Wien (OTS) – Eine neue Branchenstudie des Fachverbands UBIT der
Wirtschaftskammer
Österreich und des Verbands Österreichischer Software Innovationen (
VÖSI), durchgeführt von Economica unter der Leitung von Prof.
Christian Helmenstein, zeigt die enorme wirtschaftliche Bedeutung des
IT-Sektors. Mit 8,85 % Anteil an der gesamten Wertschöpfung und
322.513 Beschäftigten zählt die IT zu den stärksten Wachstumsmotoren
Österreichs.
Prof. Helmenstein ordnet die Ergebnisse volkswirtschaftlich ein:
„Die IT-Branche bildet das Rückgrat der digitalen Transformation. Der
IT-Sektor im weiteren Sinn erwirtschaftet 40,5 Mrd. Euro an
Bruttowertschöpfung – das sind 8,85 % der gesamten
Wirtschaftsleistung.“ Bereits der Kernbereich der IT übertreffe mit
16,5 Mrd. Euro die direkte Wirtschaftsleistung der Energieversorgung.
Staatssekretär Alexander Pröll betonte die Bedeutung digitaler
Investitionen: „Trotz Sparbudgets soll das Digitalisierungs-Buget für
2027 und 2028 signifikant erhöht werden: Wir wissen, wenn wir in
Digitalisierung, Bildung und KI investieren, investieren wir in
Wohlstand, Gleichstellung und regionale Entwicklung – und damit in
den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich. Das Motto lautet: Sparen
durch Digitalisierung, nicht an Digitalisierung.“
VÖSI-Präsidentin Doris Lippert betont die strategische Bedeutung
der Branche: „Die Studie bestätigt, was wir im VÖSI seit Jahren
beobachten: Österreichs IT-Branche ist ein zentraler Pfeiler unserer
wirtschaftlichen Zukunft. Jeder Euro, der in IT fließt, erzeugt
überdurchschnittliche Effekte – direkt, indirekt und induziert.“
Lippert sieht in den Ergebnissen einen klaren Auftrag an die
Politik: „Österreich braucht eine aktive Standortpolitik, die
digitale Souveränität stärkt, Fachkräfte sichert und Innovation
beschleunigt. Digitale Souveränität ist kein Luxus, sie ist eine
Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort Österreich.“
UBIT-IT-Sprecher Martin Puaschitz unterstreicht diesen Aspekt:
„Österreichs IT ist ein zentraler Wertschöpfungsmotor, denn jeder
elfte Euro in Österreich wird durch IT erwirtschaftet. Wer über
digitale Transformation spricht, muss daher über Standortpolitik
sprechen.“
VÖSI-Vizepräsident Peter Lieber hebt die Rolle der Software
hervor: „Software ist heute weit mehr als eine eigene Branche. Sie
ist die Innovationskraft hinter Industrie, Gesundheit, Energie und
Verwaltung.“ Der Erfolg der Branche sei nicht selbstverständlich und
erfordere aktives Handeln.
Zwtl.: IT als Wohlstandsgarant
Die Studie zeigt, dass die IT-Branche nicht nur Technologie
produziert, sondern Wertschöpfung, Sicherheit und digitale
Handlungsfähigkeit schafft. Mit 14,7 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben
trägt sie wesentlich zum öffentlichen Haushalt bei. Wien bleibt
Hotspot: 50 % der IT-Wertschöpfung und 43 % der Beschäftigung
entfallen auf die Bundeshauptstadt.
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