WKÖ-Danninger: Senkung der Energieabgabe bringt Unternehmen Entlastung in Höhe von 260 Millionen Euro

Wien (OTS) – „Wir begrüßen die vorgesehene Senkung der
Elektrizitätsabgabe, denn
sie ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung, um die
Energiekostenbelastung in Österreich abzufedern. Auch für Unternehmen
und KMU bringt sie eine Erleichterung der Kostensituation“, sagt
Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ), über die geplante Gesetzesänderung. Konkret ersparen sich die
Unternehmen im Jahr 2026 Elektrizitätsabgaben in Höhe von ca. 260
Millionen Euro (Bruttoentlastungsvolumen). Laut aktuellem Entwurf
soll die Elektrizitätsabgabe 2026 auf 0,82 Cent/kWh für Unternehmen
und auf 0,1 Cent/kWh für Haushalte gesenkt werden.

WKÖ fordert strukturelle Maßnahmen für Industrie und
exportorientierte Betriebe

„Was unsere Betriebe brauchen, sind langfristig wirksame
Rahmenbedingungen, insbesondere für energieintensive und
exportorientierte Branchen“, sagt Danninger. Die WKÖ fordert daher
eine deutliche Nachschärfung bei der Strompreiskompensation. Während
andere EU-Staaten bis 2030 planen, ist Österreich aktuell nur auf
2025 und 2026 beschränkt – ein klarer Wettbewerbsnachteil.

Industriestrompreis und Netzinvestitionen: Österreich darf nicht
zurückfallen

Ein temporärer Industriestrompreis – analog zu Deutschland – und
gezielte Maßnahmen zur Senkung der Netzkosten sind laut WKÖ
notwendig. „Deutschland investiert 6,5 Milliarden Euro in die
Netzsubventionierung, wir dürfen hier nicht einfach zusehen“, so
Danninger. Österreich muss aktiv gegensteuern, um seinen
Produktionsstandort zukunftsfähig zu halten. (PWK542/NIS/PAT)