Wien (OTS) – Im Wappensaal des Wiener Rathauses überreichte Kultur-
und
Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler am Montag, dem 11. Mai
2026, im Namen des Landeshauptmanns Michael Ludwig das Große Silberne
Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien an den Juristen und
langjährigen Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald
Bast. Die Laudatio hielt Mag. Jürgen Gschiel. Neben Familie, Freund*
innen und langjährigen Wegbegleiter*innen Gerald Basts nahmen auch
Rektorin Ulrike Kuch, Vizerektorin Eva Zettler sowie zahlreiche
Vertreter*innen der Universität für angewandte Kunst Wien an der
Ehrung teil.
„Sie haben Räume geöffnet – für Kunst, für Wissenschaft, für
Widerspruch und gesellschaftliche Auseinandersetzung“, würdigte
Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler den
Geehrten. „Unter Ihrer Leitung wurde die Angewandte zu einem Ort, an
dem Kunst nicht Dekoration ist, sondern Erkenntnisform. Sie haben die
Universität konsequent in die Stadt hinein geöffnet und Wien als
internationale Kunst- und Wissenschaftsstadt entscheidend mitgeprägt.
Ihr Denken war stets offen, neugierig, unbequem und zutiefst
gesellschaftlich.“
Auch Laudator Mag. Jürgen Gschiel hob Gerald Basts prägende Rolle
für den Wissenschafts- und Kulturstandort Wien hervor: „Gerald Bast
hat die Angewandte ins 21. Jahrhundert geführt. Er hat früh erkannt,
welches Potenzial Kunst und Bildung für Menschen und für die
Gesellschaft entfalten können.“ Unter seiner Leitung sei die
Universität zu einem Ort geworden, an dem künstlerische Praxis,
Forschung und gesellschaftliche Verantwortung selbstverständlich
zusammengedacht würden.
In seinen Dankesworten verwies Gerald Bast darauf, wie sehr ihn
Wien geprägt habe, durch die Offenheit und Vielfalt der Stadt, aber
auch durch ihre Widersprüchlichkeit. Gerade dieser Umgang mit
unterschiedlichen Perspektiven und Spannungen habe ihn während seiner
Zeit als Rektor begleitet und geprägt. Bast dankte zudem der
Universität für angewandte Kunst Wien und den vielen Menschen dort,
die es möglich gemacht hätten, gemeinsam Veränderungen in der
Hochschullandschaft anzustoßen. Universitäten, so Bast, existierten
nicht im politikfreien Raum, sondern seien Orte des Austauschs, der
Debatte und gesellschaftlicher Verantwortung.
Zur Biografie von Gerald Bast
Gerald Bast wurde 1955 in Freistadt geboren und studierte Rechts-
und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität
Linz. Nach Tätigkeiten im Justizbereich wechselte er 1981 in das
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, wo er sich intensiv
mit Fragen der Universitätsreform beschäftigte.
Im Jahr 2000 wurde Bast erstmals zum Rektor der Universität für
angewandte Kunst Wien bestellt. Während seiner mehr als zwei
Jahrzehnte dauernden Amtszeit entwickelte sich die Angewandte zu
einem international renommierten Ort für Kunst, Forschung und
interdisziplinären Austausch. Von 2008 bis 2015 war er zudem
Vizepräsident der Österreichischen Universitätenkonferenz.
