Zollamt Österreich deckt illegalen Uhrenhandel in Wien auf

Wien (OTS) – Dem Zollamt Österreich (ZAÖ) ist ein bedeutender Schlag
gegen den
illegalen Handel mit Luxusgütern gelungen. Ein 44-jähriger Mann wurde
vom Spruchsenat der Finanzstrafbehörde des ZAÖ rechtskräftig wegen
Abgabenhehlerei verurteilt. Er hatte über einen längeren Zeitraum
hochpreisige Luxusuhren übernommen und weiterverkauft, die unverzollt
aus der Türkei in das Zollgebiet der Europäischen Union gelangt
waren. Insgesamt handelte der Mann mit 28 Uhren.

Der Täter hatte zu diesem Zweck eine Wohnung in prominenter
Innenstadtlage im ersten Wiener Gemeindebezirk angemietet, die er als
exklusiven Verkaufsraum einrichtete. Parallel dazu bewarb er sein
Angebot professionell über das Internet. Die Zollfahndung Wien konnte
im Rahmen umfangreicher Ermittlungen die illegalen Aktivitäten
zweifelsfrei nachweisen und so die Anklage wegen Abgabenhehlerei vor
dem Spruchsenat ermöglichen.

„Auch in diesem Fall gilt: Null Toleranz für Menschen, die
betrügen. Der Kampf gegen Steuer-, Abgaben- und Zollbetrug ist auch
eine Frage der Gerechtigkeit und notwendig, um das Vertrauen in das
Steuer- und Abgabensystem zu stärken“, sagt Finanzminister Markus
Marterbauer.

„Unsere Zöllnerinnen und Zöllner leisten tagtäglich einen
wichtigen Beitrag zur Sicherung fairer Wirtschaftsbedingungen in
unserem Land. Auch dieser Aufgriff zeigt klar: Abgabenhehlerei
rechnet sich nicht. Der Zoll kontrolliert konsequent und geht rigoros
gegen illegale Importe vor, die dem heimischen Handel schaden. Danke
für den unermüdlichen Einsatz!“, so Finanzstaatssekretärin Barbara
Eibinger-Miedl.

Der Mann wurde zu einer Geldstrafe von 29.000 Euro verurteilt.
Zusätzlich wurde ein Wertersatz in Höhe von 350.000 Euro festgesetzt,
was dem Wert der gehandelten Uhren entspricht. Die ausstehenden
Eingangsabgaben samt Verzugszinsen in Höhe von rund 200.000 Euro
wurden ebenfalls vorgeschrieben. Das Urteil ist rechtskräftig.

Fotos: https://flic.kr/s/aHBqjCDcft