Wien (OTS) – „Während auf anderen Kontinenten Menschen verhungern,
verbrennen in
Österreich Menschen buchstäblich ihr Geld, indem sie zu Silvester
Raketen in den Himmel schießen. Gerade in Zeiten, in denen Länder
ihre Mittel für Entwicklungszusammenarbeit massiv kürzen, wäre es
eine solidarische Alternative, das eingesparte Geld zu spenden“ ,
appelliert Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der österreichischen
Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt , kurz vor dem
Jahreswechsel. „Es gibt so viele Projekte, die dank einer Spende
Kindern eine täglich warme Mahlzeit bereitstellen, Kinder von
Kinderarbeit befreien, Schulbildung fördern – einfach Leben verändern
und eine bessere Zukunft ermöglichen. Bitte denken Sie daran und
zünden Sie zu Silvester kein Strohfeuer, sondern ermöglichen Sie ein
Leben in Würde für Menschen in Risikosituationen!“
Nahrung, Trinkwasser und Schulbildung
Tigray im Norden Äthiopiens ist eine der vielen weltweiten
Krisenregionen, in denen Tausende Menschen Hunger leiden müssen. Zwei
Jahre herrschte in Tigray, das zwei Drittel so groß wie Österreich
ist, ein blutiger Bürgerkrieg. zwischen der äthiopischen Regierung
und der „Volksbefreiungsfront von Tigray“ (TPLF). 700.000 Menschen
verloren ihr Leben. Eine Million flüchtete innerhalb der Region und
lebt in notdürftigen Camps. „Familien hausen in Schulgebäuden auf
wenigen Quadratmetern. Als Wände und um ein wenig Privatsphäre zu
haben dienen aufgehängte Planen bzw. Leintücher. Die hygienischen
Verhältnisse sind erschreckend“ , erzählt Wolfgang Wedan, Globaler
Nothilfe-Koordinator von Jugend Eine Welt . Der Steirer reist
regelmäßig nach Tigray, um vor Ort das umfangreiche und von der
Austrian Development Agency (ADA) unterstützte Jugend Eine Welt-
Nothilfe-Projekt zu koordinieren. Dieses umfasst die Städte Shire,
Adwa und Adigrat sowie Mekele und basiert auf drei Säulen: klassische
Nothilfe, wie Trinkwasser und Nahrungsversorgung, Schulbildung für
Kinder und Jugendliche, sowie psychologische Hilfe für vom Krieg
traumatisierte Menschen, mit dem Fokus auf Frauen.
Warme Mahlzeit für Schulkinder
Tausende Kilometer westlich in Ghana, im kleinen Dorf Kulmasa,
leuchten die Augen hunderter Kinder. Soeben bekamen die Schülerinnen
und Schüler in der Primary und Junior High School ein warmes
Mittagessen. Für die meisten ist es die einzige Mahlzeit am Tag. Denn
Kulmasa, im Norden Ghanas, liegt in einer der ärmsten Regionen des
Landes. Die Familien leben primär von der Landwirtschaft, die Kinder
werden meist als Arbeitskraft benötigt, ein Schulbesuch ist daher oft
kein Thema. „Das kostenlose warme Mittagessen ist für die Eltern ein
Anreiz, zumindest eines ihrer Kinder doch in die Schule zu schicken.
Denn dann bleibt zu Hause mehr für die Geschwister“ , erzählt Dr.
Magdalena Grießler, Vorstandsmitglied von Jugend Eine Welt . Die
Steirerin leitet das Gesundheitszentrum in Mariazell und engagiert
sich ehrenamtlich für Jugend Eine Welt. Zumindest einmal im Jahr
hilft die Allgemeinmedizinerin in Kulmasa für ein paar Wochen in der
Family Clinic der Missionsärztlichen Schwestern, Projektpartnerinnen
von Jugend Eine Welt, tatkräftig mit. Zusätzlich unterstützt sie auch
mit Jugend Eine Welt die nahegelegene Schule mit mittlerweile über
600 Kindern. „Früher waren die Kinder oft müde, konnten sich nur
schwer auf den Unterricht konzentrieren und waren häufig krank. Die
neue Schulküche und die täglich warme Mahlzeit verbesserten ihre
Ernährungssituation deutlich. Und auch der schulische Erfolg nahm zu.
Denn mit leerem Magen lernt keiner gerne.“
10 Millionen Euro werden jährlich in den Himmel geschossen
„Schätzungen zufolge geben Österreicherinnen und Österreicher zu
Silvester insgesamt 10 Millionen Euro für Raketen und Böller aus.
Einzig für wenige Sekunden bunter Funken am Himmel“ , skizziert
Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Heiserer. „Spenden Sie doch den
Betrag für notleidende Kinder in Risikosituationen. Zum Beispiel für
die Schulkinder in Kulmasa. Mit 160 Euro erhält ein Schulkind ein
ganzes Schuljahr eine warme Mahlzeit. Umgelegt auf die 10 Millionen,
die jährlich zum Jahreswechsel verbrannt werden, wären das tägliche
Mahlzeiten über ein ganzes Jahr für 62.500 Schulkinder. Machen Sie
doch diese wertvolle Investition in das Leben eines Kindes möglich,
anstatt das Geld in den Himmel zu schießen!“
Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 |
Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind
steuerlich absetzbar!
Infos: www.jugendeinewelt.at
