FW-Krenn: Arbeitslosigkeit steigt weiter – Regierung muss endlich den Standort stärken!

Wien (OTS) – Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind ein weiteres
Warnsignal für den
Wirtschaftsstandort Österreich. Im September waren 381.159 Menschen
arbeitslos oder in Schulung, über 6.000 Menschen mehr als vor einem
Jahr. Besonders alarmierend ist die Entwicklung in der
Warenproduktion: Dort stieg die Arbeitslosigkeit um 2,4 Prozent. In
Niederösterreich fällt die Entwicklung noch deutlicher aus: 46.163
Menschen waren arbeitslos gemeldet, ein Plus von 7,7 Prozent
gegenüber September 2025.

Für die Freiheitliche Wirtschaft (FW) zeigt sich damit erneut:
Österreich verliert weiter an Wettbewerbsfähigkeit, während die
Bundesregierung notwendige Strukturreformen verschleppt. Auch die
jüngsten Aussagen von IV-NÖ-Präsident Kari Ochsner, wonach Österreich
kein Einnahmen-, sondern vor allem ein Ausgabenproblem habe,
bestätigen Forderungen, welche die FW seit Langem erhebt.

Während Betriebe unter hohen Lohnnebenkosten, Energiepreisen,
Bürokratie und immer neuen Belastungen leiden, fehlt der ÖVP-SPÖ-NEOS
-Bundesregierung weiterhin der Mut zu echten Reformen. Statt den
Standort zu entlasten, werden neue Steuern und Abgaben diskutiert
oder beschlossen und notwendige Einsparungen im Staatsapparat
aufgeschoben.

Die FW fordert daher eine Senkung der Lohnnebenkosten um
mindestens fünf Prozentpunkte, eine Körperschaftsteuer von 20
Prozent, attraktivere Investitionsfreibeträge und degressive
Abschreibungen. Gerade für Industrie und produzierende Betriebe
braucht es darüber hinaus international wettbewerbsfähige
Energiepreise, schnellere Genehmigungsverfahren, Technologieoffenheit
und ein Ende überschießender Regulierung.

Gleichzeitig muss auch der Staat selbst sparen: Doppelstrukturen
gehören abgebaut, ineffiziente Förderungen überprüft und die
ausufernden Staatsausgaben nachhaltig zurückgeführt.

Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft
abschließend: „Steigende Arbeitslosigkeit in der Industrie ist kein
statistischer Nebensatz, sondern ein Alarmsignal für unseren
Standort. Österreich braucht keine neuen Belastungen und keine
weiteren Ankündigungen, sondern endlich echte Reformen. Arbeit muss
günstiger, Energie wettbewerbsfähiger, Bürokratie weniger und
Investieren wieder attraktiver werden. Wer Arbeitsplätze sichern
will, muss zuerst dafür sorgen, dass sich Produktion und
Unternehmertum in Österreich wieder rechnen!“