Wien (OTS) – „Innerhalb weniger Monate werden zwei Kinofilme über
sozialdemokratische Galionsfiguren mit insgesamt mehr als fünf
Millionen Euro an Steuergeld überschüttet. Das ist kein Zufall mehr,
das ist ein System, bei dem sich die SPÖ ihre Nostalgie vom hart
arbeitenden Bürger bezahlen lässt“, kritisierten heute FPÖ-
Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer sowie FPÖ-Generalsekretär und
Mediensprecher NAbg. Christian Hafenecker, MA anlässlich des
Kinostarts von „Bruno – Der junge Kreisky“. Allein in das Kreisky-
Biopic fließen rund 4,7 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln. Schon
die Babler-Doku „Wahlkampf“ hatte zuvor über eine halbe Million Euro
an Förderungen erhalten. „Während das Publikumsinteresse enden
wollend war, kannte die Fördergier offenbar keine Grenzen“, so
Hafenecker.
Besonders dreist sei dabei die Rolle des ORF, so der FPÖ-
Generalsekretär: „Der Rotfunk jammert über das größte Sparpaket
seiner Geschichte und kürzt das Programm für die
Zwangsgebührenzahler. Aber für ein sozialdemokratisches Heldenepos
ist sofort eine Dreiviertelmillion aus der Zwangssteuer da. Damit
nicht genug, macht der ORF auch gleich die Werbeabteilung und
verklärt die Ära Kreisky zum ‚goldenen Zeitalter‘. Das ist keine
Kulturberichterstattung, sondern rote Imagepflege mit dem Geld der
Bürger. Der ORF finanziert den Film, bewirbt den Film und verklärt
die SPÖ. Offenbar passen Unternehmer, Bauern, Feuerwehrleute oder
Familien, die dieses Land tragen, nicht ins Weltbild jener, die am
Küniglberg über das Geld der Bürger entscheiden.“
Um eines klarzustellen: Bruno Kreisky ist eine historische
Persönlichkeit, vor der wir Respekt haben. Um Kreisky geht es hier
nicht. Es geht um eine SPÖ, die mangels Gegenwart in die
Vergangenheit flüchtet und sich diese Flucht vom Steuerzahler
finanzieren lässt“, betonte Hafenecker. „Die SPÖ von heute hat mit
Kreisky so viel zu tun wie Babler mit einem Wahlsieg. Wer in den
Umfragen bei 15 Prozent liegt und keine Antworten auf Teuerung,
Migration und Arbeitsplatzverlust hat, der braucht offenbar
Millionenfilme, um sich an bessere Zeiten zu erinnern.“
FPÖ-Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer schloss sich der Kritik
an und erklärte, das gesamte Fördersystem müsse durchleuchtet werden:
„Die SPÖ verwechselt die staatliche Filmförderung offensichtlich mit
ihrer eigenen Parteikassa. Hier werden sündteure rote Imagefilme mit
den hart erarbeiteten Steuergeldern der Österreicher und den ORF-
Zwangsgebühren finanziert, um sozialdemokratische Ikonenverehrung zu
betreiben.“ Besonders brisant sei, dass nun auch der SPÖ-nahe
Medienmanager Gerhard Zeiler als Sponsor auftrete, während die Partei
das subventionierte Werk für ihre politische Inszenierung nutze.
Mölzer kündigte eine umfassende parlamentarische Anfrage an den
zuständigen SPÖ-Kulturminister Babler an. „Wenn SPÖ-Parteifreunde,
staatliche Fördertöpfe und der rot dominierte Küniglberg eine
derartige Förderpolitik erlauben, dann bestätigt das eine
geschlossene linke Freunderlwirtschaft. Es drängt sich der Verdacht
auf, dass hier ein linkes Netzwerk völlig ungeniert Steuergeld in die
eigene parteipolitische Imagepflege umleitet“, so der FPÖ-
Kultursprecher. Man werde lückenlos klären, ob bei den Vergabegremien
des ÖFI mögliche Befangenheiten geprüft worden seien und ob die
Ausrichtung parteinaher Vorpremieren den Förderrichtlinien
widerspreche.
Abschließend stellte Mölzer klar: „Wir verlangen die sofortige
Offenlegung aller Geldflüsse und Sponsoringvereinbarungen. Sollte
sich herausstellen, dass hier gegen Förderbestimmungen verstoßen oder
private Finanzierungsquellen verschwiegen wurden, dann müssen diese
Millionen auf den Cent genau an den Steuerzahler zurückgezahlt
werden. Dieser rote Selbstbedienungsladen in der Kulturbranche muss
endlich geschlossen werden!“