Wien (OTS) – „Kuratierte Buchhandlungen tragen wesentlich dazu bei,
dass
Leserinnen und Leser neben Bestsellern auch regionale und
Publikationen mit kleinerer Auflage entdecken. Sie sorgen damit für
Vielfalt am Buchmarkt und machen Literatur sichtbar, die sonst oft
unter dem Radar bleiben würde“, sagt Kristina Macherhammer-Hochwarter
anlässlich des Tages der Buchhandlungen, der am 8. Oktober wieder
begangen wird.
Buchhandlungen sind und bleiben ein wichtiger Wirtschafts- und
Kulturfaktor. In Wien gibt es rund 400 Buchhandlungen, die aus den
rund 8.000 Neuerscheinungen österreichischer Verlage die für ihre
Kunden interessanten Bücher auswählen.
E-Books und Druckwerke bestehen parallel
Eine bis ins Jahr 2030 gehende österreichweite Prognose zeigt, dass E
-Books auf immer breitere Akzeptanz stoßen, und das digitale Lesen
ein zunehmend wichtiger Bestandteil des Buchmarktes wird. Während die
Zahl der Nutzer von E-Books laut Prognose von 1,4 Millionen im Jahr
2020 auf 2,19 Millionen im Jahr 2030 steigt, bleiben gedruckte Bücher
mit 3,29 Millionen Lesern weiterhin das meistgenutzte Format.
Gedruckte Bücher bleiben dennoch weiterhin das meistgenutzte Format.
Der Buchhandel steht also nicht vor einem „Entweder-Oder“, sondern
beide Formate – Print- und E-Book bestehen nebeneinander. Das
klassische Buch behauptet seine starke Stellung, während E-Books neue
Lesergruppen erschließen.
Lesen kann mehr als Abenteuer im Kopf
Wer regelmäßig Romane und Geschichten liest, verbessert nicht nur
seine Sprachkompetenz, sondern fördert auch Empathie, soziale
Fähigkeiten und geistige Fitness sowie das persönliche Wohlbefinden.
Deshalb sollte der Zugang zu Büchern sowie die Leseförderung bei
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gesellschaftlich unterstützt
werden. Das geht aus der in diesem Jahr veröffentlichten Studie „Die
positiven Wirkungen des Lesens von erzählender Belletristik“ hervor.
„Jedes gelesene Buch ist eine Investition in Bildung, Kreativität
und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Wiener Buchhandlungen
leisten dazu täglich einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen mit
Geschichten, Wissen und neuen Perspektiven in Kontakt bringen“, sagt
Kristina Macherhammer-Hochwarter abschließend.