FPÖ – Hauser: „EU verschweigt Mikroplastikproblem von Windrädern!“

Wien (OTS) – „Die EU-Kommission redet permanent von Umweltschutz,
Nachhaltigkeit
und der Bekämpfung von Mikroplastik. Gleichzeitig verschweigt sie
eines der größten Umweltprobleme der sogenannten Energiewende,
nämlich den Abrieb von Rotorblättern bei Windkraftanlagen und die
damit verbundene Freisetzung von Mikroplastik in Luft, Böden,
Gewässer und letztlich auch in die Nahrungskette“, erklärte der
freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser.

„Während Bürger und Unternehmen mit immer neuen Vorschriften,
Verboten und Auflagen drangsaliert werden, herrscht beim Mikroplastik
von Windrädern plötzlich betretenes Schweigen. Die Einheitsparteien
aus Schein-Konservativen, Sozialisten, Grünen und Liberalen sowie die
Mainstreammedien wollen darüber offenbar nicht sprechen, denn diese
Fakten passen nicht zum Märchen von der angeblich sauberen und völlig
ungefährlichen Windkraft“, kritisierte Hauser.

Der Freiheitliche verwies darauf, dass die EU-Kommission bereits
2021 im Rahmen des Green Deals ihr Null-Schadstoffziel für das Jahr
2050 beschlossen habe. Zudem trat 2025 eine EU-Verordnung zur
Verringerung der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik in Kraft.
„Einerseits werden Hersteller von Kunststoffprodukten mit immer neuen
Auflagen überzogen, andererseits ignoriert man die Umweltbelastung
durch Windkraftanlagen. Diese Doppelmoral ist an Heuchelei kaum zu
überbieten“, so Hauser.

Regen, Wind, Hagel sowie Sandpartikel in der Atmosphäre würden
bei Rotorgeschwindigkeiten von deutlich über 300 km/h wie
Schleifpapier wirken und laufend Material von den Rotorblättern
abtragen. „Die Folge sind Mikroplastikpartikel und zahlreiche
chemische Bestandteile der Verbundwerkstoffe, die großflächig in der
Umwelt verteilt werden. Darüber wird die Bevölkerung bewusst im
Unklaren gelassen“, meinte Hauser.

Besonders brisant sei, dass selbst die verfügbaren Studien
erhebliche Mengen an Abrieb dokumentieren würden. „Eine norwegische
Studie kommt zum Ergebnis, dass pro Windkraftanlage jährlich bis zu
62 Kilogramm Mikroplastik entstehen können. Hochgerechnet auf die
zehntausenden Windräder in Europa sprechen wir von gewaltigen Mengen,
die Jahr für Jahr in die Umwelt gelangen. Luft, Gewässer, Böden,
Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und letztlich der Mensch selbst
werden damit belastet“, warnte der Freiheitliche.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete kündigte eine parlamentarische
Anfrage an die EU-Kommission an. „Ich will wissen, warum die EU-
Kommission die Umweltverschmutzung durch Mikroplastik von
Windkraftanlagen systematisch ausblendet und wie gleichzeitig der
massive Ausbau der Windkraft zu den Umweltzielen passt. Die EU-
Kommission muss endlich Farbe bekennen. Geht es ihr tatsächlich um
den Schutz von Umwelt und Gesundheit oder um die Verteidigung eines
ideologischen Green Deal-Narrativs?“, so Hauser.