Österreichs IT-Sektor wächst doppelt so stark wie die Gesamtwirtschaft

Wien (OTS) – „Österreichs IT ist ein zentraler Wertschöpfungsmotor,
denn jeder
elfte Euro in Österreich wird durch IT erwirtschaftet. Damit schafft
unsere Branche Wohlstand, Einkommen und öffentliche Einnahmen, und
das direkt in den Unternehmen und über Zulieferer, Investitionen und
Konsum. Wer über digitale Transformation spricht, muss daher über
Standortpolitik sprechen“, betont Martin Puaschitz, IT-Sprecher des
Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und
Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
, anlässlich einer neuen Branchenstudie von Economica im Auftrag von
UBIT und dem Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI).

Die Studie zeigt die enorme volkswirtschaftliche Bedeutung des IT
-Sektors. Der IT-Sektor zählt mittlerweile zu den größten
Wirtschaftsbereichen des Landes. Seine Wertschöpfung übertrifft
bereits jene der Energieversorgung und liegt nahezu doppelt so hoch
wie jene der Baubranche. Insgesamt sind 322.513 Menschen direkt oder
indirekt in IT-Berufen beschäftigt – das entspricht mehr Menschen,
als die zweitgrößte Stadt Österreichs Einwohner hat. Die
Beschäftigung ist in den vergangenen sieben Jahren um 38 Prozent
gestiegen, die Wertschöpfung seit 2019 um 54 Prozent gewachsen.
Darüber hinaus generiert die Branche 14,7 Mrd. Euro an Steuern und
Abgaben. Das entspricht dem gesamten Körperschaftsteueraufkommen
Österreichs sowie 10,2 Prozent des gesamten Abgabenaufkommens des
Jahres 2025.

IT als Schlüsselindustrie des Standorts

„Die IT-Branche bildet das Rückgrat der digitalen Transformation.
Unsere Studie macht dies nun zum zweiten Mal in ihrem vollen Umfang
sichtbar: Der IT-Sektor im weiteren Sinn erwirtschaftet 40,5 Mrd.
Euro an Bruttowertschöpfung – das sind 8,85 Prozent der gesamten
Wirtschaftsleistung. Schon der Kernbereich der IT, etwa
Softwareentwicklung, Programmierung und IT-Beratung, übertrifft mit
16,5 Mrd. Euro die direkte Wirtschaftsleistung der Energieversorgung.
Die IT ist längst eine Schlüsselindustrie. Sie wächst seit 2019 real
um 18 Prozent und wirkt damit in herausfordernden Zeiten expansiv“,
ordnet Studienautor Prof. Christian Helmenstein die Ergebnisse
volkswirtschaftlich ein. Besonders stark ist die Branche in Wien
vertreten: Rund 50 Prozent der IT-Wertschöpfung und 43 Prozent der
Beschäftigung entfallen auf die Bundeshauptstadt. Helmenstein
verweist zudem auf die hohe Investitionsintensität des Sektors:
„31.500 Beschäftigte sichern mit überdurchschnittlichen Löhnen ein
leistungsfähiges IT-Ökosystem.“

Digitale Souveränität und Innovation stärken

„Die Studie bestätigt, was wir im VÖSI seit Jahren beobachten:
Österreichs IT-Branche ist ein zentraler Pfeiler unserer
wirtschaftlichen Zukunft. Mit 8,85 Prozent Anteil an der gesamten
Wertschöpfung und mehr als 322.000 Beschäftigten ist die IT ein
Schwergewicht der österreichischen Wirtschaft. Jeder Euro, der in IT
fließt, erzeugt überdurchschnittliche Effekte – direkt, indirekt und
induziert“, erklärt Doris Lippert, Präsidentin des VÖSI. Mit Blick
auf die Zukunft betont Lippert: „Diese Zahlen sind ein Auftrag:
Österreich braucht eine aktive Standortpolitik, die digitale
Souveränität stärkt, Fachkräfte sichert und Innovation beschleunigt.
Die IT-Branche ist bereit – und sie ist entscheidend für die
Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Digitale Souveränität ist kein
Luxus, sie ist eine Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort
Österreich.“

Auch Peter Lieber, Vizepräsident des VÖSI, unterstreicht die
Bedeutung der Branche: „Software ist heute weit mehr als eine eigene
Branche. Sie ist die Innovationskraft hinter Industrie, Gesundheit,
Energie und Verwaltung.“ Gleichzeitig macht er deutlich, dass dieser
Erfolg nicht selbstverständlich ist und weiterhin die richtigen
wirtschafts- und innovationspolitischen Rahmenbedingungen braucht.

Über den VÖSI

Der Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) ist
eine Interessensgemeinschaft der bedeutendsten österreichischen IT-
Unternehmen. 1986 gegründet, sind rund 50 große und mittlere Software
– und IT-Dienstleistungsunternehmen im VÖSI organisiert. Der VÖSI
bietet eine Verankerung in der IT-Szene für alle Mitglieder.
Österreichs wirtschaftliche Zukunft hängt wesentlich von eigener
Technologie- und Softwarekompetenz ab. Diskussionsplattform für
Branchenthemen, Networking und das zeitgerechte Erkennen von Trends
und Themen sind innerhalb des VÖSI wichtige Aufgaben. www.voesi.or.at

Über den Fachverband UBIT in der Wirtschaftskammer Österreich

Der Fachverband UBIT vertritt die Interessen der Unternehmen aus
Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie in
Österreich und setzt sich für moderne Rahmenbedingungen, Fachkräfte,
Innovation sowie die Sichtbarkeit der Branchenleistungen ein. (
PWK311/NIS)