Wels/Wien (OTS) – Nachdem eine Analyse von krankenversichern.at im
September bereits
die langen Wartezeiten im öffentlichen Gesundheitsbereich aufzeigte,
liegt nun das datenbasierte Gegenstück für den privaten Sektor vor.
Die neue österreichweite Studie vervollständigt das Bild mit 1.591
neu evaluierten Wahlarzt-Terminen und offenbart eine massive Kluft
zwischen den Systemen. Basis der Ergebnisse ist eine umfassende
Erhebung zwischen Ende November 2025 und Mitte Jänner 2026.
Zwtl.: Kassenarzt: bis zu 13-mal längere Wartezeit
Die Analyse der Terminverfügbarkeit zeigt signifikante
Unterschiede zwischen den beiden Systemen:
– Augenheilkunde: Die größte Differenz weist die Augenheilkunde auf.
Hier stehen 52 Tage Wartezeit im Kassensystem einer Verfügbarkeit von
4 Tagen beim Wahlarzt gegenüber (13x mal schneller als beim
Kassenarzt).
– Orthopädie und Schmerzbehandlung: Ein deutlicher Kontrast zeigt
sich in der Orthopädie. Während Patient:innen im Kassensystem im
Median rund 24 Tage auf einen Termin warten, liegt die Wartezeit bei
Wahlärzt:innen bei lediglich 2 Tagen .
– Bildgebende Diagnostik: In der Radiologie (z.B. für MRT/CT-Termine)
reduziert sich die Wartezeit von 14 Tagen im öffentlichen Bereich auf
3 Tage im privaten Sektor.
– Fachübergreifende Verfügbarkeit: Selbst in stark frequentierten
Fachbereichen wie der Gynäkologie oder Urologie, die im Kassenbereich
Wartezeiten von knapp 7 Wochen aufweisen (46 bzw. 48 Tage), liegt der
Median im Wahlarztbereich stabil unter der 2-Wochen-Marke (13 Tage).
Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at , fasst die
Entwicklung zusammen:
„Die Daten zeigen eine klare Zweiteilung der Geschwindigkeit. Das
bewegt die Menschen: Für 7 von 10 ist die Vermeidung von Wartezeiten
heute das Hauptmotiv für eine private Krankenversicherung.“
Zwtl.: Fazit zur Versorgungslage
Mit dieser Erhebung schließt sich die Datenlücke zur Analyse vom
September. Das Gesamtbild bestätigt nun quantitativ, was viele
Versicherten im Alltag erleben: Der Zugang zu medizinischer
Versorgung erfolgt in Österreich in zwei unterschiedlichen
Geschwindigkeiten. „ Unsere Analyse schafft volle Transparenz:
Während das öffentliche System mit Kapazitätsgrenzen kämpft, fungiert
der Wahlarztsektor als Alternative für Patienten “ , resümiert
Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at .
Zwtl.: Methodik der Studie
Die Ergebnisse basieren auf 1.591 standardisierten Mystery-
Anfragen bei Wahlärzten in ganz Österreich (Erhebungszeitraum:
25.11.2025 – 16.01.2026, bereinigt um Urlaube). Abgefragt wurde stets
der nächstmögliche Routine-Termin in 14 Fachrichtungen, gewichtet
nach der Bevölkerungszahl der Bundesländer. Die statistische
Auswertung erfolgte auf Basis des Medians, um Verzerrungen durch
Ausreißer auszuschließen.
Hier geht es zum detaillierten Studiendesign & Methodik-Papier.
Weiterführende Daten:
– Tiefergehendes Studienergebnis
– Gesamtergebnis der Studie für Österreich (PNG)
– Pressematerial für diese Aussendung (Grafiken für Österreich, Wien,
Niederösterreich und Oberösterreich sowie Logo und persönliches Bild,
ZIP-Datei)

