NEOS: Neue Initiative stärkt Austausch und Vernetzung zwischen Schulen in Europa

Wien/Brüssel/Straßburg (OTS) – Europa beginnt im Klassenzimmer: Mit
dem geplanten EU-Pilotprojekt
„European Schools Alliances“ sollen Schulen aus unterschiedlichen
Mitgliedstaaten künftig enger und langfristiger zusammenarbeiten.

Der Ausschuss für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament
setzt dabei auf mehr Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern
sowie Lehrkräften, die Stärkung demokratischer Kompetenzen und
bessere Bildungschancen für alle jungen Menschen. Zusätzlich werden
ländliche und strukturschwache Regionen stärker gefördert werden.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr sieht darin eine wichtige
Ergänzung zu den Bildungsreformen in Österreich: „Unsere Kinder und
Jugendlichen brauchen eine Bildung, die sie auf die Herausforderungen
von morgen vorbereitet. Dazu gehören starke Grundkompetenzen genauso
wie kritisches Denken, Medienkompetenz und Demokratiebildung. Wenn
Schulen über Grenzen hinweg voneinander lernen, profitieren davon
Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte. Europäische
Schulallianzen können neue Möglichkeiten eröffnen, innovative
Unterrichtsmethoden auszutauschen und Bildung gemeinsam
weiterzuentwickeln.“

Für NEOS-Europaabgeordneten Helmut Brandstätter ist insbesondere
die Stärkung des europäischen Bewusstseins und der demokratischen
Teilhabe entscheidend: „Europa darf für Schülerinnen und Schüler
nicht nur ein Kapitel im Schulbuch sein. Sie müssen Europa in seiner
Vielfältigkeit erleben. Wer andere Länder, Kulturen und Perspektiven
kennenlernt, entwickelt Verständnis füreinander und ein Bewusstsein
für unsere gemeinsamen demokratischen Werte.“

NEOS-Europaabgeordnete Anna Stürgkh betont die Bedeutung von
Chancengerechtigkeit und niederschwelligen Austauschmöglichkeiten:
„Europa – das ist nichts Abstraktes, es ist für alle da, egal welchen
Alters. Davon zu profitieren, darf kein Privileg für wenige sein, –
egal ob ein Kind in einer Großstadt oder in einer ländlichen Region
aufwächst und welche finanziellen Möglichkeiten seine Familie hat.
Europäische Schulallianzen sollen gerade jenen Schulen und jungen
Menschen neue Türen öffnen, die bisher weniger Zugang zu
internationalen Austauschprogrammen hatten. So stellen wir sicher,
dass nachrückende Generationen Europa demokratisch mitgestalten
wollen.“

Dauerhafte Zusammenarbeit statt einzelner Projekte

Die geplanten Europäischen Schulallianzen sollen über bisherige
projektbezogene Kooperationen hinausgehen und langfristige
Partnerschaften zwischen Schulen ermöglichen. Vorgesehen sind unter
anderem gemeinsame Unterrichtsprojekte, Schüler- und
Lehrkräfteaustausch, digitale Zusammenarbeit sowie die Entwicklung
und Verbreitung innovativer Lehrmethoden.

NEOS sehen in den Europäischen Schulallianzen eine zusätzliche
Möglichkeit, europäische Zusammenarbeit im Schulalltag zu verankern
und Schulen beim Austausch guter pädagogischer Praxis zu
unterstützen.