Wien (OTS) – Raiffeisen Immobilien hat auch heuer wieder die Preise
für
Eigentumswohnungen in den österreichischen Landeshauptstädten
analysiert. Dabei zeigen sich erhebliche Preisunterschiede zwischen
den Städten, aber auch zwischen neuen und gebrauchten Objekten.
Raiffeisen Immobilien, der größte Makler-Verbund Österreichs, hat
sich wieder auf die Suche nach den preisgünstigsten
Landeshauptstädten gemacht und in einer Analyse die aktuellen
Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen verglichen (Stand Juni
2026, Durchschnitt aus neuen und gebrauchten Objekten). Wer eine
Eigentumswohnung in einer österreichischen Landeshauptstadt kaufen
möchte, muss demnach mit erheblichen Preisunterschieden rechnen. Am
günstigsten ist Wohnungseigentum derzeit in St. Pölten, gefolgt von
Eisenstadt, Graz und Klagenfurt. Das höchste Preisniveau weist
Innsbruck auf, dahinter folgen Wien, Salzburg und Bregenz. Linz
positioniert sich mit einem Durchschnittspreis von 4.200 Euro/m 2 im
Mittelfeld.
Grundlage des Vergleichs sind durchschnittliche Kaufpreise pro
Quadratmeter für Wohnungen in den Monaten Jänner bis Juni 2026. Die
tatsächlichen Kaufpreise einzelner Wohnungen können jedoch, abhängig
von Lage, Baujahr, Zustand und Ausstattung deutlich von diesen
Durchschnittswerten abweichen.
Zwtl.: St. Pölten günstigste Landeshauptstadt
Mit Durchschnittspreisen von 2.800 Euro pro Quadratmeter ist St.
Pölten 2026 die günstigste österreichische Landeshauptstadt.
Gebrauchte Eigentumswohnungen bekommt man hier – je nach Lage, Größe
und Ausstattung – um etwa 1.700 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. Für
neue Wohnungen sind rund 3.800 bis 4.200 Euro/m 2 zu veranschlagen.
Auf den weiteren Plätzen folgen Eisenstadt mit durchschnittlich 3.400
Euro, Graz mit 3.600 Euro und Klagenfurt mit 3.900 Euro pro
Quadratmeter.
Zwtl.: Linz im österreichischen Mittelfeld
Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 4.200 Euro/m 2
positioniert sich Linz in der Mitte des Städtevergleichs. Deutlich
zeigt sich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt der
Preisunterschied zwischen neuen und gebrauchten Wohnungen: Während
man für eine neue Eigentumswohnung im Schnitt 5.500 Euro/m 2 bezahlt,
liegt das Preisniveau bei gebrauchten Eigentumswohnungen aktuell bei
rund 3.800 Euro/m 2 .
Zwtl.: Salzburg, Wien und Bregenz im oberen Preissegment
Mit deutlichem Abstand zu Linz beginnt in Salzburg, Wien und
Bregenz das obere Preissegment. In Salzburg und Wien muss man für den
Quadratmeter Eigentumswohnung im Schnitt etwa 5.500 Euro berappen, in
Bregenz sind es 5.200 Euro. In Salzburg geht die Preis-Schere
zwischen Neubau und gebrauchten Objekten weit auf. Für den
Quadratmeter Neubauwohnungen muss man in der Mozartstadt lt.
Raiffeisen Immobilien rund 8.000 bis 8.500 Euro kalkulieren,
gebrauchte Wohnungen werden mit etwa 5.000 bis 5.500 Euro
veranschlagt. Auch in Wien sind neue Bauträgerwohnungen mit rund
7.200 Euro pro Quadratmeter deutlich teurer als gebrauchte
Eigentumswohnungen mit rund 4.400 Euro.
In Bregenz kosten neue Eigentumswohnungen nach aktueller
Einschätzung der Raiffeisen Immobilien Expert:innen etwa 7.500 Euro
pro Quadratmeter. Gebrauchte Wohnungen sind deutlich günstiger zu
haben, nämlich, abhängig von Lage, Baujahr, Zustand und Ausstattung,
um 3.500 bis 5.700 Euro.
Zwtl.: Innsbruck bleibt teuerstes Pflaster
Unangefochten an der Spitze des Rankings steht Innsbruck. Mit
durchschnittlich 6.400 Euro pro Quadratmeter ist die Tiroler
Landeshauptstadt – wie schon in der Vorjahres-Analyse – die teuerste
im Vergleich. Die große Bandbreite innerhalb der Stadt zeigt sich
insbesondere beim Neubau: In guten Lagen werden derzeit rund 7.000
bis 9.000 Euro/m 2 veranschlagt, in Toplagen auch bis zu 12.000 Euro.
Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten in normalen bis mittleren Lagen
rund 5.500 bis 7.000 Euro, in guten Lagen etwa 7.000 bis 8.000 Euro/m
2 .
„Unsere Analyse zeigt sehr deutlich, wie unterschiedlich die
Eigentumsmärkte in Österreichs Landeshauptstädten sind. Während
Käufer:innen in St. Pölten oder Eisenstadt noch vergleichsweise
niedrige Einstiegspreise vorfinden, wirken sich in Städten wie
Innsbruck oder Salzburg knappes Angebot, hohe Grundstückspreise und
attraktive Lagen deutlich auf das Preisniveau aus. Gleichzeitig muss
man innerhalb jeder Stadt sehr genau zwischen Neubau und Bestand
sowie zwischen einzelnen Lagen unterscheiden. Ein Durchschnittswert
kann daher immer nur eine erste Orientierung sein“, erklärt Peter
Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich.
Zwtl.: Neu und gebraucht: deutliche Preisunterschiede
Der Vergleich zeigt zudem eine deutliche Preisschere zwischen
neuen und gebrauchten Wohnungen. Während etwa in Linz für eine neue
Eigentumswohnung im Schnitt rund 5.500 Euro pro Quadratmeter
anzusetzen sind, liegt eine gebrauchte Wohnung mit rund 3.800 Euro um
mehr als 1.700 Euro pro Quadratmeter darunter. In Klagenfurt werden
neue Wohnungen vom Bauträger im Erstbezug aktuell durchschnittlich
für ca. 5.200 Euro gekauft, gebrauchte Wohnungen hingegen sind um
knapp über 3.000 Euro/m 2 zu haben.
Bei Raiffeisen Immobilien führt man diese Entwicklung vor allem
auf die stark gestiegenen Baukosten zurück. Während gebrauchte
Wohnungen in zahlreichen Landeshauptstädten in den vergangenen Jahren
günstiger wurden, sorgen höhere Errichtungskosten und ein sinkendes
Angebot an Neubauprojekten dafür, dass neue Wohnungen teurer werden.
Im Neubausegment rechnet man bei Raiffeisen
