Landeshauptleute-Konferenz: Wien setzt starke Akzente

Wien (OTS) – Heute, Freitag, hat im südsteirischen Leibnitz der
zweite Tag der
Herbsttagung der Landeshauptleute stattgefunden. Neben intensiven
Gesprächen stand dabei auch die Beschlussfassung auf der
Tagesordnung. Im Fokus standen Maßnahmen zur Stärkung des
Wirtschaftsstandorts und zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Dabei
spielte Wien eine zentrale Rolle: Bürgermeister und Landeshauptmann
Michael Ludwig brachte zwei Schwerpunktthemen ein, die auf breite
Zustimmung bei allen Bundesländern stießen.

Ludwig betonte, dass die Stadt bewusst Maßnahmen vorantreibe, die
Wirtschaftswachstum und Beschäftigung sichern sollen. Man werde
„keine Pause machen“, sondern das Tempo erhöhen, um den Standort zu
stärken, erklärte er.

Die Länder einigten sich darauf, die Bundesregierung bei
Maßnahmen zu unterstützen, die mehr Fairness im internationalen
Onlinehandel schaffen sollen. Viele Plattformen aus Drittstaaten
würden sich ihrer Verantwortung entziehen, indem sie als reine
Vermittler*innen auftreten, kritisierte Bürgermeister Ludwig. Der
Wiener Stadtchef wies in der Vergangenheit mehrmals darauf hin, dass
Händler*innen in Österreich zunehmend durch Preis- und
Qualitätsdumping unter Druck geraten. Dadurch bleibe die Haftung für
Produktqualität oft bei den Konsument*innen, so Ludwig. Zu den
beschlossenen Plänen zählen unter anderem strengere Kontrollen und
mögliche neue Instrumente, um Wettbewerbsverzerrungen einzudämmen.
Der Wiener Landeshauptmann begrüße in diesem Zusammenhang die erst
jüngst von der EU beschlossene Aufhebung der Zollfreigrenzen
ausdrücklich. Für Ludwig sei es notwendig, „den Handel in ganz
Österreich zu stärken“, um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen
langfristig zu sichern.

Als zweiten Schwerpunkt brachte Wien Ideen zur Stärkung der Life-
Science- und Pharmaindustrie ein. Für Bürgermeister Ludwig sei die
Arzneimittelversorgung ein zentraler Pfeiler der
Gesundheitssicherheit. Forschung, Zulassung und Produktion müssten
daher besser verzahnt und langfristig abgesichert werden, forderte
er. Wichtig seien deshalb eine starke Grundlagenforschung, effiziente
Genehmigungsverfahren und Ausbildungsinitiativen gegen den
Fachkräftemangel. Gleichzeitig räumte Ludwig mit dem „Mythos“ auf,
Wien sei kein Industriestandort. Die aktuelle Entwicklung zeige genau
das Gegenteil, sagte Ludwig. „Wien verfügt über eine starke, moderne
Life-Science-Industrie“. Die pharmazeutische Industrie wachse
überdurchschnittlich und führe zu steigender Wertschöpfung.
Internationale Unternehmen investierten kontinuierlich hohe Summen in
Wien. „Das ist ein Zeichen für den Erfolg des Standorts“, so der
Wiener Bürgermeister. (Schluss) kri