Schilling/Grüne: „Mitten in der Hitzewelle bremst die Bundesregierung den Kampf gegen den Klimakiller Methan“

Brüssel (OTS) – Beim heutigen Rat der EU-Energieminister:innen in
Luxemburg fordert
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner gemeinsam mit 12 weiteren
Mitgliedstaaten eine dreijährige Verschiebung der EU-
Methanverordnung. Ausgerechnet während die Menschen in Europa und
Österreich unter extremer Hitze leiden, stellt sich die
österreichische Bundesregierung damit auf die Seite der Öl- und
Gasindustrie und bremst eine der wirksamsten Maßnahmen zur Reduktion
von Methanemissionen. Die EU-Methanverordnung wurde erst 2024
beschlossen. Methan ist nach Kohlenstoffdioxid das zweitwichtigste
Treibhausgas und für 24 Prozent der Erderwärmung verantwortlich.

Die grüne Europaabgeordnete Lena Schilling kritisiert den Vorstoß
scharf: „Die Menschen in Österreich spüren die Klimakrise längst am
eigenen Körper. Kinder und Jugendliche sitzen in überhitzten
Klassenzimmern und versuchen, sich irgendwie noch auf den Unterricht
zu konzentrieren. Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen
fürchten jeden weiteren Hitzetag. Letzten Sommer starben laut AGES
fast 450 Menschen in Österreich an Hitze. Für das Wochenende werden
Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Und ausgerechnet jetzt will
die Bundesregierung strengere Regeln gegen Methan um drei Jahre
verzögern. Damit zeigt sie klar, wo ihre Prioritäten liegen: beim
Schutz der Profite von Öl- und Gaskonzernen statt beim Schutz der
Menschen. Mit diesem Vorstoß wird Österreich einmal mehr zur
Klimabremse auf EU-Ebene.“