Wien (OTS) – Frauen zahlen jeden Tag für die Verzögerung bei der
Lohntransparenz:
mit verlorenen Einkommen, verpassten Karriereschritten und in den
schlimmsten Fällen mit steigendem Gewaltrisiko und dem Abgleiten in
die Armutsfalle. „Jeder weitere Tag kostet Frauen Geld, Chancen und
Sicherheit. Wir brauchen wirksame Maßnahmen zur Lohntransparenz jetzt
– ohne Verzögerungen, ohne parteipolitisches Hin und Her“, fordert UG
-Bundesvorsitzende Marion Polaschek anlässlich des Frauenkampftages.
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss bis 7. Juni 2026
umgesetzt sein – doch Frauen können nicht bis zur letzten Frist
warten. „Ohne gesetzliche Klarheit und wirksame Sanktionen bleiben
Ungleichheiten unsichtbar und addieren sich weiter. Dass hier nicht
schon mehr konkrete Informationen vorliegen, ist unverständlich“, so
Polaschek.
Was sofort passieren muss
– Die guten Ansätze der Richtlinie müssen so schnell wie möglich in
der nationalen Rechtsumsetzung maximal ausgeschöpft werden.
– Es braucht auch rasch passende Angebote für Arbeitgeber:innen und
Arbeitnehmer:innen unter Einbindung der Sozialpartner.
Warum Eile geboten ist
– Mit den gesetzlichen Regeln fängt die praktische Umsetzung erst an.
– Jede Verzögerung verfestigt Einkommens- und Pensionslücken noch
mehr.
– Intransparenz verhindert faire Verhandlungen und bremst Karrieren –
besonders nach Abwesenheiten.
– Transparenz schafft Vertrauen, reduziert Willkür und macht
Diskriminierung angreifbar.
„Frauen haben Anspruch auf gleiche Bezahlung und Fairness – schon
immer und jetzt erst mit Recht. Jetzt ist Schluss mit dem geduldigen
Warten! Jede Woche, die hier vergeht ist noch eine Woche mehr
Ungleichheit auf dem Rücken der Frauen“, betont Polaschek
abschließend.
