Wien (OTS) – Der heißeste Sommer der Messgeschichte hat die heimische
Herbsternte
deutlich schrumpfen lassen: Österreich erntet heuer rund ein Drittel
weniger Obst, bei Erdäpfeln liegen die Ausfälle regional bei bis zu
70 Prozent. Vieles ist kleiner als gewohnt und manches teurer – dafür
haben viel Sonne und wenig Wasser besonders aromatisches Obst und
Gemüse hervorgebracht. Der Online-Supermarkt Gurkerl hat bei den
Landwirt:innen nachgefragt, die ihn beliefern, und seine
Verkaufsdaten für den Großraum Wien ausgewertet.
Zwtl.: 🍎 Äpfel: Klein, aber zuckersüß
In der Steiermark, dem größten Anbaugebiet, dürfte die Apfelernte
rund 35 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, in Ober- und
Niederösterreich regional um bis zu 70 Prozent. Hannelore Habeler von
Habeler Sonnenobst aus Wiesen im Burgenland hat sechs Wochen lang
Wasser mit dem Traktor zu jedem einzelnen Baum gebracht: „Die Bäume
standen heuer unter Stress – da geht es ums Überleben, nicht ums
Fruchten. Äpfel und Birnen sind deshalb kleiner, dafür aber extrem
süß.“
– Preis: bei Gurkerl rund 15 Prozent mehr pro Kilo als im Vorjahr.
Trotzdem stammen zwei von drei verkauften Äpfeln aus Österreich –
obwohl sie rund 10 Prozent mehr kosten als importierte.
– Verfügbarkeit: Geerntet wird bis Oktober, danach kommen heimische
Äpfel aus dem Lager – oder aus dem Ausland. Wer regional kaufen will,
greift jetzt zu.
– Tipp: Wegen der Größenvorgaben im Handel landen die kleinen Äpfel
oft nicht im Supermarktregal, ein Blick in den Hofladen oder ins
regionale Online-Sortiment von Händlern wie Gurkerl lohnt sich. „Ein
Kilo ist ein Kilo, egal ob große oder kleine Äpfel – und kleine Äpfel
sind für Kinder sogar praktischer“, sagt Habeler.
Zwtl.: 🍐 Birnen: Der Preistreiber des Herbstes
EU-weit liegt die Birnenernte leicht über dem Vorjahr. Auf den
trockenen Böden sind aber auch die heimischen Birnen kleiner
geblieben – und ebenfalls besonders süß.
– Preis: bei Gurkerl rund ein Drittel teurer als im Vorjahr (+32 %) –
unter anderem aufgrund der Kosten für die zusätzliche Bewässerung.
Trotzdem werden Birnen pro Bestellung öfter gekauft als im Vorjahr (+
11 %).
– Verfügbarkeit: August bis November.
– Tipp: Harte Birnen bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, reife
Früchte kühl lagern.
Zwtl.: 💜 Zwetschken: Kleineres Minus und voller Geschmack
Bei den Zwetschken fiel das Minus laut Habeler geringer aus als
bei Äpfeln und Birnen.
– Preis: bei Gurkerl rund 10 Prozent mehr pro Kilo als im Vorjahr.
– Verfügbarkeit: Die letzten heimischen Zwetschken gibt es bis Ende
Oktober.
– Tipp: Zwetschken sind nicht einfach Pflaumen: Sie sind länglicher,
der Kern löst sich leichter, und sie behalten beim Backen ihre Form –
perfekt für Zwetschkenfleck und Röster.
Zwtl.: 🎃 Kürbis: Stark nachgefragt, 19 Prozent teurer
Carina Gschaider vom Hof Franzlbauer in Niederösterreich: „Auf
Feldern, die bewässert werden konnten, sind Ertrag und Fruchtgröße
normal ausgefallen. Auf nicht bewässerten Feldern sind die Früchte
deutlich kleiner geblieben, und es gibt weniger Früchte pro Pflanze.
Das schlägt sich entsprechend auf die Preise nieder.“
– Preis: bei Gurkerl rund 19 Prozent mehr pro Kilo als im Vorjahr.
Günstiger wird es meist ab Oktober: Im Vorjahr kostete Hokkaido bis
Mitte November zeitweise nur 1,45 Euro pro Kilo.
