Wien/Graz/Linz (OTS) – Aufmerksamen Verkehrsteilnehmenden in Wien,
Graz und Linz sind sie
sicher schon aufgefallen: Seit dem Sommer sind in den drei
Landeshauptstädten insgesamt 15 gebrandete E-Taxis unterwegs, die mit
den zentralen Botschaften der Kampagne „Keine E-ngste mehr!“ auf die
häufigsten Vorbehalte gegenüber Elektroautos aufmerksam machen und
diese mit Fakten entkräften. Die Kampagne des Mobilitätsministeriums
setzt bewusst dort an, wo Menschen täglich mit Mobilität in Berührung
kommen. Die E-Taxis bringen die Information direkt in den
öffentlichen Raum und machen auf die Themen aufmerksam, die für die
Entscheidung für oder gegen ein E-Auto besonders relevant sind:
Reichweite und Laden, Kosten sowie Batterie.
„Die Elektromobilität ist auf Österreichs Straßen längst Realität
– jetzt wollen wir auch beim Bewusstsein der Menschen vorankommen.
Unsere E-Taxis bringen die Botschaften von ‚Keine E-ngste mehr!‘
direkt zu den Verkehrsteilnehmenden. Denn die aktuellen Zahlen
zeigen: Das Interesse an E-Autos ist groß, gleichzeitig bestehen noch
viele Vorbehalte und Unsicherheiten. Mit Fakten und verständlicher
Information wollen wir diese ausräumen und den Menschen eine
fundierte Entscheidung hin zum E-PKW ermöglichen“, sagt
Mobilitätsminister Peter Hanke.
E-Mobilität nimmt Fahrt auf – Information wird immer wichtiger
Die Informationskampagne begleitet eine dynamische Entwicklung
auf Österreichs Straßen. Bereits mehr als 300.000 batterieelektrische
PKW sind in Österreich unterwegs. Gleichzeitig erreichte der Anteil
der rein elektrischen PKW an den Neuzulassungen im Juli 2026 mit 27,4
Prozent einen neuen Höchststand. Auch die Ladeinfrastruktur wächst
kontinuierlich: In Österreich gibt es mittlerweile rund 40.000
öffentliche Ladepunkte. Damit stehen E-Autofahrerinnen und E-
Autofahrern immer mehr Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Fahrzeuge
unterwegs zu laden.
Trotz dieser Entwicklung zeigt eine im Mai 2026 durchgeführte
repräsentative Befragung von 1.000 Menschen im Auftrag des
Mobilitätsministeriums, dass weiterhin Informationsbedarf besteht. 43
Prozent der Befragten haben insgesamt eine positive Einstellung zu E-
Autos, 30 Prozent stehen ihnen neutral gegenüber und 28 Prozent haben
eine eher ablehnende Haltung. Besonders interessant ist der Blick auf
jene Menschen, die tatsächlich vor einem Autokauf stehen: 64 Prozent
der Personen mit Kaufabsicht sehen E-Autos positiv. „Wir wissen aus
der Marktforschung, dass gerade jene Menschen, die in den nächsten
zwölf Monaten ein Auto kaufen wollen, E-Autos besonders offen
gegenüberstehen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass bei
Reichweite, Laden und Kosten noch Vorbehalte und Wissenslücken
bestehen. Genau hier setzt ‚Keine E-ngste mehr!‘ an: Wir wollen nicht
überreden, sondern informieren – mit klaren Fakten statt mit Mythen“,
so Hanke.
Reichweite, Laden und Ersparnis im Mittelpunkt
Die Erhebung zeigt, welche Fragen die Menschen bei der
Anschaffung eines E-Autos besonders beschäftigen. Zu den wichtigsten
Entscheidungsfaktoren zählen die tatsächliche Reichweite, das
öffentliche Ladenetz, die Ladedauer und die laufenden Kosten.
So glauben 65 Prozent der Befragten, dass die durchschnittliche
Reichweite eines E-Autos unter 400 Kilometern liegt. Tatsächlich
liegt der durchschnittliche Realreichweitenwert der beliebtesten E-
Autos des Vorjahres bei rund 400 Kilometern; bei aktuellen Modellen
ist die Reichweite weiter gestiegen.
Auch beim Laden bestehen noch falsche Vorstellungen: 59 Prozent
der Befragten halten das öffentliche Ladenetz für nicht ausreichend
ausgebaut. Gleichzeitig gibt es in Österreich bereits beinahe 40.000
öffentliche Ladepunkte. An einem Schnellladepunkt reichen laut den im
Rahmen der Kampagne herangezogenen Expertenangaben rund 30 Minuten,
um einen E-PKW auf etwa 80 Prozent zu laden. Beinahe 90 Prozent der
Befragten schätzen die notwendige Ladedauer hingegen länger ein. Bei
den laufenden Kosten zeigt sich ebenfalls ein differenziertes Bild:
52 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Betriebskosten
eines E-Autos gegenüber einem Verbrenner günstiger sind. Gleichzeitig
zeigt die Befragung, dass Menschen mit persönlichem Zugang zu einem E
-Auto Betriebskosten, Ladeperformance und die Qualität des
öffentlichen Ladenetzes deutlich positiver bewerten als Personen, die
ausschließlich Verbrenner fahren.
„Keine E-ngste mehr!“ österreichweit zu sehen
Die Kampagne „Keine E-ngste mehr!“ wurde im Juni österreichweit
ausgerollt. Sie nimmt bestehende Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität
auf und stellt ihnen Fakten gegenüber. Die Umsetzung reicht von
Plakaten über TV und YouTube bis zu Social Media. Ergänzend wurde die
zentrale Informationsplattform emove-austria.gv.at überarbeitet und
um die Kampagnen-Website keine-e-ngste.gv.at erweitert. Die 15
gebrandeten E-Taxis in Wien, Linz und Graz (foliert durch die Firma
Folyo GmbH) ergänzen die österreichweite Kampagne um eine mobile
Informationsfläche. Bis Anfang September werden sie im Stadtverkehr
unterwegs sein und die Botschaften von „Keine E-ngste mehr!“ direkt
zu den Menschen bringen. „Wir haben mit eMOVE Austria im vergangenen
Jahr bei Ladeinfrastruktur und Neuzulassungen wichtige Fortschritte
erzielt. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung auch mit Information
zu begleiten. Je mehr Menschen Elektromobilität selbst erleben und je
besser sie informiert sind, desto leichter lassen sich bestehende
Vorbehalte abbauen. Genau dafür steht ‚Keine E-ngste mehr!‘“, sagt
Hanke abschließend.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at
