In Österreich wird die Nachfrage nach Obst und Gemüse nur zu 55 Prozent durch Erzeugung im Inland befriedigt

Wien/Vösendorf (OTS) – Bei Fleisch und Milch gibt es eine
Überproduktion. = Versagen der
Landwirtschaftspolitik!

Fleisch benötigt viel mehr Energie als Gemüse! Um ein Kilo
Rindfleisch zu erzeugen, muss je nach Region 12- bis 15-mal so viel
Energie (Futtermittel etc.) eingesetzt werden; ökologisch ist das
viel belastender!

Der heurige Sommer ist noch lange nicht ausgestanden! Es fehlt an
Futter (Heu) für Rinder, und die Produktion von Futtermais für
Nutztiere verstärkt die Auslaugung der Böden.

Aus vielen Gründen wäre die Selbstversorgung bei Gemüse und Obst
notwendig und sinnvoll. In den Programmen der Regierung (Anreize zum
Umstieg und Hilfe beim Umstieg) findet man nichts davon! Fast die
Hälfte des Gemüses muss mit energieintensiven Transporten eingeführt
werden, oft auch mit chemischen Belastungen! Der pflanzliche
Bioproduktion im Inland sollte uns in Zeiten wie diesen etwas Wert
sein.

Dass diese Regierung nicht in der Lage war, sich lange vor der
öffentlichen Ankündigung der Schließung des ARDO-Werks im Sinn der
bäuerlichen Gemüsebetriebe und der Arbeitskräfte einzuschalten und
eine nachhaltige Lösung – etwa in der Art einer Genossenschaft –
auszuarbeiten, ist ein Armutszeugnis!

Statt Unsummen in AMA-Marketingwerbung zu stecken, wäre hier
Hilfe angesagt:

Das hätte einen Wert!

Ansonsten ist die Werbung für mehr Pflanzliches völlig
unglaubwürdig!

Landwirtschaftsminister Totschnig lässt Österreichs Bauern im
Stich. Egal ob Mercosur oder in Sachen Ardo.