Wien (OTS) – Work-Life-Balance, Quiet Quitting, Mental Health :
Gerade jungen
Menschen wird häufig eine überschwängliche Affinität zu diesen
Schlagwörtern am Arbeitsmarkt nachgesagt. Das übergeordnete Ziel
lautet „Psychische Gesundheit“ und betrifft nicht zuletzt alle
Generationen, von Babyboomern bis Alpha. Seit 1995 steht sie mit dem
ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) in der Pflicht der Arbeitgeber.
Auch nach gut 20 Jahren nehmen jedoch nicht alle Unternehmen ihre
Verantwortung wahr.
Eine Studie im Auftrag der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2024
zeigt: Nur 70% der Unternehmen evaluieren regelmäßig die psychischen
Belastungen ihrer Mitarbeitenden. „Wichtiger als die Evaluierung ist
aber die Maßnahmensetzung“ , erklärt Arbeits- und
Organisationspsychologe MMag. Christian Pasteka , „Zu wissen, was los
ist, ist die eine Sache. Eine sinnvolle Anwendung des ASchG findet
aber nur dann statt, wenn die Ergebnisse echte Verbesserungen
bewirken. Ansonsten ist es rein bürokratisches Abarbeiten von
Vorschriften ohne Wirkung.“
Pasteka berät Unternehmen in der Umsetzung der Evaluierung
psychischer Belastungen . „Die Daten landen zu oft in der Schublade.
Wir müssen davon ausgehen, dass maximal ein Drittel der Unternehmen
einen echten Nutzen aus den Evaluierungen zieht.“ Die Evaluierung der
psychischen Belastungen ist für Unternehmen verpflichtend und sollte
sinnvoll genutzt werden: „Der Nutzen geht weit über die gesetzliche
Pflicht hinaus. Wir gehen dafür in mehreren Schritten vor“ ,
erläutert Pasteka.
Im ersten Schritt werden die Belastungen mit einem
standardisierten Fragebogen erhoben. „Wichtig ist hier das Vertrauen
der Mitarbeitenden: Die Anonymität der Antworten muss garantiert
werden.“ Pasteka arbeitet in diesem Schritt mit robin mood : Das
Befragungstool bietet die nötigen Fragebögen und garantiert
zertifizierte Anonymität .
Anschließend werden die Daten ausgewertet und Handlungsfelder
abgeleitet . „Alle Beteiligten müssen von Anfang an eingebunden
werden. Transparente Kommunikation ist das A und O, damit gesetzte
Maßnahmen von allen mitgetragen werden“ , betont Pasteka. Aus den
Handlungsfeldern entstehen konkrete Maßnahmen. Pasteka begleitet die
Prozesse bis zum Management. Dann geht es in die Umsetzung .
Transparenz ist auch bei der Umsetzung ein entscheidender Faktor:
„An dieser Stelle muss Mitarbeitenden klar sein: Warum wird etwas
geändert? Welchen Zweck verfolgen diese Maßnahmen?“ Bei einer
durchdachten Umsetzung in Kombination mit klarer Kommunikation wird
aus einer lästigen gesetzlichen Pflicht eine wichtige Strategie, um
die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig
sicherzustellen und so Stabilität im Betrieb zu gewährleisten.