ÖGB-Neumayer-Stickler zum Tag der Endometriose: „Betroffene brauchen rasch bessere Versorgung“

Wien (OTS) – Endometriose zählt zu den häufigsten chronischen
Erkrankungen bei
Frauen, wird aber noch immer zu oft zu spät erkannt und unzureichend
behandelt. In Österreich leiden laut Menstruationsbericht mindestens
300.000 Frauen an Endometriose oder berichten über entsprechende
Beschwerden. Der ÖGB fordert daher eine bessere Versorgung und mehr
Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheit.

„Für viele Betroffene beginnt ein langer Leidensweg, weil ihre
Schmerzen bagatellisiert werden und es oft Jahre dauert, bis eine
Diagnose gestellt wird. Das ist nicht hinnehmbar. Frauen brauchen
raschen Zugang zu guter medizinischer Abklärung, Behandlung und
Unterstützung“, sagt Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats
für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB.

Beschwerden ernst nehmen

Typisch für Endometriose sind starke Unterleibsschmerzen,
insbesondere rund um die Menstruation. Die Beschwerden können jedoch
auch während oder nach dem Geschlechtsverkehr auftreten und in den
Rücken oder die Beine ausstrahlen. Häufig kommen weitere Symptome wie
Übelkeit, Erbrechen oder Verdauungsprobleme hinzu.

„Endometriose ist mehr als nur eine schmerzhafte Regelblutung. Es
handelt sich um eine chronische Erkrankung, die den Alltag, das
Privatleben und die Erwerbsarbeit massiv beeinträchtigen kann.
Deshalb ist es umso wichtiger, die Beschwerden ernst zu nehmen und
Betroffene nicht mit ihren Schmerzen allein zu lassen“, so Neumayer-
Stickler.

Bessere Versorgung sicherstellen

Viele Betroffene befinden sich im erwerbsfähigen Alter und müssen
ihre gesundheitlichen Beschwerden mit den Anforderungen ihres
Arbeitsalltags vereinbaren. „Sind die Beschwerden so stark, dass
Betroffene nicht arbeiten können, ist selbstverständlich ein
Krankenstand möglich. Langfristig braucht es jedoch eine bessere
medizinische Versorgung und soziale Unterstützung“, klärt Neumayer-
Stickler auf.

Der ÖGB fordert eine gezielte Stärkung der gynäkologischen
Versorgung, mehr Information über frauenspezifische Erkrankungen und
raschere Diagnosen. Zudem müssen Kassenleistungen weiterentwickelt
werden, damit notwendige Untersuchungen und Behandlungen allen
Betroffenen ohne finanzielle Hürden zugänglich sind.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
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Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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