ÖGB-Pfister zur Inflationsprognose: Es braucht dringend weitere Maßnahmen gegen die Teuerung

Wien (OTS) – Angesichts der erneut gestiegenen Inflation auf 3,6
Prozent pocht der
ÖGB auf weitere Maßnahmen zur Entlastung der Menschen in Österreich.
Die Spritpreisbremse ist aus Sicht des ÖGB ein richtiger und absolut
unverzichtbarer Schritt für all jene, die nicht auf öffentliche
Verkehrsmittel umsteigen können und für ihren Arbeitsweg auf das Auto
angewiesen sind.

„Die Spritpreisbremse ist für viele Menschen eine notwendige
Entlastung. Sie darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es
weitere wirksame Maßnahmen gegen die Teuerung braucht – insbesondere
bei Heizöl, Gas und Pellets“, sagt Angela Pfister, Leiterin des
volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB. Mit Blick auf die hartnäckige
Inflation fordert der ÖGB daher ein Maßnahmenpaket für Heizöl, Gas
und Pellets.

Kritik an Öffi-Preiserhöhungen

Besonders im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel sieht der
ÖGB massiven Handlungsbedarf und fordert eine Preisbremse. Die
aktuellen Preiserhöhungen bei den Öffi-Tickets kritisiert Angela
Pfister: „Dass die Preise für den öffentlichen Verkehr in der
derzeitigen Situation angehoben werden, ist absolut nicht
nachvollziehbar.“ Es brauche daher günstige Tarife, um den Menschen
eine Alternative zu bieten, statt sie weiter zu belasten.

Gebühren bei Banken und Versicherungen eindämmen

Administrative Gebühren und vertragliche Indexierungen, zu denen
auch Bank- und Versicherungsgebühren zählen, haben die Inflation
zuletzt merklich stärker angetrieben. Daher seien aus Sicht des ÖGB
auch die Finanz- und Versicherungswirtschaft in die Pflicht zu
nehmen.

„Banken und Versicherungen dürfen die Teuerung nicht durch
laufende Gebührenerhöhungen weiter anheizen. Erhöhungen müssen rasch
gedeckelt werden, damit die Lebenshaltungskosten nicht noch weiter
steigen“, fordert Pfister.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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