Ein Vierteljahrhundert neuer Perspektiven exklusiv für Frauen: Wiener Hilfswerk feiert Jubiläen seiner betreuten Wohnhäuser

Wien (OTS) – Das Haus Tivoligasse besteht seit 25 Jahren, das Haus
Bürgerspitalgasse seit 20 Jahren – zwei stationär betreute Wohnhäuser
des Wiener Hilfswerks bieten Frauen in schwierigen Lebenssituationen
ein sicheres Zuhause und professionelle Unterstützung auf dem Weg in
ein selbstbestimmteres Leben.

Gleich zwei Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe des Wiener
Hilfswerks haben einen besonderen Grund zum Feiern: Das stationär
betreute Wohnhaus in der Tivoligasse und das Haus Bürgerspitalgasse.
Beide Häuser bieten Frauen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern
einen geschützten Rahmen, in dem Stabilisierung und persönliche
Entwicklung möglich werden. In der Tivoligasse stehen 60 Wohnplätze,
in der Bürgerspitalgasse 34 Wohnplätze zur Verfügung. Im stationär
betreuten Wohnen gibt es sozialarbeiterische Unterstützung sowie
lebenspraktische Hilfe im Wohnalltag und bei der Aufrechterhaltung
der eigenen Gesundheit. So wird eine wichtige Grundlage entwickelt,
um gemeinsam mit den Bewohnerinnen neue Perspektiven zu entwickeln.

Das Haus Tivoligasse wurde vor mittlerweile einem
Vierteljahrhundert eröffnet und ist eines der ersten stationär
betreuten Wohnhäuser mit diesem Schwerpunkt in Wien. Im Haus
Bürgerspitalgasse gibt es seit über 20 Jahren Stabilität und ein
neues zu Hause – für Frauen mit komplexen Mehrfachproblematiken, zum
Beispiel psychischen und sozialen Problemen, die von
Wohnungslosigkeit betroffen sind.

„Wohnen ist ein Grundrecht und Voraussetzung für ein
selbstbestimmtes Leben. Für Frauen, die Wohnungslosigkeit erlebt
haben, schafft ein eigener Wohnraum Sicherheit, Privatsphäre und die
Möglichkeit, wieder über das eigene Leben zu bestimmen. In unseren
beiden stationär betreuten Wohnhäusern für ehemals obdach- oder
wohnungslose Frauen können unsere Bewohnerinnen langfristig bzw.
dauerhaft ankommen und ihr Leben in größtmöglicher Selbstbestimmtheit
gestalten. Wir bieten den stabilen Rahmen und unterstützen
individuell dort, wo es gebraucht wird“, so Simon Blatzer,
Geschäftsführer des Wiener Hilfswerks über die Arbeit in der
Wohnungslosenhilfe.

„Vor allem Frauen, die in verdeckter Wohnungslosigkeit leben,
sind oft schwer zu erreichen. Ihre Wohnungslosigkeit bleibt häufig
lange unsichtbar. 2025 waren mehr als ein Drittel der FSW-Kund:innen
im Bereich Obdach- und Wohnungslosigkeit weiblich. Daher sind gerade
niederschwellige, frauenspezifische Angebote, die Schutz und
Sicherheit bieten und individuelle Unterstützung ermöglichen,
wichtig. Einrichtungen wie die Wohnhäuser Tivoligasse und
Bürgerspitalgasse des Wiener Hilfswerks leisten einen essentiellen
Beitrag, um ehemals wohnungslosen Frauen jene Stabilität und
Sicherheit zu geben die sie brauchen, und eröffnen damit neue
Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Ich gratuliere herzlich
zu einem Vierteljahrhundert dieser wertvollen Arbeit für Frauen in
unserer Stadt“, so Susanne Winkler, Geschäftsführerin im Fonds
Soziales Wien.

Zwtl.: Wohnungslosigkeit trifft Frauen anders

Wohnungslosigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche
Herausforderung. Besonders für Frauen ergeben sich große Problemlagen
und Risiken, gezielte Unterstützungsmechanismen sind nötig.
Einrichtungen wie das Haus Tivoligasse und das Haus Bürgerspitalgasse
schaffen einen sicheren Ort, an dem Frauen zur Ruhe kommen,
Stabilität gewinnen und mit professioneller Unterstützung an ihren
individuellen nächsten Schritten arbeiten. Dabei steht die einzelne
Person mit ihrer Lebensgeschichte und ihren Bedürfnissen im
Mittelpunkt. Die Unterstützung reicht von Fragen rund um das Wohnen
bis hin zu gesundheitlichen und sozialen Themen. Gemeinschaftliche
und kreative Angebote sind wichtiger Teil des Lebens in den Häusern.

„Das Schöne ist hier, dass man trotz allem für sich alleine sein
kann, wenn man das möchte. Man kann aber auch die Gemeinsamkeit
genießen und ist so eben nicht allein. Ich bin im Kloster
aufgewachsen und genieße das Gemeinsame. Ich wünsche mir, dass es in
der Tivoligasse noch mindestens 50 Jahre so weitergeht. Ohne die
großartigen Mitarbeiterinnen wären wir nur Leute, die hier im Haus
wohnen; durch sie wird aber alles sehr schön“, freut sich Frau
Schulz, langjährige Bewohnerin der Tivoligasse über das Jubiläum.

Zwtl.: Lange und vielfältige Geschichte der Wohnungslosenhilfe

Die beiden Jubiläen stehen stellvertretend für über 36 Jahre
kontinuierlicher Arbeit in der Wohnungslosenhilfe des Wiener
Hilfswerks. Über die Jahrzehnte haben sich gesellschaftliche
Rahmenbedingungen und Unterstützungsbedarfe verändert – der zentrale
Auftrag ist geblieben: Menschen in schwierigen Lebenssituationen
nicht alleine zu lassen und gemeinsam mit ihnen Wege zu Stabilität
und Selbstständigkeit zu entwickeln.

Die Wohnungslosenhilfe des Wiener Hilfswerks bietet neben den
stationär betreuten Wohnhäusern Tivoligasse, Bürgerspitalgasse und
Hausergasse auch das mobil betreute Wohnen, die soziale
Wohnungsverwaltung sowie das Kompetenzzentrum LAB65 für junge
wohnungslose Erwachsene und weitere Beratungsangebote und -projekte
an.

Wiener Hilfswerk
Das Wiener Hilfswerk ist eine gemeinnützige, soziale und neutrale
Organisation, die im Bereich der mobilen Pflege- und Sozialdienste,
in der Kinderbetreuung sowie in der Wohnungslosenhilfe tätig ist. Es
betreibt Tageszentren für Senior*innen, Seniorenwohngemeinschaften,
Nachbarschaftszentren, Freizeiteinrichtungen für Menschen mit und
ohne Behinderungen sowie Sozialmärkte (SOMA). Mit ihren
Sozialökonomischen Betrieben Haus- und Heimservice und SOMA 7 leistet
die Organisation auch einen wichtigen Beitrag zur
Arbeitsmarktintegration. Das Wiener Hilfswerk beschäftigt rund 2.000
haupt- und ehrenamtliche sowie freiwillige Mitarbeiter*innen. Weitere
Informationen: www.wiener.hilfswerk.at

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