Samariterbund zum Welttag der Ersten Hilfe: Helfen ist Pflicht – aber wissen Sie, wie?

Wien (OTS) – Ein Verkehrsunfall, ein Kreislaufstillstand, eine
bewusstlose Person:
Innerhalb weniger Sekunden kann jede und jeder zur/zum Ersthelfer:in
werden. Dann zählt rasches Handeln, denn Wegschauen ist keine Option.

„Erste Hilfe ist keine freiwillige Entscheidung, sie ist
gesetzlich vorgeschrieben!“, betont der Bundeschefarzt des
Samariterbundes, Dr. Michael Gruska. „Die entscheidende Frage ist:
Wären Sie im Ernstfall tatsächlich in der Lage, richtig zu helfen?“

Bei vielen liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs Jahre oder sogar
Jahrzehnte zurück. Häufig wurde er im Zuge des Führerscheins
absolviert. Doch Wissen verblasst, Handgriffe geraten in
Vergessenheit und Empfehlungen ändern sich. „Fehlende Routine oder
veraltete Kenntnisse können im Notfall fatale Folgen haben“, warnt
Gruska.

Erste Hilfe braucht Übung

In den ersten Minuten eines Notfalls kommt es darauf an, rasch
und richtig zu handeln. Gut vorbereitete Ersthelfer:innen können
entscheidend dazu beitragen, Leben zu retten und schwere Folgeschäden
zu verhindern – etwa durch einen raschen Notruf, die Absicherung der
Unfallstelle oder den Beginn einer Wiederbelebung.

„Deshalb ist es wichtig, die eigenen Kenntnisse aufzufrischen und
lebensrettende Handgriffe immer wieder praktisch zu trainieren“, sagt
Gruska.

Der Samariterbund nimmt den Welttag der Ersten Hilfe am 12.
September daher zum Anlass, für mehr Handlungssicherheit im Notfall
zu werben. Wiederholtes Training baut Hemmschwellen ab und hilft,
auch in Ausnahmesituationen rasch und richtig zu reagieren.

„Bringen Sie Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse rechtzeitig auf den
neuesten Stand. Der Ernstfall ist der falsche Zeitpunkt, um
festzustellen, dass das Wissen nicht mehr sitzt“, appelliert Gruska
abschließend.

Zu den Erste-Hilfe-Kursen des Samariterbundes:
academy.samariterbund.net