Ungewöhnliche Fortführung: Hofmann Industrieofenbau bleibt spezialisierter Partner für Audi, BMW, Airbus u.v.a.m.

Zwtl.: Neustart für
Industrieofen-Spezialisten Hofmann in
Oberösterreich

Nachdem der international anerkannte Industrieofen-Spezialist Hofmann
Wärmetechnik Ende August Insolvenz anmelden musste, kommt nun
Entwarnung: Das Konzept der auf heimische KMUs spezialisierten
Restrukturierungsinvestoren Pure Investments überzeugte Gläubiger und
Industriekunden mit einer Kombination aus finanziellem und fachlichem
Engagement – seit Anfang des Jahres wurde das operative Geschäft am
Standort in Hellmonsödt wiederaufgenommen.

„Mit Hofmann konnten wir eine echte Perle der österreichischen
Mittelstandslandschaft sichern“, freut sich Dr. Ulrich Kallausch,
Partner bei Pure Investments. Immerhin blickt das 1946 gegründete
Unternehmen auf eine stolze Vergangenheit voller Patente,
renommierter Kunden und Vorzeigeprodukte zurück.

Zwtl.: Wichtiger Partner internationaler Top-Unternehmen

Als Technologielieferant von Größen wie Audi, Evonik, Airbus, iSi
Automotive, AMAG, voestalpine, Tyrolit und MIBA spielen die Öfen von
Hofmann in ihrer Nische eine wesentliche Rolle für die jeweilige
Produktqualität. „Mit den auf den spezifischen Bedarf zugeschnittenen
Spezialöfen werden Härte, Festigkeit und Zähigkeit der Werkstoffe
optimiert“, schildert Ing. Thomas Pleli, Partner Pure Investments,
die technische Bedeutung für die Endprodukte. Das Unternehmen
entwickelt Lösungen vom Niedrigtemperaturtrocknen zur Aushärtung von
Fasern bis zum Hochtemperaturglühen aller möglichen Werkstoffe. „Die
Bauteile kommen in sicherheitssensiblen Bereichen wie z.B. Luftfahrt,
Verteidigung oder auch im E-Mobility-Sektor zum Einsatz, wo besonders
leichte und hochfeste Strukturbauteile benötigt werden. Deshalb wird
viel einschlägiges Knowhow im Detail vernetzt, die Integration der
Wärmetechniklösung in die Fertigungsprozesse der Kunden ist sehr
tief.“ Entsprechend hoch war daher auch das Interesse der Kunden am
Weiterbestand des zuverlässigen Technologiepartners. „In unzähligen
persönlichen Gesprächen mit den Kunden wurde die außergewöhnliche
Lösungskompetenz von Hofmann betont“, zeigt sich Pleli vom Potenzial
des Unternehmens begeistert.

Zwtl.: Fortführung nach Plan

Der Umstand der bereits erfolgten Insolvenzanmeldung erforderte
einen schnellen, direkten Dialog mit allen Stakeholdern: „Wir standen
von der ersten Stunde weg in enger Abstimmung mit den Kunden,
Führungskräften von Hofmann und den Gläubigern.“ Vor allem bei der
Hausbank aus dem oberösterreichischen Raiffeisensektor stieß der
Fortführungsplan auf offene Ohren: „Die angesichts unserer
Kundenkontakte im Vorfeld belegte hohe Recovery-Chance erschien im
Vergleich zum vollen Konkursverlust attraktiv“, freut sich Pleli über
den nun bevorstehenden Neustart als Hofmann Industrieofenbau.

Vorgesehen ist dieser zunächst mit einer reduzierten
Kernmannschaft. „Jetzt stehen geplante Wartungen bei Großkunden an,
auch die Anlagenfertigung wird wieder hochfahren – die entsprechenden
Aufträge sind im Haus.“ Dann werden stufenweise auch die früheren
Kolleg*innen aus Technik, Projektmanagement, Entwicklung und
Inbetriebnahme wieder aufgenommen. „Der Erhalt dieses Knowhows und
die hohe Identifikation der letzten Belegschaft mit ihrem Unternehmen
sind für uns ein Ankerpunkt für die Restrukturierung.“

Zwtl.: Knowhow erhalten, Fokus neu definieren

Um aus der Krise eine Chance zu machen, fokussiert man auf den
gesunden Kern. Aufbauend auf den Stärken im Bereich der technischen
Lösungskompetenz soll das Unternehmen schlank, modern und
kundenorientiert neu ausgerichtet werden. „Dies werden wir aus einem
Mix aus der bestehenden Mannschaft und einzelnen neuen Leuten
umsetzten“, so Thomas Pleli von Pure Investments.

Zwtl.: Über Pure Investments

Pure Investments fokussiert als Restrukturierungsspezialist auf
heimische, produzierende Unternehmen, die sich trotz
Zukunftspotenzials in einer Krise befinden. Zur Realisierung wird die
finanzielle Basis gestärkt und Ressourcen für Interimsmanagement in
der jeweiligen Branche eingebracht. Dabei wird die unternehmerische
Führung bevorzugt gemeinsam mit der existierenden Leitung übernommen.
Ziel ist die Transformation zu profitablen, zukunftsfähigen und
krisenresilienten Champions.