Baden bei Wien (OTS) – In der neuen Ausstellung widmet sich das
Arnulf Rainer Museum in
Baden bei Wien ab 24. Oktober 2026 zwei prägenden
Künstlerpersönlichkeiten der österreichischen Kunstgeschichte: Arnulf
Rainer und Hermann Nitsch.
„Was längst überfällig war, wird hier nachgeholt“, fassen die
Kuratoren – Nikolaus Kratzer, Leiter der Kunstsammlung des Landes
Niederösterreich, und Kunstsammler Helmut Zambo – die Ausgangsidee
der Ausstellung zusammen. „Die Schau zeigt Rainer und Nitsch nicht
als aufeinanderfolgende Kapitel der österreichischen Kunstgeschichte,
sondern als zwei gleichzeitig pulsierende Positionen.“ Im Dialog
ihrer Werke wird Gemeinsames sichtbar: Prozess und Transformation,
Körper und Spur, Kreuz und Wunde sowie die Verschiebung von Kunst vom
Objekt hin zur Erfahrung.
Rund 120 Werke beleuchten die vielfältigen Berührungspunkte im
künstlerischen Schaffen von Arnulf Rainer und Hermann Nitsch.
Fotografien und Relikte aus Nitschs 6-Tage-Spiel aus dem Jahre 1998
finden sich neben Rainers Werkserien Face Farces und Body Poses der
1970er-Jahre. Gezeigt werden großformatige Kreuzbilder und
eindrucksvolle Malerhemden, die Spuren von Nitschs Aktionen erfahrbar
machen. Arbeiten aus Rainers Zyklus der Schwarzen Architektur werden
dem druckgrafischen Mappenwerk Die Architektur des Orgien Mysterien
Theaters von Nitsch gegenübergestellt. Highlights im ehemaligen
Frauenbad sind ein Schüttbild mit Malerhemd von Nitsch aus der
Sammlung Berkson sowie Rainers Werk Selbstbegräbnis oder
Christusleid, Christusfreud? , in dem Fotografie, Malerei und der
künstlerische Schaffensprozess untrennbar miteinander verschmelzen.
Die Kuratoren zur Ausstellung: „Die Ausstellung beleuchtet
bekannte und weniger geläufige Aspekte aus den OEuvres von Arnulf
Rainer und Hermann Nitsch. Zwischen Proportionsstudien und
Farbskalen, Face Farces und Schüttbildern, Kreuzen und Malhemden
ergeben sich Harmonien und Irritationen.“
Arnulf Rainer (1929-2025) und Hermann Nitsch (1938-2022) zählen
zu den weltweit bekanntesten Künstler:innen des 20. und beginnenden
21. Jahrhunderts. Arnulf Rainer gilt als Wegbereiter der informellen
Malerei in Österreich. Mit seinen seit den 1950er-Jahren entwickelten
Übermalungen erneuerte er die Malerei grundlegend und erlangte
weltweit Anerkennung. Hermann Nitsch war Mitbegründer des Wiener
Aktionismus und schuf mit dem Orgien Mysterien Theater eines der
bedeutendsten Gesamtkunstwerke der Nachkriegszeit. Als Aktionist,
Maler, Komponist und Bühnenbildner verband er Malerei, Musik,
Performance und Ritual zu einer Kunstform, die alle Sinne einbezieht.
Obwohl sie unterschiedliche Wege beschritten, verbindet sie die
radikale Erweiterung des Kunstbegriffs: Nicht nur das vollendete Werk
steht im Mittelpunkt, sondern auch der künstlerische Prozess und die
Frage, was ein Bild überhaupt ist. Heute sind die beiden insbesondere
als Pioniere der abstrakten Malerei bekannt: Arnulf Rainers
Übermalungen und Hermann Nitschs Schütt- und Rinnbilder sind fixe
Bestandteile des kunstgeschichtlichen Kanons.
Mit dieser Ausstellung präsentiert das Arnulf Rainer Museum einen
weiteren bedeutenden Teil der hochkarätigen Sammlung Zambo, die 2024
von den Landessammlungen Niederösterreich übernommen wurde.
Kuratoren: Nikolaus Kratzer, Leiter der Kunstsammlung des Landes
Niederösterreich, und Kunstsammler Helmut Zambo.
Pressebereich:
www.arnulf-rainer-museum.at/presse
Pressebilder zum Download:
https://celum.noeku.at/pinaccess/pinaccess.do?pinCode=Q8VUu49QhGGs
Pressebilder zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 24.10.2026/11:00
Uhr stehen ab dem 24.10.2026/18:00 Uhr zur Verfügung:
https://celum.noeku.at/pinaccess/pinaccess.do?pinCode=n6MZdoCpUfXX
Ausstellungseröffnung
Datum: 24.10.2026, 11:00 – 13:00 Uhr
Ort: Arnulf Rainer Museum
Josefsplatz 5, 2500 Baden
Url: https://www.arnulf-rainer-museum.at/de/kalender/ausstellungseroffnung/69386
Open House
Freier Eintritt, Führungen für Kunst- und Architekturfans,
Kreativstation für alle Altersgruppen.
Datum: 24.10.2026, 14:00 – 17:00 Uhr
Ort: Arnulf Rainer Museum
Josefsplatz 5, 2500 Baden
Url: https://www.arnulf-rainer-museum.at/openhouse
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at