Kampf gegen Lebensmittelverschwendung: Handel bleibt Vorreiter und senkt Anteil auf 6 Prozent!

Wien (OTS) – Lebensmittel verkaufen, spenden oder verwerten: Der
österreichische
Handel setzt seit vielen Jahren auf die Vermeidung von
Lebensmittelabfällen . Die neuesten Zahlen des Landwirtschafts- und
Umweltministeriums BMLUK zeigen eine erfreuliche Entwicklung:
Österreichweit ging die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle seit 2020
um 3 Prozent zurück . Der Anteil des Handels am gesamten
Lebensmittelabfall ist gegenüber 2020 von rund 7 Prozent auf nur noch
6 Prozent gesunken.

„ Lebensmittel sind wertvoll. Sie wegzuwerfen kostet Geld und
Ressourcen. Daher haben unsere Händler großes Interesse daran, die
Lebensmittelrettung in den 9.400 Verkaufsstandorten weiter
voranzutreiben“, sagt Rainer Will , Geschäftsführer des freien,
überparteilichen Handelsverbands. „ Erfreulicherweise ist der
Handelsanteil am Lebensmittelabfall von 7 auf 6 Prozent gesunken .
Damit hat der Handel seinen Anteil um rund 14 Prozent reduziert.
Österreichweit ging die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle über alle
Sektoren um 3 Prozent zurück. Jedes gerettete Lebensmittel zählt.“

Handel spendet jährlich 22.000 Tonnen Lebensmittel an
Sozialorganisationen

Die Branche engagiert sich seit vielen Jahren mit freiwilligen
Initiativen – etwa im Rahmen der Handelsverband-Plattform
„Lebensmittel.Wertschätzen“ – und der Weitergabe genießbarer
Lebensmittel an soziale Einrichtungen. Das jährliche Spendenaufkommen
beläuft sich auf rund 22.000 Tonnen , umgerechnet mehr als 44
Millionen Mahlzeiten . Dahinter stehen eingespielte Kooperationen mit
Sozialeinrichtungen wie der Tafel Österreich .

Die aktuellen Daten des BMLUK zeigen aber auch, dass weitere
Verbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig
sind. Insgesamt fielen 2024 in Österreich 1.175.206 Tonnen
Lebensmittelabfälle an. Davon entfielen 234.863 Tonnen auf die Be-
und Verarbeitung , 228.418 Tonnen auf den Außer-Haus-Konsum , 71.275
Tonnen auf den Handel und 11.297 Tonnen auf die Produktion .

Mit 629.353 Tonnen entstand mehr als die Hälfte der
Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten . Ihr Anteil sank
gegenüber 2020 von rund 61 auf 54 Prozent. Die Anteile der Be- und
Verarbeitung sowie des Außer-Haus-Konsums nahmen hingegen zu, jener
der Produktion blieb annähernd gleich. Ermittelt werden die Daten vom
Umweltbundesamt im Auftrag des BMLUK für die jährliche Meldung an
Eurostat.

Zwtl.: „Mach’s wie Oma“: BMLUK & Handel bringen Kampagne zu den
Menschen

Der Handelsverband begrüßt daher die neue BMLUK-Kampagne „Mach’s
wie Oma: Rette Lebensmittel!“ . Sie richtet sich vorrangig an 18- bis
30-Jährige , bei denen besonders großes Potenzial besteht, mit
gezielter Ansprache etwas zu bewegen. Die heimischen
Lebensmittelhändler unterstützen die Initiative, indem sie die
Kampagnensujets über verschiedene Kommunikationskanäle bundesweit
ausspielen und damit zusätzliche Reichweite schaffen.

Wie viel sich im Alltag gewinnen lässt, zeigen die Zahlen für
private Haushalte: Pro Person werden jährlich rund 69 Kilogramm
Lebensmittel weggeworfen. Rund 37 Kilogramm davon wären vermeidbar.
Das entspricht einem Warenwert von etwa 400 Euro pro Person und Jahr
.

„Niemand würde freiwillig 400 Euro in den Mistkübel werfen. Bei
Lebensmitteln passiert uns aber genau das. Das Wissen der älteren
Generationen über Vorräte, Lagerung und Resteverwertung ist deshalb
aktueller denn je. Der Handel hilft mit, dieses Wissen zur jungen
Generation zu bringen. Wer Lebensmittel rettet, schont die Umwelt und
das eigene Geldbörsel “ , so Handelssprecher Rainer Will
abschließend.

Zwtl.: HV lädt zum TAG DES HANDELS in Gmunden mit
Landwirtschaftsminister Totschnig

Das Thema Lebensmittelrettung wird auch beim TAG DES HANDELS des
Handelsverbands am 8. und 9. Oktober in Gmunden (OÖ) breit diskutiert
werden. Als Speaker vor Ort sind u.a. Landwirtschaftsminister Norbert
Totschnig , Außenministerin Beate Meinl-Reisinger , Staatssekretärin
Ulrike Königsberger-Ludwig , die CEOs der führenden
Lebensmittelhändler des Landes sowie rund 500 hochkarätige Gäste.
Mehr dazu auf www.tagdeshandels.at