– Verfügbarkeit: Geerntet wird bis Ende Oktober, gut gelagert gibt es
heimischen Kürbis meist bis in den Winter – heuer wegen der kleineren
Ernte voraussichtlich bis Mitte Dezember.
– Tipp: Hokkaido muss man nicht schälen – die Schale wird beim Garen
weich.
Zwtl.: 🥔 Erdäpfel: Nur ein Drittel der Ernte, aber voller Geschmack
Manuel Breitseher vom Bauernhof Breitseher im Weinviertel erntet
heuer nur rund ein Drittel der normalen Menge: „Alles über 30 Grad
gefällt den Erdäpfeln gar nicht. Bewässern können wir leider nicht –
unsere Flächen sind sehr hügelig, und es gibt nur wenig Grundwasser.“
Dazu kommt der Drahtwurm, der bei der laufenden Ernte weitere 15 bis
20 Prozent kostet. Die gute Nachricht: „Die Erdäpfel sind um einiges
kleiner, schmecken aber sehr gut. Weil sie langsamer gewachsen sind,
lagern sie weniger Wasser ein und haben konzentriertere
Inhaltsstoffe.“
– Preis: Trotz schwieriger Ernte bei Gurkerl bisher nur rund 5
Prozent teurer. „Den vollen Aufschlag haben die Landwirte noch nicht
weitergegeben. Weil es heuer in ganz Österreich und Mitteleuropa zu
wenige Erdäpfel gibt, kann sich das in den nächsten Monaten aber noch
ändern“ , so Breitseher.
– Verfügbarkeit: Normalerweise reichen heimische Lager-Erdäpfel bis
ins Frühjahr, heuer dürfte Importware früher ins Regal kommen.
– Tipp: Wegen der Hitze treiben die Knollen heuer früher aus. „Das
ist unbedenklich, die Triebe kann man einfach abbrechen.“
Zwtl.: 🧅 Zwiebeln: Klein, aber fein
Auch die Zwiebeln sind heuer meist klein bis mittelgroß – dafür
laut Breitseher „intensiver im Geschmack“ . Weil in vielen Teilen
Europas wenig geerntet wurde, ist österreichische Ware auch im
Ausland gefragt.
– Preis: bei Gurkerl sogar rund 6 Prozent günstiger als im Vorjahr.
– Verfügbarkeit: Die Ernte ist abgeschlossen, gut gelagert gibt es
heimische Zwiebeln bis ins Frühjahr.
– Tipp: Treibt eine Zwiebel aus, muss sie nicht in den Müll – das
Grün ist genießbar.
Zwtl.: Die Top 5 meistgekauften Herbstklassiker bei Gurkerl
1. Bio-Apfel Gala in der Tasse
2. Gelbe Zwiebeln vom Bauernhof Breitseher im Netz
3. Erdäpfel vom Bauernhof Breitseher
4. Zwetschken in der Tasse
5. Bio Hokkaido Kürbis
Zwtl.: So bleibt die Ernte länger frisch: Tipps vom Hof
– Äpfel und Birnen kühl und trocken im Plastiksackerl lagern: „Darin
bildet sich ein eigenes Klima, der Apfel verliert kein Wasser und
wird nicht schrumpelig“, sagt Habeler. Nur unverletzte Früchte
einpacken – und Äpfel getrennt von anderem Obst lagern, weil sie das
Reifegas Ethylen abgeben.
– Erdäpfel kühl, dunkel und luftig lagern, nicht im Kühlschrank.
Ungenießbar sind sie erst, wenn sie grün werden oder faulen.
– Zwiebeln offen aufbewahren, am besten im Netz – in geschlossenen
Gefäßen schwitzen und schimmeln sie.
– So gelagert halten Erdäpfel und Zwiebeln bis zu einem Monat, Kürbis
im Ganzen bei Zimmertemperatur rund zwei Wochen.
Erdäpfel, Zwiebeln, Kürbisse und Zwetschken kamen bei Gurkerl im
September ausschließlich aus Österreich. Gemeinsam mit Betrieben wie
Habeler Sonnenobst, Hof Franzlbauer und Bauernhof Breitseher liefert
Gurkerl die Herbsternte mit dem restlichen Wocheneinkauf ab drei
Stunden nach Bestellung nach Hause. Mehr Informationen:
https://www.gurkerl.at/c137884-frisch-geerntet
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