Graz (OTS) – Die geplanten Budgetkürzungen der steirischen
Landesregierung sorgen
bei Beschäftigten in den Spitälern für große Besorgnis. Für das
Landesbudget 2027 sind Kürzungen von über 30 Millionen Euro
vorgesehen. Die reale Kürzung dürfte aufgrund steigender Preise aber
noch wesentlich höher liegen.
„Wer im Spital kürzt, trifft immer Personal und Patienten“, so
Hans-Jürgen Taschner, Fachbereichssprecher Gesundheit der vida
Steiermark und Betriebsratsvorsitzender der Barmherzigen Brüder in
Graz.
„Wir erleben seit Jahren, dass das Arbeitstempo zunimmt, die Zahl
der Patient:innen steigt und gleichzeitig immer weniger Personal zur
Verfügung steht. Viele Kolleg:innen arbeiten bereits heute am Limit –
in unserem Haus können sich laut einer aktuellen Umfrage seitens
Gewerkschaft nur noch 20% vorstellen, bis zur Pension in Vollzeit zu
arbeiten. Und wir sind alles andere als ein Einzelfall“, so der
Gewerkschafter.
Immer mehr Arbeit, immer weniger Personal
Die Belastung im Gesundheits- und Sozialbereich hat in den
vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig wird es
schwieriger, ausreichend Personal zu gewinnen und langfristig im
Beruf zu halten. Die Folgen sind nicht nur für die Beschäftigten
spürbar: Auch die Versorgung und die Wartezeiten geraten spürbar
unter Druck.
„Die Landesregierung verweist auf eine ‚schwierige Budgetlage‘.
Doch wann war es schon einmal die richtige Entscheidung, in Spitälern
zu kürzen? Betroffen davon sind wir alle – und das, während die
Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Das
Budget sollte einnahmenseitig, nicht ausgabenseitig saniert werden“,
so Gernot Acko von der Gewerkschaft vida.
„Mehr von uns ist besser für alle“
Gewerkschaft vida und ÖGB unterstützen eine Petition von Kolleg:innen
aus den Ordensspitälern gegen die Budgetkürzungen, die sich an die
politisch Verantwortlichen im Land richtet, und die breite
Öffentlichkeit zur Unterstützung aufruft.
Dort heißt es: „Wir fordern das nicht aus Bequemlichkeit oder
Luxus. Wir fordern es, weil viele Beschäftigte schon jetzt an ihrer
Belastungsgrenze arbeiten. Wir wollen auch in Zukunft für unsere
Patient:innen so da sein können, wie sie es verdienen. Denn mehr von
uns ist besser für alle!“
Link zur Petition: https://mein.aufstehn.at/p/stopp-
budgetkuerzungen