Wien (OTS) – Wie kann das Wiener Nachtleben auch in Zukunft lebendig,
vielfältig
und zukunftsfähig bleiben? Dieser Frage widmete sich die Vienna Club
Commission beim Symposium „Perspektiven Wiener Nachtleben“ im
Wappensaal des Wiener Rathauses. Rund 100 Vertreter*innen aus
Politik, Verwaltung, Clubkultur, Nachtwirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft folgten der Einladung, um über die Zukunft des
Wiener Nachtlebens zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen konkrete
Fragen zu Stadtentwicklung, Standortsicherung, Lärmschutz, Förderung,
Internationalisierung, Sicherheit und Jugendkultur.
„Ein vielfältiges Nachtleben ist ein wesentlicher Bestandteil
einer lebendigen Stadt. Clubkultur schafft Räume für kulturelle
Entfaltung, Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt und bietet
insbesondere jungen Menschen Möglichkeiten zur Teilhabe und
Mitgestaltung“, betonen Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling anlässlich des Symposiums.
Das Symposium stand unter dem Leitmotiv „Nachtpolitik ist
Stadtpolitik“ und machte deutlich, dass Clubkultur längst ein
wesentlicher Bestandteil urbaner Infrastruktur, kultureller
Entwicklung und wirtschaftlicher Wertschöpfung ist. Ziel des
Symposiums war es, zentrale Akteur*innen an einen Tisch zu bringen
und gemeinsame Perspektiven für die Weiterentwicklung der Wiener
Nachtpolitik zu erarbeiten.
Clubkultur als kulturelle Ressource
„Clubkultur ist weit mehr als Freizeitgestaltung. Sie schafft
kulturelle Freiräume, ermöglicht künstlerische Innovation und bringt
Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen. Das Symposium hat
eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Potenzial der Wiener Clubkultur
ist und wie wichtig es ist, ihre Entwicklung gemeinsam
weiterzudenken“, betont Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin
Veronica Kaup-Hasler .
Jugendkultur braucht Freiräume
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling dazu: „Clubs, Konzerte und
Bars sind für viele junge Menschen Orte der Begegnung und des
Ausprobierens. Gerade dort treffen unterschiedlichste Lebenswelten
aufeinander, und genau das macht ein gutes Nachtleben auch zu einer
Frage von Integration und Teilhabe. Ein lebendiges und gut
funktionierendes Nachtleben gehört zu einer Stadt wie Wien dazu.“
Nachtpolitik als Standortfrage
Für den Landtagsabgeordneten und Gemeinderat Alexander Ackerl
zeigt das Symposium die Bedeutung des Themas für Stadtentwicklung und
Wirtschaftsstandort Wien: „Clubkultur und Nachtwirtschaft sind
wichtige Standortfaktoren für Wien – besonders für junge Menschen.
Sie schaffen Wertschöpfung, beleben Stadtteile und tragen zur
internationalen Attraktivität unserer Stadt bei.“
Fünf Jahre Vienna Club Commission: Bilanz und Ausblick
Das Symposium bildete zugleich den Rahmen für eine Bilanz der
ersten fünf Jahre Vienna Club Commission. Seit ihrer Gründung im Jahr
2022 arbeitet sie an der Schnittstelle von Politik, Verwaltung,
Clubkultur und Nachtwirtschaft und entwickelt Projekte zur Stärkung
des Wiener Nachtlebens. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem
Standortsicherung, Beratung, Vernetzung, Awareness-Arbeit sowie die
internationale Sichtbarkeit der Wiener Clubkultur.
„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie groß das Potenzial
gemeinsamer Nachtpolitik in Wien ist. Mit der Vienna Club Commission
ist eine Plattform entstanden, die unterschiedliche Perspektiven
zusammenführt und konkrete Lösungen entwickelt. Das Symposium war ein
wichtiger Schritt, um die nächsten Ziele in Richtung 24-Stunden-Stadt
gemeinsam zu definieren und die Zukunft des Wiener Nachtlebens aktiv
zu gestalten“, so Martina Brunner, Geschäftsführung der Vienna Club
Commission.
Die Ergebnisse der fünf thematischen Arbeitsgruppen werden nun
ausgewertet und fließen in die weitere Arbeit der Vienna Club
Commission ein. Im Fokus stehen dabei die langfristige Sicherung
clubkultureller Infrastruktur, faire Rahmenbedingungen für
Veranstalter*innen und Kulturschaffende sowie die Weiterentwicklung
einer zukunftsorientierten Wiener Nachtpolitik.