Wels bleibt StoP-Standort: Gewaltpräventionsprojekt wird fortgeführt.

Wien (OTS) – Im Sommer wurde bekannt gegeben, dass die
österreichweite
Projektfinanzierung von „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ durch
das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK) und das Bundesministerium für Frauen,
Wissenschaft und Forschung (BMFWF) bis 2028 gesichert ist. Da sich
für Wels vorerst kein Trägerverein fand, konnte der etablierte
Standort zunächst nicht nahtlos weitergeführt werden. Als
Gesamtkoordinatorin freut sich der Verein Autonome Österreichische
Frauenhäuser (AÖF) die Stadt Wels als engagierten neuen Teil im StoP-
Netzwerk willkommen zu heißen.

Zwtl.: Gewaltprävention braucht Kontinuität

Wirksame Prävention lebt von Beziehungsarbeit und Beständigkeit.
Das Welser StoP-Projekt hat sich in den vergangenen Jahren gut
etabliert und ist bei den Bewohner*innen bekannt. Um das Angebot zu
sichern, führte der Verein AÖF seit Juni intensive Gespräche mit
verschiedenen Stakeholder*innen. Nun werden Strategien entwickelt und
umgesetzt, um die Präventionsarbeit in Wels auch künftig
sicherzustellen und nachhaltig zu verankern.

Der Erhalt bestehender Präventionsstrukturen hat für den AÖF
höchste Priorität: Sie setzen frühzeitig an, schärfen das Bewusstsein
für geschlechtsspezifische Gewalt, fördern Zivilcourage und
unterstützen Menschen, im eigenen Umfeld aktiv zu werden.

Flächendeckende und nachhaltig verankerte Präventionsangebote
sind also ein entscheidender Schritt, um Gewalt an Frauen effektiv zu
verhindern und ihre Folgen einzudämmen.

Zwtl.: Über StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt

StoP ist ein Präventionsprojekt, das die Nachbarschaft für
häusliche Gewalt sensibilisiert und Zivilcourage stärkt. Das
Besondere an StoP ist dabei die fachliche Verortung des Konzepts: die
Verbindung von Gewaltprävention und Gemeinwesenarbeit.
Gemeinwesenarbeit ist eine der drei zentralen Methoden Sozialer
Arbeit. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Nicht nur mit einzelnen
Menschen stehen im Fokus, sondern auch der soziale Raum, in dem
Menschen leben.

Das Konzept setzt im direkten Lebensumfeld an: Aufmerksame
Nachbar*innen können dazu beitragen, häusliche Gewalt frühzeitig zu
erkennen und Betroffene zu unterstützen.

Seit dem Start 2019 in Wien-Margareten hat sich StoP
österreichweit an 46 Standorten etabliert. Die Umsetzung erfolgt
durch Trägerorganisationen aus dem Gewaltschutz und der
Gemeinwesenarbeit (34 Standorte über eine gemeinsame Finanzierung, 11
Standorte durch zusätzliche Mittel). Die Gesamtkoordination liegt
beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF).

Zwtl.: Hinweis auf Pressekonferenz

Am 24. September 2026 um 10:00 Uhr lädt der Verein AÖF zu einer
Pressekonferenz ein. Dabei werden unter anderem die Ergebnisse einer
Wirkungsanalyse des Instituts für Konfliktforschung (IKF) zu StoP
präsentiert.
Wann: Donnerstag, 24. September 2026, 10:00 bis 11:00 Uhr

Wo: Pressezentrum, Bundesministerium für Arbeit, Soziales,
Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Stubenring 1, 1010 Wien und
per Stream.

Für Ihre Teilnahme vor Ort bitten wir um Anmeldung unter: office@
stop-partnergewalt.at

Im Anschluss an die Präsentation besteht die Möglichkeit für
Fragen und Interviews.

StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt wird fortgeführt.
Pressekonferenz zur österreichweiten Weiterfinanzierung des
Gewaltpräventionsprojekts und Präsentation der Ergebnisse der
IKF-Wirkungsanalyse.

Datum: 17.9.2026, um 10:00 Uhr
Ort: Pressezentrum, Bundesministerium für Arbeit, Soziales,
Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Stubenring 1, 1010 Wien