FPÖ – Belakowitsch: „Pensionsdebatte verfehlt die Realität – Arbeitsplätze für Ältere statt pauschaler Erhöhung!“

Wien (OTS) – Die Aussagen von AMS-Chef Kopf in der gestrigen
ORF-Pressestunde
seien „nicht zielführend und gingen an der Lebensrealität vieler
Menschen vorbei“, kritisierte heute FPÖ-Klubobmannstellvertreterin
und freiheitliche Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch.
Während die Debatte über eine Anhebung des Pensionsalters geführt
werde, versäume es die Bundesregierung, die tatsächlichen Probleme am
Arbeitsmarkt für ältere Österreicher zu lösen.

„Die Diskussion über das Pensionsalter ignoriert die Fakten am
Arbeitsmarkt. Wir sehen bereits jetzt, dass die Anhebung des
Frauenpensionsalters zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser
Gruppe führt. Anstatt die Lebensleistung dieser Frauen zu würdigen,
werden sie mit einer Debatte konfrontiert, die ihre schwierige
Situation am Arbeitsmarkt ausblendet“, so Belakowitsch. Die von Kopf
positiv dargestellte Reform habe für tausende Frauen negative
Konsequenzen.

Als kritisch bewertete die freiheitliche Sozialsprecherin auch
den Zusammenhang, den Kopf zwischen Zuwanderung und Pensionsalter
herstellte: „Anstatt die hausgemachten Probleme am Arbeitsmarkt zu
lösen und unser Sozialsystem nachhaltig zu sichern, wird eine
Scheindebatte geführt. Kopf soll sich nicht vor laufender Kamera als
‚Möchtegernpolitiker und Politagiteur‘ aufspielen, sondern seine
Hausaufgaben erledigen. Kopf hat seit zwanzig Jahren bewiesen, dass
er es nicht kann. Unsere Bevölkerung benötigt Maßnahmen für den
Arbeitsmarkt der Generation 50+ – was hat Kopf hier vorzuweisen?“

„Wir brauchen eine Politik, die es Menschen ermöglicht, gesund
und mit einem sicheren Arbeitsplatz das gesetzliche Pensionsalter zu
erreichen. Dazu gehören Anreize für Unternehmen, ältere Arbeitnehmer
zu beschäftigen, eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts und eine
Stimmung in der Bevölkerung, die Sicherheit vermittelt. Diese ewigen
Debatten über eine Anhebung des Pensionsantrittsalters führen
einerseits zu einer massiven Verunsicherung und einer verminderten
Planbarkeit innerhalb der Bevölkerung und andererseits zur
frühestmöglichen ‚Flucht‘ in die Pension. Es muss endlich ein
transparentes und gerechtes Pensionssystem gelebt werden. Eine reine
Erhöhung des Antrittsalters löst kein einziges Problem, sondern
schafft nur neue Härten. Wir Freiheitliche stehen mit einem
Volkskanzler Herbert Kickl für eine Politik, die Leistung anerkennt
und sichere Pensionen garantiert“, erklärte Belakowitsch
abschließend.