Nasse Fenster trotz Lüften: Warum Kondenswasser am Glasrand beginnt

Wien (OTS) – Mit Beginn der Heizsaison häufen sich wieder Meldungen
über nasse
Fenster, obwohl regelmäßig gelüftet wird. Betroffen sind vor allem
Neubauten, sanierte Altbauten mit dichten Fenstern und Wintergärten.
Die Ursache liegt bei Isolierglas meist am Scheibenrand: Er kühlt
stärker ab als die Mitte und unterschreitet zuerst den Taupunkt.

Zwtl.: Der Rand als Schwachstelle

Randverbund, Glasleiste und Rahmen leiten Wärme nach außen ab.
Wärmebilder aus einem Sachverständigengutachten zeigen bei 20 °C
Raumtemperatur 18 bis 19 °C in der Scheibenmitte, am Rand nur 12 bis
15 °C. Bei 60 Prozent Luftfeuchte liegt der Taupunkt bereits bei rund
12 °C.

Zwtl.: Lüften allein reicht oft nicht

Der gerichtlich zertifizierte Sachverständige DI Günther
Apfelbacher hielt in einem von T-STRIPE beauftragten Gutachten fest,
dass Empfehlungen meist pauschal auf Lüften verweisen, ohne zu
prüfen, ob dies im Alltag umsetzbar ist. Für Hausverwaltungen folgt
oft die Frage: Nutzerverhalten oder Baumangel?

„Lüften bleibt wichtig, ändert aber nichts an der Temperatur am
Glasrand“, sagt Nikolaus Krebs, Geschäftsführer der T-STRIPE GmbH.
„Wer jeden Morgen nasse Ränder hat, sollte zuerst Luftfeuchte und
Luftzirkulation prüfen, etwa ob Vorhänge oder Fensterbänke die
Heizungsluft abschirmen.“

Zwtl.: Maßnahmen am Glasrand

Reicht das nicht, kann der Glasrand gezielt erwärmt werden. Ein
dünnes Heizelement wird entlang der Scheibe verlegt und per
Thermostat über dem Taupunkt gehalten. Eingesetzt wurde das Verfahren
etwa in den Dachfenstern des mumok – Museum moderner Kunst Stiftung
Ludwig Wien.

Zwtl.: Über T-STRIPE

Die T-STRIPE GmbH in Wien entwickelt seit 2004 Fensterheizsysteme
gegen Kondenswasser. Weltweit wurden über 30.000 Fenster
ausgestattet. www.t-stripe.com

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