Wien (OTS) – –
Transaktionsvolumen steigt auf EUR 513 Mio.– ein Zuwachs von 44 %
gegenüber Vorjahr
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Preise und Renditen bleiben überwiegend stabil
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Markt ist auf Kurs, 2025 die Marke von EUR 1 Mrd.
Transaktionsvolumen zu überschreiten
Der Wiener Zinshausmarkt zeigt im ersten Halbjahr 2025 klare
Erholungstendenzen gegenüber den beiden Vorjahren. Das
Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast die
Hälfte auf rund EUR 513 Mio., die Zahl der Transaktionen legte um ein
Viertel zu. Parallel dazu blieb die Preisentwicklung stabil, ebenso
blieben die Renditen weitgehend auf dem gleichen Niveau. Eugen Otto,
Geschäftsführer OTTO Immobilien, sagt: „ Wir sehen eine Rückkehr des
Vertrauens am Wiener Zinshausmarkt. Das Transaktionsvolumen liegt
zwar nach wie vor deutlich unter den Rekordjahren 2021 und 2022. Der
Aufwärtstrend ist aber ein klares Signal, dass Investorinnen und
Investoren wieder aktiv werden – wenn auch selektiv und vor allem in
den stärkeren Lagen. “
Zwtl.: Transaktionsvolumen: Deutliche Erholung, aber unter
Vorkrisenniveau
Im ersten Halbjahr 2025 wurde ein Transaktionsvolumen von EUR 513
Mio. umgesetzt (H1 2024: 355 Mio. Euro). Damit liegt der Markt 44 %
über dem Vorjahreswert, bleibt jedoch um 21 % unter dem
Fünfjahresdurchschnitt und deutlich hinter den Rekordjahren 2021/2022
zurück. Auf Bezirks-ebene fanden die größten Zuwächse im 1. Bezirk (+
EUR 91 Mio.) und im 9. Bezirk (+ EUR 49 Mio.) statt. Insgesamt wurden
151 Transaktionen verzeichnet, 25 % mehr als im Vorjahr. Auffällig
ist der hohe Anteil an Portfoliotransaktionen in den inneren
Bezirken.
Zwtl.: Preisentwicklung und Renditen: Stabilität prägt den Markt
Die Preise für Zinshäuser entwickelten sich im ersten Halbjahr
2025 überwiegend stabil. Während es in einzelnen Bezirken zu
deutlichen Rückgängen bei den Mindestpreisen kam (14.–16. Bezirk: im
Schnitt –10 %), stiegen die Maximalpreise im 9. Bezirk um 5,8 %, im
16. Bezirk um 2,6 % und im 1. Bezirk um 0,9 %. Der Spitzenpreis in
der Wiener Innenstadt liegt aktuell bei EUR 10.557 pro Quadratmeter.
Die Renditeentwicklung spiegelt diese Preisbewegungen wider: In den
Toplagen sanken die Mindestrenditen leicht, im 1. Bezirk auf 1,38 %,
im 9. Bezirk auf 2,07 %.
„ Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Attraktivität von
Wiener Zinshäusern ungebrochen ist. Wir haben im ersten Halbjahr mehr
höherpreisige Transaktionen als im Vorjahreszeitraum verzeichnet. Vor
allem in den begehrtesten Lagen bestätigt der Markt eine hohe Preis-
und Renditenstabilität “, so Martin Denner, Leiter der Research-
Abteilung bei OTTO Immobilien .
Zwtl.: Käufer- und Verkäuferstruktur: Unternehmen dominieren,
Privatkäufer:innen holen auf
72 % des Transaktionsvolumens im ersten Halbjahr 2025 entfielen
auf Unternehmen als Käufer:innen, 60 % auf Unternehmen als
Verkäufer:innen. Privatpersonen traten mit 19 % auf Käuferseite
deutlich stärker auf als im Vorjahr (+6 %-Punkte), während ihr Anteil
als Verkäufer:innen auf 29 % zurückging (–18 %-Punkte).
Philipp Maisel, Leiter des Zinshaus-Teams bei OTTO Immobilien,
sagt: „ Wir beobachten ein wachsendes Interesse privater Käuferinnen
und Käufer, die den stabilen Markt wieder für sich entdecken. Ein
Grund dafür ist das Preisniveau, das in den vergangenen 18 Monaten
robust auf einem Level geblieben ist. Gleichzeitig bleiben
Unternehmen die wichtigsten Marktakteure, sowohl auf der Käufer- als
auch auf der Verkäuferseite. “
Zwtl.: Ausblick: Markt auf Kurs Richtung EUR 1 Mrd. Jahresvolumen
Die deutliche Belebung des Marktes in den ersten sechs Monaten
2025 deutet darauf hin, dass die Marke von EUR 1 Mrd.
Transaktionsvolumen bis Jahresende realistisch erreichbar ist. Nach
einer Phase der Stabilisierung auf hohem Niveau könnten die Preise ab
2026 wieder leicht steigen, insbesondere in gefragten
Innenstadtlagen.
Die Investor:innenbasis wird dabei breiter: Neben
institutionellen Käufern und professionellen Entwicklern treten
zunehmend private Anleger:innen auf den Plan, die sich von der
anhaltenden Preisstabilität und den attraktiven Spitzenrenditen
angezogen fühlen. Gleichzeitig bleibt das regulatorische Umfeld
herausfordernd: strengere Eigenkapitalvorschriften für Banken und ein
höherer Anteil notleidender Kredite im Immobiliensektor könnten die
Finanzierungsbereitschaft hemmen.
Auf der europäischen Ebene verfolgt die EZB nach wie vor eine
vorsichtige Zinspolitik. Kurzfristige Senkungen gelten als wenig
wahrscheinlich, doch mittelfristig könnte eine leichte Entspannung
des Zinsniveaus für zusätzlichen Auftrieb sorgen. Offen bleiben
Fragen rund um die Mietzinsbildung und die Wertsicherung, auch wenn
die Entscheidung des OGH im Juli zur Indexierung von Mietverträgen
etwas zur Rechtssicherheit beigetragen hat.
Eugen Otto fasst zusammen: „ Die Stimmung auf dem Wiener
Zinshausmarkt hat sich spürbar gedreht, nach Jahren der Unsicherheit
kehrt nun wieder Zuversicht und Abschlussfreude ein. Wenn keine
externen Schocks dazwischenkommen, sehen wir gute Chancen, dass Wien
2025 erstmals seit der Zinswende die Milliardenmarke bei Zinshaus-
Transaktionen knackt. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus,
dass der positive Trend anhält und die Volumina und Preise für
hochwertige Objekte im kommenden Jahr weiter zulegen werden. “
Ausführliche Informationen und Übersichten für jeden Wiener Bezirk im
Zinshaus-Marktbericht von OTTO Immobilien:
https://epaper.otto.at/link/130355/
