Wien (OTS) – –
Investitionslücke gefährdet den Ausbau: 24,2 Milliarden Euro
fehlen bis 2030, um Verteilernetze zu modernisieren und den Ausbau
voranzutreiben
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Fehlende Vorgaben und Planungssicherheit: Es braucht gesetzliche
Rahmenbedingungen, um die Industrie zum Umstieg auf grüne
Technologien zu bewegen und Investitionen im notwendigen Ausmaß zu
ermöglichen
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Hohe Kosten belasten Staat und Verbraucher:innen: Steigende
Netzentgelte und Preise belasten Haushalte sowie Wirtschaft, ein
kosteneffizienter Ausbau der notwendigen Infrastruktur wird daher
maßgebend für eine sozial verträgliche Energiewende
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5-Punkte-Forderungskatalog: PwC Österreich hat mit 20
Expert:innen ausführliche Interviews geführt und konkrete Maßnahmen
für eine schnelle und nachhaltige Energiewende erarbeitet
Österreich steht unter Zeitdruck, die Klimaziele bis 2040 zu
erreichen. Die technologischen Möglichkeiten sind gegeben, ebenso die
breite Zustimmung der Bevölkerung. Während mehr als zwei Drittel der
Bevölkerung erneuerbare Energien befürworten, werden viele Projekte
durch lokale Widerstände und fehlende Rahmenbedingungen ausgebremst.
Das zeigt der „Marktcheck Energiewende 2025“ von PwC Österreich. „Es
geht nicht mehr darum, ob wir die Energiewende umsetzen, sondern wie
schnell und effizient wir sie angehen. Die Technik ist da, die
Mehrheit der Bevölkerung ist bereit. Und trotzdem verlieren wir
wertvolle Zeit, weil wir uns in langwierigen Grundsatzdiskussionen
verfangen, wie jetzt auch wieder beim 30. Weltklimagipfel in
Brasilien “, erklärt Michael Sponring, Energy & Utilities Lead bei
PwC Österreich.
Zwtl.: Der Netzausbau ist das Nadelöhr der Energiewende
Bis 2030 sind laut Österreichs Energie rund 24,2 Milliarden Euro
erforderlich, um die Verteilernetze zu modernisieren und die
Kapazität für den Ausbau erneuerbarer Energien zu gewährleisten – mit
spürbaren Kostenfolgen für Endkund:innen. Für eine erfolgreiche
Umsetzung ist ein koordinierter Netzausbau entscheidend. Durch das
„First come, first served“-Prinzip erhalten weniger wichtige Projekte
oft schneller einen Netzanschluss als strategisch bedeutendere
Vorhaben. Um realistische Ziele zu erreichen und die Transformation
effizient zu gestalten, sind eine intelligente Steuerung und eine
umfassende Planung erforderlich, die raumplanerische Aspekte und
Sektorkopplung integriert.
Zwtl.: Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam handeln
Bis 2040 wird ein zusätzlicher Investitionsbedarf laut Institut
für Höhere Studien von 102,5 bis 178,7 Milliarden Euro geschätzt. Die
Politik muss daher neue Finanzierungsmechanismen schaffen, etwa durch
Infrastrukturfonds oder steuerliche Anreize, um große Projekte zu
ermöglichen und die Finanzierungskosten für den Energiesektor und die
Industrie im Rahmen zu halten. Besonders die Industrie, die rund 45 %
der österreichischen CO₂-Emissionen verursacht, braucht gesetzliche
Anreize, um auf grüne Technologien umzusteigen. „ Unter den aktuellen
Rahmenbedingungen, sowohl finanziell als auch politisch, ist eine
erfolgreiche Energiewende kaum realisierbar. Es braucht einen
nationalen Schulterschluss von Politik und Wirtschaft sowie einen
gemeinsamen, koordinierten Plan für unsere Energiezukunft “, so
Sponring.
Zwtl.: Im Rahmen des Marktchecks Energiewende hat PwC fünf zentrale
Hebel identifiziert, die für eine erfolgreiche Umsetzung der
Energiewende entscheidend sind
Damit das dringend benötigte Milliarden-Investitionsvolumen nicht
zur finanziellen Last für Staat und Endkunden wird, braucht es klare
Rahmenbedingungen, die einen kosteneffizienten Ausbau ermöglichen.
Dazu gehören gezielte Anreize für private Investitionen und Modelle,
die Kunden aktiv an der Transformation beteiligen. In Fachgesprächen
von PwC Österreich mit führenden Persönlichkeiten aus 20 Unternehmen
– darunter Vertreter:innen aus Energiewirtschaft, Netzbetrieb,
Finanzen, Technologie und Digitalisierung – wurden fünf konkrete
Maßnahmen identifiziert, die einen schnellen und nachhaltigen Umbau
der Energielandschaft sicherstellen sollen. Der gemeinsame Appell:
Jetzt handeln – für Effizienz, Fairness und Beteiligung.
1.
Zentrale Steuerung und klare Zuständigkeiten: Eine zentrale
Koordinationsstelle soll die Energieplanung bündeln und dafür sorgen,
dass Politik und Wirtschaft abgestimmt handeln.
2.
Schnellere Verfahren und verlässliche Regeln: Fixe Fristen, „Fast
Lanes“ und stabile Rahmenbedingungen sollen Genehmigungen
beschleunigen, Planungssicherheit schaffen und privates Kapital
anziehen.
3.
Smarter Netzausbau: Physischer Ausbau und digitale Lösungen – wie
Smart-Meter-Daten und ein gemeinsamer Energy Data Space – sollen das
Netz effizienter machen und Kosten reduzieren.
4.
Mehr Anreize für private Investoren: Bessere
Investitionsbedingungen, längere Abschreibungen und klare
Geschäftsmodelle sollen große Investitionen erleichtern und
öffentliche Mittel entlasten.
5.
Gesellschaftliche Mobilisierung: Ein positives Zukunftsbild,
einfache Beteiligungsmöglichkeiten und eine gezielte
Fachkräfteoffensive sollen Akzeptanz schaffen und die Umsetzung
unterstützen.
Zwtl.: Über den Marktcheck Energiewende
Der Marktcheck Energiewende ist eine jährliche Analyse zur
Transformation des österreichischen Energiesystems. Für die Erhebung
wurden 20 Expert:inneninterviews mit Vertreter:innen aus Industrie,
Energie, Forschung und Finanzwirtschaft geführt und mit aktuellen
Marktdaten, Studien und regulatorischen Entwicklungen verknüpft.
Zwtl.: Über PwC
PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen
aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 370.000
Mitarbeitende in 149 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen,
branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Erfahren
Sie mehr unter www.pwc.at .
Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine
oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften.
Weitere Details unter www.pwc.com/structure .




