Österreich (OTS) – Die nächste Heizperiode steht schon vor der Tür.
Für die Vereinigung
Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK) als
Branchenvertretung, sowie führender Heiztechnikspezialisten der
richtige Zeitpunkt, auf Betrüger im Zusammenhang mit
Reparaturarbeiten hinzuweisen und wertvolle Tipps gegen unlautere
Machenschaften zu geben. Die Betrugsmasche betrifft vorwiegend
bekannte Marken in ganz Österreich und läuft stets nach demselben
Muster ab: Unbefugte geben sich fälschlich als Mitarbeitende des
Kundendienstes einer bekannten Marke aus und setzen dabei
betrügerische Handlungen, die den betroffenen Kundinnen und Kunden
meist hohe Kosten und viel Ärger bescheren . „Als Zusammenschluss
seriöser Markenfirmen wollen wir mit Information gegensteuern und
potenzielle Opfer vor möglichem Schaden bewahren“ , erklärt VÖK-
Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Berger.
Zwtl.: Achtsamkeit bereits beim Erstkontakt wichtig
Die VÖK startet daher gemeinsam mit den Branchen-Größen Bosch,
Buderus, Hoval, Vaillant, Viessmann und Wolf eine breit angelegte
Informationskampagne. Eine zentrale Botschaft ist, dass die
Achtsamkeit bereits bei der Kontaktaufnahme mit dem Kundendienst
beginnt. „Heute erfolgt der Erstkontakt oft digital. Es wird dringend
empfohlen, die Kontaktdaten des Kundendienstes ausschließlich von der
offiziellen Website des Herstellers , vom Typenschild des Geräts oder
aus den Geräteunterlagen zu übernehmen“, sagt Elisabeth Berger. „Der
Kundendienst steht Ihnen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur
Verfügung“.
Bislang dokumentierte Betrugsfälle konzentrieren sich vor allem auf
Ballungsräume und betreffen insbesondere Installations- und
Reparaturarbeiten im Zusammenhang mit Gasthermen. Dabei wurde der
Schaden meist nur vermeintlich behoben und anschließend überhöhte, in
keiner Weise gerechtfertigte Rechnungen gestellt. Der
Bundesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker
Anton Berger appelliert , in Bezug auf entsprechende
Reparaturdienstleistungen grundsätzlich wachsam zu sein: „Bleiben Sie
bei der Beauftragung von Fachleuten kritisch und lassen Sie sich zu
nichts überreden. Seriöse Firmen informieren nachvollziehbar und
transparent, drängen nicht auf schnelle Entscheidungen und setzen
ihre Kundschaft niemals unter Druck.“ Prüfen Sie die Seriosität der
Firma mit einer der unten stehenden Links.
Betrüger schalten gezielt Suchmaschinen-Anzeigen und betreiben
Webseiten, die den Anschein einer Markenfirma beispielsweise über die
Adresse erwecken und seriös wirken. Weder der Markenname in der
Webadresse noch eine verschlüsselte Verbindung (erkennbar an „https:“
) sind ein Nachweis für einen autorisierten Kundendienst. Im Zweifel
geben ein Blick ins Impressum oder ein Anruf bei der offiziellen
Hotline Sicherheit. Die beteiligten Hersteller informieren zudem auf
ihren Websites, woran man einen seriösen Kundendienst erkennt und
welche Angaben oder Handlungen als verdächtig einzustufen sind.
Zwtl.: Betrüger meist zu zweit vor Ort, Barzahlung wird verlangt
Sind Installations- oder Reparaturanbieter bereits vor Ort im
eigenen Zuhause, sollte man deren Auftreten ebenfalls kritisch
hinterfragen, um seriöse Fachhandwerker von etwaigen Betrügern zu
unterscheiden: Wird ein Firmenfahrzeug genutzt? Tragen die
Mitarbeitenden adäquate Arbeitskleidung? Wie verhalten sie sich
gegenüber der Kundschaft? „Betrüger treten meist zu zweit auf und
neigen dazu, die Kundschaft verbal zu bedrängen. Oft fordern sie eine
sofortige Reaktion ein, ohne Zeit für Überlegungen zu bieten“ ,
berichtet der Wiener Landesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und
Lüftungstechniker KommR Robert Breitschopf. Außerdem lehnen Betrüger,
trotz gegebenenfalls anderslautender Angaben auf der (gefälschten)
Webseite, Kartenzahlung grundsätzlich ab und bestehen auf Barzahlung.
„Wenn sich eine Kundin oder ein Kunde genötigt fühlt, sollte umgehend
die Polizei gerufen werden. In jedem Fall aber ist es empfehlenswert,
die Zahlungsmodalitäten vor der Durchführung etwaiger Reparaturen zu
klären, auf einer schriftlichen Rechnung zu bestehen und diese nach
Ausstellung auf etwaige Widersprüche zu kontrollieren“ , sind sich
die Standesvertreter einig.
Zwtl.: Seriöser Werkskundendienst: Konzentration auf Reparatur, kein
Gerätetausch
Seriöse Unternehmen erkennen Kundinnen und Kunden an einer Reihe
von zusätzlichen Merkmalen, die den Werkskundendienst als echt
identifizieren – etwa durch einen eigenen Unternehmens-Ausweis, mit
dem sich Mitarbeitende als befugt legitimieren, oder durch den
Versand einer Erinnerungs-SMS kurz vor dem vereinbarten Termin. Allen
Anbietern gemeinsam ist, dass sich der jeweilige Werkskundendienst
auf Reparaturen konzentriert und grundsätzlich keinen Gerätetausch
durchführt. „Kundenorientierung wird bei etablierten
Werkskundendiensten großgeschrieben. Seriöse Fachhandwerker liefern
nachvollziehbare Erklärungen und lassen der Kundschaft immer genug
Zeit, mögliche Optionen abzuwägen. Sollte sich ein Kunde dennoch
einmal unsicher sein, besteht über die offizielle Kundendienst-
Hotline des jeweiligen Unternehmens jederzeit eine qualifizierte
Rückfragemöglichkeit“ , versichert VÖK-Geschäftsführerin Berger.
Facts: Vorsicht Falle!
Ob digitaler Auftritt oder Auftreten vor Ort – ein seriöser
Werkskundendienst unterscheidet sich durch vielfältige Merkmale von
potentiellen Betrügern.
Detaillierte Informationen dazu auf:
Bosch/Buderus: https://www.werkskundendienst.at/wissen/schutz-vor
-kundendienst-betrug/
Hoval: https://www.hoval.at/de_AT/schutz-vor-kundendienst-betrug
Vaillant: https://www.vaillant.at/service/gemeinsam-achtsam/
Viessmann : https://www.viessmann.at/
Wolf: https://www.wolf-heiztechnik.at/blog/vorsicht-vor-kundendienst-
betrug
Windhager : https://www.windhager.com/de-at/kundendienst-betrug
WKO: https://firmen.wko.at/suche_installateurfinder