FW-Langthaler: Schultz zündet Nebelgranaten statt die Wirtschaftskammer zu reformieren!

Wien (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft übt deutliche Kritik an
WKÖ-Präsidentin
Martha Schultz und ihrer jüngsten Forderung, die Sommerferien von
neun auf sechs Wochen zu verkürzen.

Während Österreichs Unternehmer unter hohen Lohnnebenkosten,
explodierenden Energiepreisen, ausufernder Bürokratie und einer
massiven Standortkrise leiden, beschäftigt sich die Spitze der
Wirtschaftskammer mit der nächsten gesellschaftspolitischen
Nebendebatte.

Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Solche Forderungen
wirken zunehmend wie Nebelgranaten, die von den tatsächlichen
Problemen des Wirtschaftsstandortes und vor allem von der dringend
notwendigen Reform der eigenen Wirtschaftskammer ablenken.

Martha Schultz sollte ihre Energie dort einsetzen, wo sie
unmittelbar etwas verändern kann: in der eigenen Organisation. Statt
Forderungen an die Bundesregierung zu richten, die anschließend
folgenlos in Schubladen verschwinden, braucht es endlich konkrete und
messbare Reformen innerhalb der WKÖ.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher einen echten Kammer-
Kassasturz. Sämtliche Strukturen, Rücklagen, Beteiligungen,
Funktionärsebenen und Doppelgleisigkeiten zwischen WKÖ,
Landeskammern, Sparten und Fachorganisationen gehören auf den
Prüfstand.

Kammerumlagen müssen deutlich sinken, parallele
Verwaltungsstrukturen abgebaut, Funktionärsebenen reduziert und
Rücklagen, Beteiligungen, Bezüge und Kosten vollständig offengelegt
werden. Einsparungen dürfen nicht im System versickern, sondern
müssen unmittelbar bei den Mitgliedsbetrieben ankommen.

Gleichzeitig muss die Wirtschaftskammer wieder das tun, wofür sie
da ist: mit maximalem politischen Druck für niedrigere
Lohnnebenkosten, wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie
und echte Entlastungen für KMU und EPU kämpfen.

FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler abschließend: „Frau
Präsidentin Schultz, Österreichs Unternehmer brauchen keine neuen
Nebelgranaten und keine Ablenkungsdebatten über Sommerferien. Sie
brauchen endlich eine Wirtschaftskammer, die günstiger, schlanker und
schlagkräftiger wird und gegenüber der Bundesregierung mit Nachdruck
für den Standort kämpft. Kehren Sie zuerst vor der eigenen Tür:
Kammer reformieren, Beiträge senken, Strukturen abbauen und den
Unternehmern wieder eine starke Stimme geben!“