Österreichs kulinarische Traditionen in der Fastenzeit

Wien (OTS) – Die Fastenzeit ist stark geprägt von kulinarischen
Traditionen. Der
Heringschmaus am Aschermittwoch ist für 14 Prozent der
Österreicherinnen und Österreicher ein Fixpunkt. In den
darauffolgenden 40 Tagen bis Ostern reduzieren mehr als 40 Prozent
ihren Fleischkonsum, am Karfreitag isst ein Viertel Fisch. Der
Anstieg im Fischkonsum zeigt sich auch am Absatz von Tiefkühlfischen.

Während der Veganuary eine vergleichsweise junge Bewegung ist,
gilt die Fastenzeit als althergebrachte Tradition. Zwischen
Aschermittwoch und Karfreitag auf etwas zu verzichten, zum Beispiel
auf Fleisch, ist für die Österreicher durchaus ein Thema, wie eine
aktuelle Studie von iglo unter 1000 Befragten zeigt.

Zwtl.: Heringschmaus vor allem in Wien und Kärnten verbreitet, in
Tirol am wenigsten

Wer kulinarisch korrekt in die Fastenzeit starten möchte, beginnt
mit einem Heringschmaus. Ob der Heringssalat mit oder ohne rote Rüben
zubereitet wird, ist dabei ein anderes Thema. 14 Prozent der
Österreicher bekennen sich jedenfalls zu dieser Tradition, ein
weiteres Viertel hält sich einmal daran, einmal nicht. Am weitesten
verbreitet ist das traditionelle Fischessen in Kärnten und Wien, wo
etwa jeder Fünfte den Aschermittwoch immer so begeht. Am wenigsten
verankert ist es in Tirol. Hier sagen drei Viertel, dass das keine
Tradition hat.

Zwtl.: Mehr als 40 Prozent reduzieren Fleischkonsum in der Fastenzeit

Eine Möglichkeit, sich in der Fastenzeit zurückzunehmen, ist, den
Fleischkonsum zu reduzieren – oder es ganz wegzulassen. 15 Prozent
der Österreicher tun das immer in diesen 40 Tagen, ein weiteres
knappes Drittel (30 Prozent) hält sich einmal daran, einmal nicht. In
Wien und Niederösterreich ist diese Form des Fastens übrigens am
wenigsten verbreitet: Rund zwei Drittel der Wiener und
Niederösterreicher geben an, diese Tradition nie einzuhalten.

Zwtl.: Ein Viertel isst immer Fisch am Karfreitag

Mit dem Karfreitag endet die Fastenzeit traditionell – und zwar
wieder mit Fisch. So hält es auch ein Viertel der Österreicher immer.
Männer (31 Prozent) übrigens eher als Frauen (20 Prozent), und am
häufigsten steht Fisch an diesem Tag in der Steiermark auf dem
Speiseplan (37 Prozent immer). Den gestiegenen Fischkonsum* in der
Fastenzeit sieht man auch bei iglo, wie Ines Franke,
Geschäftsführerin von iglo Österreich erklärt: „In der Fastenzeit
kaufen die Österreicherinnen und Österreicher deutlich mehr
Tiefkühlfisch. Letztes Jahr zu dieser Zeit ist der Absatz in diesem
Segment um 22 Prozent gestiegen, bei iglo-Produkten haben wir sogar
einen Anstieg von 32 Prozent gesehen.“

Zwtl.: Tabellen mit Bundesländer-Details siehe PDF im Anhang

Über die iglo-Studie
Für die iglo-Studie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im
September 2025 für iglo Österreich 1.011 Österreicher/innen von 18
bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

Quellen:
* NielsenIQ, LEH inkl. Hofer/Lidl, Fisch tiefgekühlt gesamt inkl.
Meeresfrüchte, Absatz KG, FY 2025