Digitale Ausbildung ohne Sprachgrenzen: Interreg-Projekt ILL zeigt, wie Europa Fachkräftequalifikation neu denkt

Wien / München (OTS) – Ein digitales Ausbildungssystem, das
Sprachbarrieren überwindet und
Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht: Das EU-geförderte Interreg-Projekt
ILL zeigt, wie grenzübergreifende Zusammenarbeit die
Fachkräftequalifikation in Europa neu gestaltet.

Wie europäische Zusammenarbeit ganz konkret Wirtschaft stärkt und
Sicherheit verbessert, zeigt das Projekt ILL (Interregional Lifelong
Learning) , das im Rahmen der Initiative EUconomy –
Partnerships4Prosperity vorgestellt wird. ILL steht exemplarisch für
die Ziele der EU-Kohäsionspolitik: Regionale Unterschiede abbauen,
Innovation fördern und Menschen grenzübergreifend bessere Chancen
eröffnen.

Digitale Qualifizierung für eine internationale Branche

Gefördert durch Interreg Bayern–Österreich entwickelt ILL ein
digitales, mehrsprachiges Ausbildungssystem für Bedienerinnen und
Bediener von Hubarbeitsbühnen, Ladekränen und Turmdrehkränen. Die Bau
– und Logistikbranche ist europaweit mit Fachkräftemangel und
Sprachbarrieren konfrontiert – gleichzeitig ereignen sich jährlich
zehntausende Arbeitsunfälle in diesem Bereich. ILL begegnet diesen
Herausforderungen mit einer Online-Lernplattform, auf der Schulungen
flexibel und in mehreren Sprachen absolviert werden können. Aktuell
stehen die Inhalte in sechs Sprachen zur Verfügung.

Standardisierung schafft Sicherheit

Kern des Projekts ist die Standardisierung von
Ausbildungsinhalten über Ländergrenzen hinweg. Obwohl nationale
Vorschriften variieren, bleiben Risiken im Arbeitsalltag
vergleichbar. Die Plattform trägt dazu bei, Sicherheitsstandards zu
vereinheitlichen und Qualifikationen leichter zugänglich zu machen.
Seit der Einführung vor rund zwei Jahren verzeichnet das Projekt etwa
3.000 Zugänge und ausgestellte Scheine pro Jahr. Unternehmen
profitieren dabei besonders von der digitalen und mehrsprachigen
Struktur.

Kohäsionspolitik als Innovationsmotor

ILL zeigt, wie EU-Kohäsionspolitik digitale Innovation,
wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und soziale Inklusion in
Grenzregionen zugleich voranbringt – und wie europäische Förderung zu
einem übertragbaren Modell für eine sichere und zukunftsfähige
Arbeitswelt wird.

Über das Projekt

Das Projekt „EUconomy – Partnerships4Prosperity“ stellt in
multimedialen Content-Paketen über zwölf Monate hinweg EU-Initiativen
aus Deutschland und den Nachbarländern Österreich, Polen, Tschechien,
Dänemark und Frankreich vor. Die Inhalte beleuchten zentrale Themen
wie Wirtschaft, Innovation, Nachhaltigkeit, berufliche Bildung und
digitale Transformation und stehen Medien kostenlos zur Verfügung.