Wien (OTS) – – Höhere Jobsicherheit: 70 % der Arbeitnehmenden in
Österreich fühlen
sich sicher in ihrem Job.
– Wachsende finanzielle Belastung : Nur einem Drittel der heimischen
Befragten bleibt am Ende des Monats noch Geld übrig.
– Sinkende Motivation : Lediglich 49 % freuen sich auf die Arbeit, im
Vorjahr waren es noch 66 %.
– Geschlechterspezifische Unterschiede bei Karriereforderungen : 36 %
der Männer würden nach einer Beförderung fragen, bei den Frauen nur
16 %.
– Begrenzte Weiterbildungsmöglichkeiten : Nur knapp die Hälfte der
Beschäftigten ist der Ansicht, ausreichend Zugang zu Weiterbildungs-
und Entwicklungsmöglichkeiten zu haben.
Österreichs Beschäftigte blicken mit gemischten Gefühlen auf die
Arbeitswelt. Trotz hoher Lernbereitschaft sinken Zufriedenheit und
Motivation im Job. Begrenzte Weiterbildungs- und
Entwicklungsmöglichkeiten sowie zunehmender finanzieller Druck
belasten die Arbeitsmoral. Das zeigen die Ergebnisse der diesjährigen
„Global Workforce Hopes and Fears Survey 2026“ von PwC, für die
nahezu 50.000 Beschäftigte in 48 Ländern befragt wurden – darunter
über 800 Arbeitnehmende in Österreich.
Während in Österreich die Jobsicherheit im vergangenen Jahr noch
das wichtigste Kriterium in der Arbeitswelt war, stehen in diesem
Jahr Gehalt und Benefits an erster Stelle. Allerdings fühlen sich nur
40 % der heimischen Arbeitnehmenden fair entlohnt und nur 34 % haben
am Monatsende noch Geld übrig. Das bedeutet einen deutlichen
Wohlstandsverlust gegenüber den Vorjahren 2025 (38 %) und 2024 (44 %)
. Für mehr als die Hälfte wirken sich die steigenden
Lebenserhaltungskosten auch auf ihre Arbeitsmoral aus. Dafür hat sich
das Sicherheitsgefühl im Job gegenüber dem Vorjahr von 63 % auf 70 %
deutlich verbessert.
„Die Menschen spüren die Inflation im alltäglichen Leben. Dass
Gehalt und Benefits nun an erste Stelle rücken, ist daher wenig
überraschend. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass Arbeitnehmende
bei Gehaltsforderungen sehr zurückhaltend sind. Hier sind Unternehmen
gefordert, faire und transparente Vergütungsstrukturen zu schaffen“,
ordnet Sophie Landsteiner, Workforce Transformation Lead bei PwC
Österreich, ein.
Zwtl.: Geschlechterunterschiede bei Karriereforderungen
Beim aktiven Eintreten für Gehalts- und Karriereschritte zeigt
sich hierzulande ein deutlicher geschlechtsspezifischer Unterschied.
38 % der Männer würden sehr wahrscheinlich eine Gehaltserhöhung
einfordern, bei den Frauen sind es nur 23 %. Bei der Beförderung
zeigt sich ein ähnliches Bild: Männer (36 %) würden eher nach einer
Promotion fragen als Frauen (16 %).
Auffällig ist zudem, dass Männer im Vergleich zum Vorjahr
deutlich ambitionierter sind: Der Anteil derjenigen, die sehr
wahrscheinlich eine Beförderung ansprechen würden, lag bei nur 23 %
und ist somit um 13 Prozentpunkte gestiegen. Bei Frauen ist hingegen
kein nennenswerter Unterschied zum Jahr 2025 zu verzeichnen. Die
geschlechterspezifische Lücke zeigt sich also nicht nur im Ergebnis,
sondern bereits in der Absicht und Bereitschaft, eine Gehaltserhöhung
oder Beförderung aktiv einzufordern.
Zwtl.: Veränderungsbereitschaft trifft auf begrenzte
Entwicklungsmöglichkeiten
Trotz der angespannten finanziellen Lage zeigen Österreichs
Beschäftigte eine hohe Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln. Die
Hälfte der Befragten ist bereit, sich an neue Arbeitsweisen
anzupassen. 41 % haben sich in ihrer aktuellen Rolle bereits neue
Fähigkeiten angeeignet, 32 % neue Tools und Techniken erlernt. Diesem
Engagement stehen allerdings mangelnde Rahmenbedingungen gegenüber.
Nur knapp die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass sie
ausreichend Zugang zu Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
haben. Eine Diskrepanz wie diese spiegelt sich auch in der
Zufriedenheit und Motivation der Arbeitnehmenden wider: Während im
Vorjahr noch 71 % zufrieden mit ihrem Job waren, sind es in diesem
Jahr nur noch 64 %. Lediglich 49 % freuen sich auf die Arbeit, 2025
waren es noch 66 %.
„Die Bereitschaft für Veränderung und Weiterentwicklungen unter
den Beschäftigten ist vorhanden, jetzt braucht es die notwendigen
Rahmenbedingungen in den Unternehmen. Investitionen in Weiterbildung
und eine faire Entlohnung sind entscheidend, um die Motivation und
Zufriedenheit zu steigern und die Mitarbeitenden langfristig zu
binden”, schließt Landsteiner.
Über die Studie
Weitere Informationen zur Studie: Die PwC-Studie „Global
Workforce Hopes and Fears Survey 2026” basiert auf Antworten von
49.364 Beschäftigten aus 48 Ländern und Regionen sowie 29 Branchen,
darunter 805 aus Österreich. Die Befragung wurde im Mai und Juni 2026
durchgeführt. Die Ergebnisse wurden proportional zur Geschlechter-
und Altersstruktur der erwerbstätigen Bevölkerung in den jeweiligen
Ländern und Regionen gewichtet. Dadurch wird sichergestellt, dass die
Sichtweisen der Beschäftigten die großen geografischen Regionen
insgesamt weitgehend repräsentativ abbilden.
Weitere Informationen zur Studie: https://direkt.pwc.at/hopes-and
-fears
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