Wien (OTS) – „Wenn Sie merken, dass Frauen und Kinder physischer oder
psychischer
Gewalt ausgesetzt sind – würden Sie handeln? Würden Sie den
Betroffenen Hilfe anbieten oder den Täter konfrontieren? Meist lautet
die Antwort: ‚Geht mich nichts an.‘ Ich finde: Häusliche Gewalt ist
keine Privatsache. Was wir brauchen, ist mehr Zivilcourage und mehr
Feminismus“, betont Volksanwältin Gaby Schwarz im Kurier-
Gastkommentar im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Gewalt an
Frauen und Mädchen.
„Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner hat mit dem ‚Nationalen
Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen‘ den richtigen Weg eingeschlagen.
Aber es reicht nicht, nur von der Politik Maßnahmen zu fordern. Wir
alle müssen handeln und Zivilcourage beweisen. Die kann man lernen“,
verweist die Volksanwältin etwa auf das Gewaltpräventionsprogramm
„StOP – Stadtteile ohne Partnergewalt“. „Ob es die Autonomen
Frauenhäuser sind, der Frauenring oder Gewaltschutzzentren – es gibt
Unterstützung“, so Gaby Schwarz und appelliert, Opfern verstärkt
Hilfe anzubieten.
„Die Volksanwaltschaft ist das Haus der Menschenrechte in
Österreich. Als Volksanwältin betone ich immer wieder: Jede Frau hat
das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Die Realität sieht anders aus:
Im Jahr 2024 gab es bei uns 27 Femizide. Jede dritte Frau ist von
körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. Mehr als jede
vierte Frau erfährt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, mehr als
jede fünfte Frau Stalking. So lange Frauen und Mädchen sich auf dem
Heimweg fürchten, so lange sexistische Äußerungen geduldet statt
geächtet werden, so lange Femizide zu unserem Alltag gehören, so
lange bei häuslicher Gewalt weggesehen wird – genauso lange brauchen
wir Feminismus. Mutige Frauen und Männer, die die Täter in die
Pflicht nehmen. Denn es sollte heißen: Bestärkt eure Töchter und
erzieht eure Söhne“, hält Gaby Schwarz fest.
Um Frauen in allen Lebenslagen zu bestärken, hat Volksanwältin
Gaby Schwarz die #mutfrauen Initiative gestartet. Auf Instagram (@
gabyschwarz_official) und LinkedIn (Gaby Schwarz) postet sie
regelmäßig Videos von Frauen die erzählen, wann sie schon mal mutig
sein mussten. „Es geht um Ermutigung von Frauen für Frauen. Mehr als
50 #mutfrauen sind schon dabei, u.a. Doris Schmidauer,
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, Außenministerin Beate Meinl-
Reisinger, Unternehmerinnen, Gewaltüberlebende und viele mehr. Ich
freue mich auf weitere #mutfrauen, die sich mit einem Video an der
Initiative beteiligen“, spricht Gaby Schwarz eine Einladung an alle
Interessierten aus.




