Wien (OTS) – Am 22. Jänner 2026 unterzeichneten General Andreas
Holzer , Direktor
des österreichischen Bundeskriminalamtes, und Rainer Will ,
Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbandes den
erneuerten Kooperationsvertrag zwischen Bundeskriminalamt,
Kriminalprävention und Handelsverband. Die Unterzeichnung fand im
festlichen Ambiente der Albert Hall Wien im Rahmen des
Sicherheitsgipfels 2026 vor mehr als 250 Gästen statt. Ziel der
Partnerschaft ist die Vertiefung der strategischen und operativen
Zusammenarbeit zur Stärkung der Sicherheit im österreichischen
Stationär- und Onlinehandel .
Zwtl.: Vertrauen stärken: Langjährige Kooperation für mehr Sicherheit
im Handel
Gemeinsam verfolgen das Bundeskriminalamt (BK) , das
Innenministerium (BMI) , die Kriminalprävention und der
Handelsverband (HV) das Ziel, Kriminalitätsrisiken im Umfeld des
Handels frühzeitig zu erkennen, die Zusammenarbeit zwischen BK,
Polizei und Handelsunternehmen zu intensivieren und das
Sicherheitsgefühl von Mitarbeiter:innen und Kund:innen nachhaltig zu
stärken.
„Sicherheit ist längst keine rein staatliche Aufgabe mehr – und
wirtschaftlicher Erfolg ist ohne Sicherheit nicht denkbar. Genau an
dieser Schnittstelle zwischen öffentlicher Sicherheit und privater
Wertschöpfung setzen wir an“, betont Bundeskriminalamt-Direktor
Andreas Holzer . „ Was früher punktuelle Angriffe waren, ist heute
ein global organisiertes Geschäftsmodell mit klar verteilten Rollen,
spezialisierten Akteuren und hoher Effizienz. Der Handel ist nicht
Teil des Problems – er ist ein zentraler Teil der Lösung. Seine
Systeme sind Frühwarnsensoren, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
entscheidende Multiplikatoren im Kampf gegen organisierte
Kriminalität.“
Zwtl.: Kostenfaktor: Ladendiebstahl verursacht jährlichen Schaden von
mehr als 500 Millionen Euro
„Der Handel ist einer der größten Arbeitgeber des Landes.
Sicherheit ist für unsere mehr als 700.000 Beschäftigten aber auch
für Millionen Kundinnen und Kunden ein entscheidender Faktor. Allein
Ladendiebstahl verursacht bei uns einen jährlichen Schaden von über
500 Millionen Euro“, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer
Will . „Die enge Kooperation mit dem Bundeskriminalamt stärkt
Prävention, Schutz und Vertrauen. Wir bedanken uns bei Innenminister
Gerhard Karner und BK-Direktor Andreas Holzer für die hervorragende,
langjährige Zusammenarbeit und den laufenden Einbezug. Davon
profitiert die gesamte Handelsbranche seit vielen Jahren.“
Zwtl.: Cybercrime, Bestellbetrug & Deep Fakes auf dem Vormarsch
Neben den bekannten Sicherheitsrisiken im stationären Handel sind
im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche neue Herausforderungen
hinzugekommen, die mit dem Aufstieg des Onlinehandels einher gehen. „
Cyberkriminalität stellt weiterhin eine erhebliche Bedrohung dar –
insbesondere für größere Unternehmen. Aber auch der Bestellbetrug
sowie Deep Fakes verzeichnen starke Zuwachsraten. Rund zwei Drittel
der österreichischen Onlinehändler waren bereits Opfer von
Cyberattacken und Betrug im Netz, wobei sich die Attacken immer
weiter diversifizieren “ , sagt Robert Spevak , Leiter des
Handelsverband-Ressorts „Sicherheit im Handel“ und Abteilungsleiter
Revision und Sicherheit bei METRO Österreich.
„Cyberkriminalität ist kein technisches Randthema mehr, sondern
ein hochprofessioneller Wirtschaftszweig innerhalb der organisierten
Kriminalität. Der Staat kann diese Bedrohungen nicht allein
bewältigen, der Handel ebenso wenig – aber gemeinsam ist das sehr
wohl möglich“ , so General Andreas Holzer .
Um das Vertrauen der heimischen Konsument:innen in den
Onlinehandel zu stärken und das Fakeshop-Risiko zu minimieren,
vergibt der Handelsverband schon seit 1995 das Trustmark Austria-
Gütesiegel . „Unser Trustmark Austria steht für Sicherheit sowie
Vertrauenswürdigkeit und stellt für alle Konsumentinnen und
Konsumenten im Land eine Orientierungshilfe dar, um auf einen Blick
vertrauenswürdige Anbieter erkennen zu können. Das Gütesiegel trägt
somit zu mehr Transparenz, Sicherheit und Fairness im Bereich des
digitalen Shoppings bei“ , bestätigt Handelssprecher Rainer Will .
Zwtl.: Gemeinsame Erfolgsprojekte: Sicherheitsgipfel &
Sicherheitsstudie
Die erneuerte Kooperation stärkt gezielt die Sicherheit im Handel
durch eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Bundeskriminalamt,
Kriminalprävention und Handelsverband. Dazu zählen auch die
Weiterentwicklung von Sicherheitsstrategien, gemeinsame Schulungen zu
Täterverhalten und Cybercrime, ein strukturierter Informations- und
Erfahrungsaustausch über feste Schnittstellen, sowie der langfristige
Ausbau von Erfolgsformaten wie dem jährlichen Sicherheitsgipfel und
der gemeinsamen Sicherheitsstudie , die alle zwei Jahre
veröffentlicht wird.
Ergänzt wird dies durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen,
Kommunikationskanälen und Schulungsinfrastruktur, um Sicherheit und
Krisenresilienz weiter zu erhöhen. Letztere hat insbesondere für den
Lebensmittelhandel als Teil der kritischen Infrastruktur des Landes
höchste Priorität.
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