CS Caritas Socialis veranstaltet Ersten Fachkongress zu ME/CFS

Wien (OTS) – Die CS Caritas Socialis lädt am 13. Oktober zum 1. CS
Fachkongress
ME/CFS in den Apothekertrakt des Schloss Schönbrunn in Wien. Unter
dem Motto „Wissen.Haltung.Tun“ bringt die Veranstaltung führende
nationale und internationale Expert:innen mit Fachkräften aus Pflege,
Medizin und Ethik zusammen, um sich einem der dringendsten Themen im
Gesundheitsbereich zu stellen: Der Multisystemerkrankung ME/CFS.

Der 1. CS Fachkongress ME/CFS stellt die Frage in den
Mittelpunkt, wie gute Begleitung und Versorgung von Menschen mit
ME/CFS gelingen kann – konkret, interprofessionell und
zukunftsorientiert. Im Rahmen des Fachkongresses wird ebenfalls zum
ersten Mal der Eduard Spörk Preis für Lebensqualität bis zuletzt
verliehen – ein Preis für journalistische Arbeiten mit Schwerpunkt
ME/CFS.

1. Fachkongress ME/CFS

13. Oktober 2026, ab 08.30 Uhr

Schloss Schönbrunn Apothekertrakt, Meidlinger Tor,
Grünbergstraße, 1130 Wien

Zwtl.: Pioniere aus Ethik und Versorgung zeigen neue Wege

Wie Versorgung weiterdenken, wenn bestehende Strukturen an ihre
Grenzen stoßen? Mit Prof. Dr. Giovanni Maio und Prof. Ola Didrik
Saugstad holt die CS Caritas Socialis zwei internationale Vordenker
nach Wien. Der renommierte Medizinethiker Maio rückt in seinem
Vortrag „Ethik der Verletzlichkeit“ ein Menschenbild in den
Mittelpunkt, das Verletzlichkeit nicht als Defizit, sondern als Teil
des Menschseins begreift – und leitet daraus die Verantwortung von
Medizin, Pflege und Gesellschaft ab. Saugstad bringt die Perspektive
aus Norwegen mit: In Røysumtunet wurde mit seiner fachlichen
Begleitung ein spezialisiertes Langzeitpflegeangebot für schwer und
schwerst an ME/CFS erkrankte Menschen aufgebaut, das Versorgung
konsequent an ihren besonderen Bedürfnissen und ihrer Lebensqualität
ausrichtet.

Zwtl.: NORDLICHT – CS Betreuung für Menschen mit ME/CFS

Neben dem Fachkongress setzt sich die CS Caritas Socialis mit
ihrem neuesten Angebot CS NORDLICHT gezielt für Menschen mit ME/CFS
und anderen postakuten Infektionssyndromen (PAIS) ein. Ziel ist es,
sowohl Menschen mit ME/CFS als auch deren Angehörige zu begleiten und
zu entlasten.

„Mit CS Nordlicht sehen wir eine aktuelle Not der Zeit, ganz nach
dem Auftrag der CS Gründerin Hildegard Burjan. Wir sehen euch und
lassen euch nicht allein. Unser Angebot ist derzeit ausschließlich
spendenfinanziert – deshalb brauchen wir Spenderinnen, Spender und
Sponsoren.“ Sr. Karin Weiler, CS Schwesterngemeinschaft

„Bei CS Nordlicht müssen sich nicht die Betroffenen an unsere
Abläufe anpassen, sondern wir uns an ihre Bedürfnisse. Unsere
palliative Grundhaltung heißt: Leid lindern und Lebensqualität
ermöglichen.“ Andrea Schwarz, Projektentwicklungsleitung CS Nordlicht

Wie dringend dieses Angebot gebraucht wird, zeigt der Alltag der
Betroffenen. Menschen mit schwerer ME/CFS können ihre Wohnung oft
über Jahre nicht verlassen, reagieren auf Licht, Geräusche und
kleinste Anstrengungen mit massiven Verschlechterungen und finden im
bestehenden Gesundheitssystem kaum eine Anlaufstelle, die auf ihre
Erkrankung vorbereitet ist. Die Sorge, was passiert, wenn die eigenen
Kräfte nicht mehr reichen, begleitet viele von ihnen ständig.

„Ich bin so froh, dass es mit CS Nordlicht endlich jemanden gibt,
an den ich mich wenden kann, wenn ich mich nicht mehr selbst
versorgen kann.“ 28-jährige Germanistin mit ME/CFS

Mit dem Aufbau von CS NORDLICHT knüpft die CS Caritas Socialis an
ihre eigene Geschichte an: Vor rund 30 Jahren war sie maßgeblich am
Aufbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich beteiligt –
damals ebenfalls für eine Gruppe von Menschen, für die es noch keine
passenden Strukturen gab.

„Mit CS Nordlicht leisten wir Pionierarbeit – wie vor 30 Jahren
beim Aufbau der Hospizversorgung. Gemeinsam mit Spenderinnen und
Spendern wollen wir einen Modellbetrieb schaffen, der zeigt, wie
Versorgung gelingen kann.“ Klaus Rosino, Geschäftsführer der CS
Caritas Socialis

Zwtl.: Eduard-Spörk-Preis: Journalismus macht ME/CFS sichtbar

Im Rahmen des Fachkongresses wird erstmals der Eduard-Spörk-Preis
für Lebensqualität bis zuletzt verliehen. Der Preis zeichnet
Journalist:innen aus, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, die
Lebensrealitäten von Menschen mit ME/CFS sichtbar zu machen und die
öffentliche Auseinandersetzung mit der Erkrankung zu stärken. Die
Preisverleihung findet am Nachmittag des Fachkongress-Tages statt.

„Mit CS Nordlicht und diesem Kongress bringen wir Wissen über
ME/CFS in die Versorgung. Je mehr Menschen hinschauen und Wissen
weitergeben, desto schwerer wird es, die Betroffenen im
Gesundheitssystem weiter zu ignorieren. Die erstmalige Verleihung des
Eduard Spörk Journalist:innenpreises mit 71 Einreichungen stellt den
Journalismus zu ME/CFS in den Focus. Mehr Wissen, mehr Wirkung,
hoffentlich bald mehr Lebensqualität“ Sabina Dirnberger-Meixner,
Unternehmenssprecherin und Kongressleitung

Weitere Informationen finden Sie hier: www.cs.at/kongress