MERCUR 2026: Innovation „Made in Vienna” als Motor für den Standort

Wien (OTS) – „Innovation in Wien bedeutet nicht nur gute Ideen zu
haben, sondern
diese auch erfolgreich auf den Markt zu bringen und echten Nutzen zu
stiften“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien
anlässlich der Verleihung des diesjährigen MERCUR Awards. Der
Innovationspreis der WK Wien macht sichtbar, wie eng technologische
Entwicklung, wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Mehrwert
miteinander verbunden sind.

„Wien ist ein Standort, der Innovation ermöglicht. Unsere
Unternehmen nutzen dieses Umfeld, um Lösungen mit internationaler
Strahlkraft zu entwickeln. Das beweisen die Gewinner des MERCUR jedes
Jahr aufs Neue“, sagt Ruck: „Diese Innovationskraft ist eine der
Säulen für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Stadt.“

Heuer gab es 87 Einreichungen für den MERCUR Innovationspreis in
den Kategorien Kreativität, Gesundheit, Nachhaltigkeit und
Digitalisierung. Wie bereits in den Vorjahren ermittelte das
Industriewissenschaftliche Institut auf Basis eines
wissenschaftlichen Bewertungssystems die besten Projekte. Den Siegern
winkt ein Preisgeld in der Höhe von 8.000 Euro.

Die Preisträger des MERCUR 2026

Kategorie Kreativität
Mass Tech Innovations GmbH – „Mass Tech Innovations – Redefining the
Socket Standard”

Die Bauweise von Steckdosen blieb über Jahrzehnte hinweg
weitgehend unverändert. Mass Tech Innovations durchbrach dieses
Muster und ermöglichte einen Paradigmenwechsel. Die ausfahrbare,
flächenbündig integrierte Steckdose hat eine Einbautiefe von nur 19
Millimeter und kann erstmals in dünne Oberflächen wie Möbel oder
Tischplatten integriert werden.

Kategorie Gesundheit
nagene GmbH – „Next-Generation DNA Synthesis Platform for Complex
Genes and GMP Applications”

Die Herstellung synthetischer DNA ist eine Schlüsseltechnologie
der modernen Biotechnologie und hat ihre Tücken. Die neuartige
Plattform ist gezielt auf lange und hochkomplexe DNA-Sequenzen
ausgerichtet. Dadurch können komplexe Gene schneller, zuverlässiger
und in höherer Qualität hergestellt werden. Das eröffnet neue
Perspektiven – etwa für mRNA- und DNA-Therapeutika, Zell- und
Gentherapie sowie Impfstoffentwicklung.

Kategorie Nachhaltigkeit
Wohnio GmbH – „Wohnio: KI und IoT-basierte Heizoptimierung für den
mehrgeschoßigen Wohnbau“

Rund 80 Prozent der Heizsysteme in mehrgeschoßigen Wohnbauten
laufen derzeit ineffizient, verursachen hohe Betriebskosten und
belasten die Umwelt. Die Technologie kombiniert minimal-invasive IoT-
Hardware, cloudbasierte Optimierung und einen digitalen Zwilling der
Heizanlage. Gesteuert wird sie direkt im Heizkeller, ohne in
Wohnungen oder den laufenden Betrieb einzugreifen. Mieter profitieren
von einer Heizkostenreduktion um bis zu 30 Prozent. Pro Gebäude
werden rund 16 Tonnen CO2 eingespart.

Kategorie Digitalisierung
Nejo FlexCo – „Nejo – der KI-Kompass für den österreichischen
Arbeitsmarkt”

Derzeit bleibt der Großteil der offenen Stellen für Jobsuchende
unsichtbar, da viele Positionen nicht auf klassischen Jobportalen
veröffentlicht werden. Die Technologie kombiniert automatisiertes
Crawling von Karriereseiten und Online-Quellen, einen Echtzeit-Index
des Arbeitsmarktes und eine KI-gestützte Analyse und Verarbeitung der
Stellenanzeigen. Damit wird der „Hidden Job Market“ erstmals
systematisch sichtbar und für Jobsuchende zugänglich und es entstehen
Echtzeit-Einblicke in tatsächlich nachgefragte Skills.

Mehr als 35 Jahre Tradition
Der MERCUR Innovationspreis wird seit 1987 jedes Jahr an die
innovativsten Betriebe Wiens vergeben. Insgesamt gab es bereits 245
Preisträger. Wiener Unternehmen können sowohl Produkt- als auch
Prozessinnovationen einreichen; vorausgesetzt, die eingereichten
Projekte sind entweder bereits auf dem Markt oder eine
wirtschaftliche Verwertung steht unmittelbar bevor.

Mehr Infos: wko.at/wien/mercur