Vom Wissen zum Handeln: 3. AlpenKlimaGipfel bringt zukunftsweisende Projekte auf die Bühne

Zugspitze, Ehrwald, Tirol (OTS) – Zwei Tage lang wurde die Zugspitze
zum Treffpunkt für den Austausch
über die Zukunft des Alpenraums: Beim 3. AlpenKlimaGipfel vom 23. bis
zum 24. Juni 2026 stand die Frage im Zentrum, wie sich Erkenntnisse
in konkrete Verantwortung und umsetzbare Schritte übersetzen lassen.
Dementsprechend standen Macher:innen des Wandels, darunter die
Finalist:innen des erstmalig vergebenen Alps Future Awards, im
Mittelpunkt. Diskutiert wurden aktuelle Klimadaten,
Energiesouveränität, Risiken für Infrastruktur und Sicherheit, die
Transformation des Tourismus, Auswirkungen auf Sportereignisse sowie
Landwirtschaft und Kommunikation als Hebel für Veränderung.

Das Fazit war eindeutig: Der Alpenraum verfügt über Daten,
Konzepte und Pioniergeister – was nun zählt, ist die Entschlossenheit
zur Umsetzung. „Der Alpenraum ist kein abstraktes Forschungsobjekt –
er ist ein Lebensraum, der sich in Echtzeit verändert. Was wir jetzt
brauchen, sind der interdisziplinäre Austausch und der Mut für
Veränderung. Für beides ist der AlpenKlimaGipfel die perfekte Bühne“,
so Andrea Fischer (Wissenschaftlerin am Institut für
Interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW, Glaziologin,
Wissenschaftlerin des Jahres 2023, Advisory Board AlpenKlimaGipfel).

„Der diesjährige AlpenKlimaGipfel hat gezeigt, wie wichtig es
ist, den Dialog über die Zukunft des Alpenraums genau dort zu führen,
wo die Veränderungen sichtbar werden. Für die Tiroler Zugspitz Arena
ist es eine große Verantwortung, die Plattform für diesen Austausch
zu bieten – und zugleich ein starkes Signal, dass Tourismus,
Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam an Lösungen arbeiten“,
resümiert Theo Zoller , Obmann des Tourismusverbandes Tiroler
Zugspitz Arena.

„Mit seiner dritten Ausgabe hat sich der AlpenKlimaGipfel als
wichtige Plattform für Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und
Zukunftsfähigkeit im Alpenraum etabliert. Sein besonderes
Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung von Ort, Inhalt und
Akteuren. Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Tourismus, Sport, Medien
und Zivilgesellschaft kommen hier zusammen, um nicht nur über
Herausforderungen zu sprechen, sondern gemeinsam Lösungen zu
entwickeln“, betonte Ralf Roth (Leiter des Instituts für Outdoor
Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln,
Initiator des D-A-CH Netzwerks „Klima.Sport.Schnee“, Advisory Board
AlpenKlimaGipfel).

Zwtl.: F.acT-Impuls und hochkarätige Speaker:innen

Am zweiten Tag der Veranstaltung zählten unter anderem Dirk
Glaesser (UN Tourism), Markus Redl (Geschäftsführer ecoplus Alpin
GmbH), Jörn Prehn (Himmelseher Sportversicherungen), Ulrich Jakob
Zeni (Fachbereichsleiter Spezialkulturen und Markt
Landwirtschaftskammer Tirol) sowie Valentine Troi (Wissenschaftliche
Leitung des GRWONlabs) zu den Diskutant:innen. „Bis 2030 werden rund
37 Milliarden Reisen global erwartet – im Jahr 2016 waren es noch 20
Milliarden. Gerade deshalb ist die Verantwortung des Tourismus im
Bereich der Nachhaltigkeit enorm“, so Glaesser. Zugleich zeigten
Birgit Bosio (MCI Tourismus) und Jakob Hillebrand (Eurac Research) im
Rahmen des F.acT-Impulses mit den Tourismus-Observatorien in Tirol
und Südtirol, wie sich Erfolge künftig anders messen lassen. Passend
dazu diskutierten im Panel „Transformationsmodell Alpen“ unter
anderem Berno Stoffel (Seilbahnen Schweiz), Reinhard Klier (
Fachgruppe Seilbahnen WK Tirol), Sybille Wiedenmann (ProAllgäu GmbH &
Co), Tirols Umweltanwalt Johannes Kostenzer und Glaziologe Norbert
Span darüber, wie sich Wissen in Entscheidungen übersetzen lässt.

Wie stark sich Sicherheitsfragen verändern, zeigten Beiträge von
Gerhard Mössmer (Vorstand Österreichisches Kuratorium für Alpine
Sicherheit und Mitarbeiter Österreichischer Alpenverein, Abteilung
Bergsport), der „eine Art Vollkasko-Mentalität“ am Berg beobachtet,
und Hansueli Rhyner (WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung
und Bergführer), der dafür plädierte, Ferienzeiten an verschobene
Saisonlogiken anzupassen. Im Panel „Alpine Sportevents im
Klimastress“ spannte sich der Bogen von Versicherungsfragen bis zur
Athlet:innen-Perspektive, u. a. von der ehemaligen ÖSV-Rennläuferin
Mirjam Puchner .

Zukunftsforscher Klaus Kofler zeigte in seinem Talk zur
erfolgreichen Nachhaltigkeitskommunikation, warum es dafür auch neue
Bilder braucht: „Wenn Zukunft vor allem Angst macht, ziehen sich
Menschen zurück und bleiben in der Gegenwart stecken. Deshalb müssen
wir Menschen wieder befähigen, in positive Zukunftsräume einzutauchen
und Zukunft als gestaltbar zu erleben. Denn Menschen lernen nicht
allein über Argumente, sondern vor allem durch Erfahrungen.“ Konkrete
Beispiele dafür lieferten „True Impact Stories“ aus Landwirtschaft,
Forschung und Unternehmertum – u. a. von Martin Egger (Maschinenring
Tirol), Unternehmer Tobias Neuber (ACTANOL) und Mats Mosel (Protect
our Winters).

Zwtl.: Projekte mit Umsetzungskraft

Im Rahmen eines abschließenden Speeddatings präsentierten die
Finalist:innen und Gewinner:innen des Alps Future Awards ihre
Projekte einem breiten Fachpublikum – und unterstrichen damit das
Motto: des 3. AlpenKlimaGipfels „Tu es!“. Der Award wurde am Vorabend
(23. Juni 2026) in zwei Kategorien verliehen. Weitere Informationen
zu den ausgezeichneten Projekten und Gewinner:innen sind hier
zugänglich. „Der dritte AlpenKlimaGipfel war wieder getragen von
einem offenen Dialog auf Augenhöhe, welcher die Veranstaltung
auszeichnet. Als Lebensraum Tirol Gruppe ist es unser Anspruch,
diesen Schulterschluss von Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft weiter voranzutreiben, damit aus dem Dialog Schritt
für Schritt sichtbare Veränderungen werden“, so Martin Reiter ,
Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Gruppe.

Informationen zu den Speaker:innen 2026 sowie zum Programm sind
unter www.alpenklimagipfel.jetzt abrufbar. Weitere Pressenews auch
hier .

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at