeigt:
Wir stehen als Gesellschaft und als Stadt vor einer ganzen Reihe an
Herausforderungen, die wir nicht mit dem simplen Austausch von
Überschriften und Positionen werden lösen können. Der Dialog
miteinander, die in die Tiefe gehende Debatte über Themen wird immer
wichtiger, damit wir gemeinsam pragmatische Lösungen für die
Herausforderungen unserer Zeit intensiv diskutieren können. “